Chapütschin (Silvretta)


Publiziert von Zaza , 18. Juli 2017 um 21:35.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Unterengadin
Tour Datum:17 Juli 2017
Wandern Schwierigkeit: T5+ - anspruchsvolles Alpinwandern
Hochtouren Schwierigkeit: WS
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Mountainbike Schwierigkeit: L - Leicht fahrbar
Wegpunkte:
Geo-Tags: Vereina-Verstancla-Gruppe   CH-GR 
Zeitbedarf: 6:30
Aufstieg: 1800 m
Abstieg: 1800 m

Der sechsthöchste Gipfel der Silvretta hat zwei unterschiedliche Gesichter. Von der Prättigauerseite (Klosters / Vereina) kommt der Name Schwarzchopf, während auf der Engadinerseite das Firnfeld auf dem Gipfel gut zu sehen ist, was zum älteren Namen Chapütsch'alba geführt haben dürfte. Wenn die Sommer so bleiben wie im 2017, dann dürfte von diesem Firnfeld allerdings in absehbarer Zeit nichts mehr übrig sein. 

Der Chapütschin eignet sich gut für eine kombinierte Tour mit dem Velo, denn die Fahrstrasse des Val Lavinuoz ist bis Alp d'Immez gut fahrbar, danach wird sie etwas ruppiger bis zur Chamanna Marangun. Unbequem sind bloss die vielen Weidegatter (7 Stück), was auf dem Rückweg den Fahrspass etwas einschränkt. 

Von der unbewarteten Hütte, die entgegen den Wanderwegtafeln weder eine SAC-Hütte ist noch Getränke im Angebot hat, folge ich zunächst dem Wanderweg (bzw. den Markierungen) gegen die Fuorcla Zadrell bis auf etwa 2550 m. Hier geht es rechts weg in eine Mulde, die von den beiden Armen des Südgrates begrenzt wird. Über Schnee geht es durch die Mulde und dann in einen Sattel neben P. 2915. Das folgende Gratstück weist ein paar Kletterstellen auf, danach geht es einfacher bis an den Fuss von P. 3076. Hier quere ich etwas links und kraxle dann auf diesen Punkt hinauf, der von einem grossen Steinmann gekrönt ist. Der nächste Abschnitt ist wieder flacher, dann ist vor P. 3132 noch einmal eine Stufe zu erklettern (II). Über einen plattigen Abschnitt ist schliesslich bald die Gipfelkuppe erreicht, von wo es leicht zum höchsten Punkt geht. Das Gipfelbuch zeigt, dass sich hier wenige Besucher hinauf verirren - jährlich etwa 1-3 Einträge. Der anspruchsvolle Aufstieg vom Vernelasattel her (Nordgrat) scheint kaum je begangen zu werden. 

Beim Rückweg fallen um P. 3132 herum die Couloirs auf, die den Abstieg ins Vernela erlauben würden. Sie sehen allerdings nicht allzu bequem aus, so gehe ich lieber auf der gleichen Route zurück. Am Fuss von P. 3076 folge ich einzelnen Steinmännern, die eine alternative Route zeigen (von unten aus gesehen weiter links, statt in den Sattel bei P. 2915).

Zurück in Marangun bin ich froh, dass ich mich aufs Velo schwingen kann, statt das Tal hinaus zu marschieren! Wenn man zu Fuss aufgestiegen ist, kann es allerdings von Interesse sein, durchs Vernela auszusteigen, um im Idealfall bei Berghaus Vereina den Bus zu nehmen (nur auf Reservation). 

Tourengänger: Zaza


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