Brudelhorn, von Geschinen ins Äginental


Publiziert von Kik Pro , 4. August 2017 um 19:55.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum:23 Juli 2017
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 1460 m
Abstieg: 880 m

Das Brudelhorn ist im Sommer und im Winter DER Gommer Klassiker.
Wer, wie wir, lieber aufwärts als abwärts läuft, nimmt den gut angelegten Wanderweg von der Haltestelle Geschinen nach Flesche unter die Füsse. Er ist schattig und steigt weniger steil als die meisten anderen Wege, die im Goms durch die Waldstufe zu den Alpen führen. In Unner Flesche steht die Mossmattenhütte mit Bank und Tisch bereit für eine gemütliche Pause. Von Ober Flesche an versteckt sich die Spur neben dem Bach in hohem Kraut. Etwas mühsam übersteigen wir einen sperrenden Schafzaun mit Netz. Die Hirtin treibt unterdessen die Schafe mit ihrem Hund jenseits des Baches zusammen.
 
Auf 2021m wird der gute Querweg erreicht, der die Alpen zwischen Äginental und Merezenbach verbindet. Wir folgen ihm nach Westen bis Pt. 2112. Danach halten wir uns weiter an die Markierungen, oft ohne Spur, die uns über Follebode und durch das unübersichtliche Tälchen von Bru führen. An zwei Stellen müssen die Hände aus dem Sack genommen werden. Zwei Seelein, wenig unter dem Distelgrat, bringen eine freundliche Note in die grauen Blockhalden. Auf dem Grat wird der Gang zum Spaziergang über grüne Polster, der Blick frei auf das Nufenengebiet und die Kette vom Fülhorn zum Blinnenhorn. Der Gipfel ist nicht mehr weit. Ein deutliches Weglein führt durch eine Grashalde, eine kurze Blockstufe und ein paar Platten zum Gipfelkreuz des Brudelhorn.
 
Die Dörfer im Goms liegen aufgereiht unter unsern Füssen. Auch heute verdeckt wieder eine dicke graue Wurst die Berner Alpen. Die wilden Schuttberge im Süden und Südosten sehen im Gegenlicht unzugänglich aus. Die Merezenbachschije hat ihren Gletscher komplett verloren.
 
Für den Abstieg haben wir viel Zeit. Über sanfte Hänge geht es zum Distelsee, durch weite, ungenutzte Grasflächen über Distel ins Lengtal hinab. Erst im Talgrund grasen Rinder, während am Nordhang gegenüber die Schafe bis hoch hinauf weiden. Dort hat das Gras die lange Trockenperiode besser überstanden. Trotz vieler Pausen treffen wir mehr als eine Stunde vor dem Postauto im Ladstafel ein. Kaum treten wir an die Strasse, hält eine freundliche Fribourgerin an und fährt uns nach Ulrichen.

Tourengänger: Kik

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