Gantspitz, Wänifirst und Fläschenspitz


Publiziert von carpintero Pro , 23. Juli 2017 um 09:51.

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum:16 Juli 2017
Wandern Schwierigkeit: T6- - schwieriges Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SZ   Östliche Sihltaler Alpen 
Zeitbedarf: 11:00
Aufstieg: 2000 m
Abstieg: 2000 m
Strecke:21 km / siehe GPS-Track
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW ins Sihltal (Parkplatz beim Golfplatz)
Kartennummer:map.geo.admin.ch

ÖV-Anekdote: Beim Bahnhof Wädenswil stehen um halb sieben schon die Bahnersatzbusse bereit, um die unterbrochene Strecke zwischen Wädenswil und Samstagern zu überbrücken. Auf einer Informationstafel lese ich, dass sich die Reisezeit nach Einsiedeln wegen des Unterbruchs um eine halbe Stunde verlängert. Weil ich dadurch das geplante Postauto verpasse, würde ich erst um 9:36 anstatt um 7:36 beim Ochsenboden eintreffen - zwei Stunden später! Da eine solche Verspätung mein Vorhaben verunmöglicht, überlege ich wieder umzukehren. Gerade noch rechtzeitig denke ich an die Möglichkeit, in Einsiedeln ein Mobility-Fahrzeug zu nehmen. Es ist zwar äusserst fraglich, ob so kurzfristig ein Fahrzeug für einen ganzen Tag zur Verfügung steht, aber probieren kann ich es ja. Das Reservierungssystem zeigt noch ein freies Fahrzeug an, welches ich sogleich reserviere. Schlussendlich treffe ich um 7:40 beim Golfplatz Ochsenboden ein und freue mich, dass die Anreise trotz der Widrigkeiten geklappt hat.
 
Vom Parkplatz des Golfclubs Ybrig wandere ich auf dem Bergweg Richtung Fluebrig. Nach knapp zweidreiviertel Stunden erreiche ich den Verbindungsgrat zwischen Diethelm und Turner und lege eine kurze Pause ein. Den Turner erreiche ich anschliessend in wenigen Minuten.
 
Die Route zum Saaspass ist durch den Gratverlauf vorgegeben und man weicht nur selten in die Flanken aus, um Felsaufschwünge zu umgehen. Vom Turner folge ich in ständigem Auf und Ab dem Grat. Auf dem Gantspitz verweile ich nur kurz, denn der Gipfel ist mit lauter Brennnesseln bedeckt. Nach dem Abstieg zur Ganthöchi und dem Wiederaufstieg zum Wänifirst balanciere ich über dessen ausgesetzten und brüchigen Grat. Eine Kette hilft, die folgende arg brüchige Felsstufe zu überwinden (Bild). Den Aufschwung bei Punkt 2034 umgehe ich auf deutlichen Spuren in der Nordflanke, es sind sogar Bohrhaken vorhanden (Bild). Seltsamerweise trifft man am Verbindungsgrat zum Fläschenspitz auf etliche weitere Bohrhaken. Auf dem Fläschenspitz trage ich mich im Gipfelbuch ein. Es ist in einem ausgeklügelten Metallbehälter am Gipfelkreuz untergebracht. Ausser im Süden hat die Bewölkung stark nachgelassen und ich geniesse die schöne Aussicht.

Der Punkt 2034, der sich zwischen Wänifirst und Fläschenspitz erhebt, wird in alten Landkarten (bis 1957) und Führern als Klein Blasseli bezeichnet. Heute ist dieser Punkt namenlos und mit 2033 m sogar einen Meter tiefer kotiert als früher. Er wird manchmal fälschlicherweise als Fulberg bezeichnet, welcher sich aber rund 300 m nordwestlich und mit 1935 m rund 100 m tiefer als das Klein Blasseli befindet.

Auf dem Normalweg steige ich vom Fläschenspitz ab. Eine deutliche Wegspur und ein Pfosten leiten einem zum seilgesicherten Durchschlupf in der Felsstufe (Bild). Über Schrofen quere ich zum Biet und erreiche den Saaspass. Nach kurzer Zeit stehe ich vor der Lauiberghütte und fülle am Brunnen meine leere Trinkflasche auf. Wieder mit genügend Flüssigkeit ausgerüstet wandere ich auf dem Bergweg über Untersihl zum Gribschli und kehre auf der Asphaltstrasse zum Golfplatz zurück.

Tourengänger: carpintero


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