Unvorbereitet aufs Albristhorn


Publiziert von DanyWalker , 17. August 2017 um 21:55.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Frutigland
Tour Datum:14 August 2017
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE   Niesenkette 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 950 m
Abstieg: 950 m
Strecke:13 Km

Unvorbereitet auf eine Bergtour zu gehen, ist manchmal wortwörtlich eine Todsünde. Ganz so arg kams dann doch nicht, aber die Quittung erfolgte trotzdem am Berg.

Unvorbereitet deshalb, weil ich heute kurzfristig Zeit hatte für eine Wanderung, und mein Arbeitskollege das mir völlig unbekannte Albristhorn vorschlug.
Die Hikr Berichte überflog ich nur knapp, und sagte zu. Wird wohl nicht so arg sein, dacht ich mir.
Was ich erst im Nachhinein erfuhr, der Wikipedia Eintrag lautet beim Albristhorn: Beide sind mit etwa T4  zu bewerten, wobei der Ostgrat nur eine kurze anspruchsvolle Passage ohne wirkliche Absturzgefahr aufweist und der Südgrat mehrere eher leichte, aber gefährliche Passagen.
 
Und so starten wir bei der Tschentenalp via Schwandfälspitz Richtung Gsürweg. Noch bin ich der Meinung, dass dieser Teil wohl der anspruchvollste Abschnitt sein wird. Wobei, so anspruchsvoll finden wir ihn gar nicht. Wir erfreuen uns ab der schönen Wegführung und geniessen den herrlichen Blick aufs Panorama. Vorallem der Wildstrubel zeigt sich von seiner schönsten Seite.
So geht es auf schmalem Weg ohne nennswerte Steigung stetig vorwärts. Erst als der Weg zum Furggeli abzweigt, nimmt die Steigung rasant zu. Von nun an gehts aufwärts, und zwar so richtig. Und ab dem Furggeli gehts steiniger weiter. Auf dem Grat entlang, wird der Weg je länger je schwieriger. Da wir nicht immer direkt auf dem Grat entlang gehen, müssen wir abundzu den Weg suchen. Schlussendlich kann ich dem Wikipedia Eintrag recht geben. Es gibt wohl eine Passage beim Aufstieg, welche man als heikel bewerten kann.
Gegen Ende des Aufstieg wird es dann wieder einfacher. Über Geröll gehts in Serpentinen dem Gipfel mit seinem schönen Kreuz entgegen. Oben angekommen, gibts eine verdiente Mittagsrast.
Mit dem irrtümlichen Glauben, das schlimmste liege hinter uns machen wir uns bald auf den Weg zum Hahnenmoos, denn auch das Wetter könnte heute noch eine Rolle spielen.
Aber vorerst beschäftigt uns der felsige Weg um einiges mehr, als einige harmlose Wolken am Himmel.
Der Weg über den Sattligrat zum Seewlehore entpuppt sich zuhnemends als Schlüsselstelle dieser Tour. So kanns einem ergehen, wenn man sich nicht ganz richtig auf eine Tour vorbereitet. Mann muss überrascht feststellen, dass aus einer T3, eine T4 Tour wird.
Mit der gebotenen Vorsicht erreichen aber auch wir dann den Gipfel des Seewlehore.
Der weitere Weg bis zum Hahnenmoos über den Laveygrat ist dann aber sehr lang. Und so gibts nur noch sporadisch kleine Pausen, damit wir noch die Gondel erreiche, solange diese auch noch fahren.
Glücklicherweise schaffen wir dies auch, wenn auch relativ knapp. Und auch das Wetter hält zum Glück bis zum Schluss.
Als Belohnung für die absolvierte Tour gibts dann noch ein feines Abendessen in Adelboden.





Tourengänger: DanyWalker

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