Lechquellenrunde


Publiziert von poudrieres , 3. August 2017 um 07:46.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Lechquellengebirge
Tour Datum:27 Juli 2017
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 4 Tage
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit Bus oder PW.
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Mit Bus oder PW.
Kartennummer:austrianmap.at

Etappen 1 - 4 : Biberacher Hütte - Göppinger Hütte - Freiburger Hütte.

Die Lechquellenrunde führt in 5 Etappen vom Bregenzer Bach durch das Lechquellengebirge - einem Ausläufer der Lechtaler Alpen - nach Zürs am Arlberg. Aus einer geologischen Vielfalt entstand dort eine Fülle verschiedner Landschaftsbilder und eine abwechslungsreiche Flora. Einziger Wermutstropfen ist der sprichwörtliche Niederschlagsreichtum dieser Region - Regentage sind meist fester Bestandteil jeder längeren Tour.
Rote Wand über dem Formarinsee.
Von dem variantenreichen Rundkurs lassen sich - Zeit und Ausdauer vorausgesetzt - zahlreiche Gipfel erreichen. Durch die gute Anbindung an den ÖPNV lässt sich die Tour auch gut in Abschnitten begehen.

Nach dem Durchzug einer Kaltfront beginnen wir die Tour am Bregenzer Bach unter einem wolkenverhangenen Himmel und steigen über Fahrwege zur Oberschalzbachalpe auf, die uns Zuflucht vor einem Regenschauer bietet. In leichtem Nieselregen brechenwir schliesslich zur unteren Gautalpe auf und machen dort in der kleinen Schutzhütte Mittag.

Mit dem folgenden Aufstieg zum Glattjöchl lässt der Nieselregen nach, wir verlassen wir den Hinteren Bregenzer Wald und wechseln in das Lechquellengebirge. Den kurzen Abstecher auf die wolkenverhangene Hochkünzelspitze lassen wir heute sausen und machen uns gleich an den Abstieg zum Schadonapass. Nach einer kurzen steilen Passage über Schratten unterhalb des Giglturms erreichen wir alsbald die Biberacher Hütte.
Biberacher Hütte am Schadonapass.
Wolkenwaber und Nieselregen (und die ungewisse Neuschneesituation) lässt uns am Folgetag auf die Braunarlspitze verzichten und dem Nordalpenweg hinab zum Metzgertobel folgen. Ein Steg und ein Drahtseil im steilen Anstieg am gegenüberliegenden Ufer sichern die Querung. In angenehmer Erinnerung bleibt uns die gastfreundliche Alpschellalpe, die uns die Tür für eine Pause im Warmen und Trockenen öffnen.

Von der Landschaft sehen wir heute noch weniger als am Vortag. Es bleibt eine Erinnerung an viele Wassertropfen, eine steile felsige Rinne und einen knöcheltief überfluteten Gamsboden. Erst an der Göppinger Hütte lichten sich die Wolken zunehmend und geben den Blick über das obere Lechtal frei und so findet der Tag noch einen versöhnlichen Abschluss.
Abendstimmung an der Göppinger Hütte.
Die Hoffnung auf Wetterbesserung erfüllt sich schliesslich am 3. Tag. Wieder auf dem Nordalpenweg steigen wir zur Schulter des Östlichen Johanneskopfes auf, laufen den Talschluss des Johannestals aus und steigen schliessllich zum Johannesjoch hinab. Etwas heikel ist die Querung einer Rinne westlich des Östlichen Johanneskopfes wegen der vom Schutt freigegebenen plattigen Felsen. Ein kleiner See am Obernen Johannesjoch ist uns ein willkommener Pausenplatz für die mittägliche Rast.

Der Weiterweg führt zunächst über die Schratten des Obergeschröf  - ein kurzer ausgesetzter Abstieg ist mit Drahtseil und Trittbügeln versichert - und dann entlang des Lechtals zum Fomarinsee hinab. Ein kurzer, etwas ausgesetzter Steig kürzt durch das östliche Steilufer des Sees zur Freiburger Hütte ab.
Auf der Schulter des östlichen Johanneskopfes.
Die Restwolken der regnerischen Nacht lösen sich schon früh auf und so machen wir uns auf den Weg zum Steinernen Meer, einem Karstplateau südöstlich des Formaletsch. Hier zeigt sich, wer von uns gelernt hat auf seinen Füssen zu stehen. Der folgende Gehrengrat bietet noch einmal eine schöne Rundumsicht vor dem Abstieg zum Spullersee. Ein erster Bus bringt uns von dort erst zurück nach Lech, ein weiterer zurück zum Ausgangspunkt.
Steinernes Meer unter dem Formaletsch.
Bemerkungen: In einem weiterem Tag - mit Übernachtung in der Ravensburger Hütte - lässt sich die Tour in bis Zürs verlängern.

Route:
1.Tag: (H) Schalzbach (870m) –  Glattjöchl – Biberacher Hütte (1.846 m) - 4h15 / ⬆1250m / ⬇350
2.Tag: Biberacher Hütte – Unt. Alpschellalpe – Göppinger Hütte (2.245 m) - 4h15 / ⬆880m / ⬇480
3.Tag: Göppinger Hütte – (Östl. Johanneskopf) – Freiburger Hütte (1.918 m) - 5h / ⬆200m / ⬇500
4.Tag: Freiburger Hütte – Steinernes Meer - (H) Spullersee (1.827 m) - 4h15 / ⬆620m / ⬇720m

Karte: Amap Austria

Variante: Am 2. Tag über die Braunarlspitze zur Göppinger Hütte.

Orientierung: Markierte Wanderwege.

Schwierigkeit: Meist T2, Passagen T3.

Bedingungen: Auf der Rückseite einer Kaltfront Neuschnee bis 2200m. Zunächst regennass, später trocken.

Ausrüstung: Bergwanderausrüstung.

Parkmöglichkeit: Haltestelle Schalzbach.

Links: DAV Lechquellenrunde / alpenvereinaktiv.com

Tour organisiert für NABU


Tourengänger: poudrieres

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