Vom Brienzersee aufs Loucherhorn


Published by Rhabarber , 1 August 2017, 23h56.

Region: World » Switzerland » Bern » Jungfraugebiet
Date of the hike: 1 August 2017
Hiking grading: T5- - Challenging High-level Alpine hike
Climbing grading: I (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: CH-BE 
Time: 6:45
Height gain: 1700 m 5576 ft.
Height loss: 1600 m 5248 ft.
Access to start point:cff logo Bönigen, Dorf
Access to end point:cff logo Zweilütschinen

Wenn man nach einer fast siebenstündigen Wanderung im Bericht nur fünf Wegpunkte angeben kann, dann hat man wohl eine eher selten begangene Tour gemacht. Dabei ist sie etwas vom Schönsten, was man in dieser Gegend machen kann. Klar sind es viele Höhenmeter, aber wenn man den Gipfel des Loucherhorns weglässt, so ist der Weg unschwierig und in sehr gutem Zustand. Aber eben: Mit der Bahn kann man sich 1400 Höhenmeter ersparen. Nichts gegen das nostalgische Schnynige-Platte-Bähnlein, doch Ihr Bahnenthusiasten wenn Ihr wüsstet, was Ihr verpasst...

Die Gegend zwischen Schynige Platte und Faulhorn hat einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Ich spreche nicht von der perfekten Lage direkt vor Eiger, Mönch und Jungfrau. Das tolle ist die Exposition. Wenn sich die meisten anderen Gipfelziele im Winterschlaf befinden, dann kann man auf der steilen Südseite schon bald einmal *Hors-Saison auf die Schynige Platte. Im Hochsommer hingegen, bietet sich die ebenso steile Nordseite an. Heute war ein Hitzetag angesagt, somit Nordseite.

An der Busstation Bönigen Dorf ist bereits der Weg zur Schynige Platte markiert. Weil die 1700 Höhenmeter auf nur 3,8 km Luftlinie zurückzulegen sind, geht es vom ersten Meter an hinauf. Die Steilheit hält sich aber zuerst noch in Grenzen. Nach der Durchquerung des Houetebachs bei Pt. 873 geht es dann aber in stetem Zick-zack den steilen Hang hinauf. Die Weganlage ist sehr schön gemacht. Zeitweise läuft man auf Graten mit schönen Tiefblicken. Insbesondere am Türkisblau des Brienzersees werde ich mich wohl nie sattsehen können. Der Weg ist gut unterhalten und unterwegs hat es mehrere Schutzhütten für den Fall eines Wetterumbruchs.

Nach der wunderschön gelegenen Schutzhütte auf 1650m kommt das Roriwanghorn in Sicht. Nach dessen Umgehung hat man den Eindruck, dass der Grat mit dem berühmten Wanderweg Schynige Platte - Faulhorn schon fast erreicht ist. Doch das muss noch erdauert werden. Schliesslich unterquert man das Loucherhorn und erreicht nach gut drei Stunden den Grat. Bis hierher T3.

Für die Besteigung des Loucherhorns würde die logische Route nun über den Nordgrat führen. Doch da ich nicht wusste, wo sich der Einstieg befindet, folgten wir der Wanderautobahn bis zum Sattel bei Pt. 2064. Dort über steiles Gras hinauf zum Felskopf und durch ein Couloir kletternd (I) zum Gipfel. Der Gipfel ist überraschend gross. Für den Abstieg wählte ich nun den Nordgrat. Nach der Gipfeltafel klettert man durch ein Couloir ab und steigt den Grasgrat hinunter zu einem Sattel (Spuren). Von dort links den Felsen entlang weiter hinunter zum nächsten Sattel. Hier wieder nach links hinunter durch Gras und Geröll zu einem markanten Sattel zwischen zwei Felsen. Von hier am einfachsten nach rechts (Norden) haltend absteigen bis man wieder auf den Wanderweg von Bönigen kommt.

Nun kann man zur Schynige Platte laufen und dort die Bahn nehmen. Wir wählten aber den hübschen Abstieg nach Zweilütschinen. Zuerst weglos nach Innerläger und dann auf der Alpstrasse nach Ausserläger, wo wir auf den Wanderweg trafen. Diesem entlang hinunter bis zum Pt. 923. Um den eintönigen Marsch durch den Talboden zu vermeiden, folgten wir hier der Forststrasse bis zu Pt. 845. Dort stiegen wir dem nicht markierten Weg entlang nach Zweilütschinen ab.

Hike partners: Rhabarber


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