Gran Paradiso 4061m.ü.M. (No Summit)


Publiziert von mbjoern , 13. August 2017 um 11:17.

Region: Welt » Italien » Aostatal
Tour Datum:10 August 2017
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Hochtouren Schwierigkeit: L
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: I 
Zeitbedarf: 2 Tage 8:00
Aufstieg: 1800 m
Abstieg: 1800 m
Unterkunftmöglichkeiten:http://www.rifugiovittorioemanuele.com/?lang=de

Donnerstag 10. August 2017 - Pont - Rifugio Vittorio Emanuele II - 2h - T2

Nach ca. 5h Anfahrt aus Zürich erreichten wir den Parkplatz in Pont, wo sich ein Camping Platz mit Supermarkt, Restaurant und weiteren Annehmlichkeiten befindet. Da wir bei nicht so guten Wetterbedingungen die Tour machen wollten, war der Andrang entsprechend niedrig. Der Aufstieg zum Rifugio Vittorio Emanuele II ist ein einfacher und nicht allzu steiler Weg der sehr gut zu begehen ist (T2). Leider war dies das letzte mal,wo wir ohne Niederschlag bei gutem Wetter gehen konnten :)

Die Unterkunft ist eine super Hütte mit sehr netten Gastgebern, extrem gtem Essen (Italiener halt) und einer coole internationalen Bergsteigerstimmung. Wir hatten ein 5er Zimmer zu dritt belegt, was eine grosse Mütze Schlaf zur Folge hatte. Leider hatte es bereits wenige Minuten nach dem Lichterlöschen angefangen zu Blitzen und ein heftiges Gewitter ging runter.

Freitag 11. August 2017 - Rifugio Vittorio Emanuele II - Gipfelversuch - 5h - T3, L, I - II

Wir wollten ein mögliches Schönwetterfenster keinesfalls verpassen und sind bereits um 3h aufgestanden. Leider war es sehr neblig und Schneefall setzte bald ein, was ein losgehen mit Stirnlampen verunmöglichte. Nach Anbruch der Dämmerung haben wir uns dann entschieden mal sicher bis zum Gletschereinstieg zu gehen, was ca. 2h dauerte. Der Weg geht nicht wie auf den meisten Karten durch die Moräne rauf, sondern neu auf der Schulter der Moräne. Eine kurze Kletterstelle hat es dort die aber einfach ist (II bis II). Als wir an der Anseilstelle angekommen sind war es immer noch neblig, aber der Schneefall nahm ab, also wollten wir unser Glück versuchen. Der Aufstieg bis zum Eselsrücken war dann aber wettertechnisch eher nicht so flauschig und sehr kalt und wir wollten soweit gehen, wie es sich irgendwie noch OK anfühlte. Als wir dann auf 3728m.ü.M. auf dem Rücken angekommen waren, wurde das Wetter zunehmend schlechter und der Übergang zum letzten Sattel war total vereist und der Wind-Chill Faktor sicher bei ca. -10 Grad. Eine andere Seilschaft mit Bergführer kam gerade zurück und informierte uns, dass es gegen den Gipfel noch garstiger werden würde, und Sie auch umgekehrt sind. Wir haben uns dort entschieden dann den Rückweg anzugehen, denn die Finger waren bereits sehr eisig und die allgemeine Laune nicht mehr wirklich geschmeidig.

Zurück in der Hütte haben wir die Info erhalten von zwei Jungs die auf den Gipfel gingen, dass es sehr kalt mit hartem Wind schon am Limit gewesen sei, und die Jungs schauten aus als würden Sie wohl eher eine sehr hohe Schmerzgrenze haben :)

Alles in allem waren es zwei wundervolle, spannende Tage im Aostatal, leider ohne Gipfelerfolg, aber mit viel Lerneffekt und einer tollen, international spannenden Stimmung. Wir werden den Gipfel sicher erneut versuchen, aber wohl dann mit ein wenig besserer Wetterlage :)

Tourengänger: mbjoern

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