Steinbockglück auf dem Steinbock Trek


Publiziert von DanyWalker , 8. Juli 2017 um 09:43.

Region: Welt » Schweiz » Luzern
Tour Datum: 4 Juli 2017
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Brienzergrat   CH-BE   CH-LU   CH-OW   Hagleren und Giswilerstöcke 
Zeitbedarf: 2 Tage
Aufstieg: 1270 m
Abstieg: 1570 m
Strecke:21.5 Km

Steinbock Trek, so heisst die Zweitagestour von Sörenberg via Brienzer Rothorn und im grossen Bogen zurück nach Sörenberg. Das Gepäck für die Übernachtung auf dem Brienzer Rothorn wird per Bahn nachgereicht.

Sörenberg Flühli bildet die grösste Luzerner Gemeinde. Von dort aus wollen wir zum höchsten Punkt von Luzern, auf das Brienzer Rothorn auf einer Höhe von 2350 Meter.
Da die Bahn von Sörenberg nach Rossweid beim Steinbock Trek mitdabei ist, überwinden wir die ersten Höhenmeter mit der Gondel. Anschliessend ist es dann aber mit der Gemütlichkeit vorbei. Zuerst noch eher sanft ansteigend, wird der Weg dann immer steiler, und so führt uns der steile Weg hinauf zum Lättgässli. Ein Wegabschnitt der mit Stufen besetzt die restlichen Meter, zwischen den Felsen hindurch, zum Grat überwindet.
Und hier eröffnet sich schon bald die Sicht auf alles was Rang und Namen bei den Berner Alpen hat. Und unterhalb davon glitzert der blaue Brienzersee. Ein Weltspanorama.
Auf dem Grat sichten wir dann auch einer der Namensgeber des Treks. Ein grosser Steinbock ruht sich unterhalb des Grats in einer üppigen Wiese ein wenig aus. Ob wir heute noch weitere von diesen faszinierenden Tieren zu Gesicht bekommen werden?
Wir nehmen auf dem Weg zum Rothorn noch den Gipfel des Schongütsch mit, danach ist es bis zu unserem Etappenziel nicht mehr weit. Nach dem beobachten der abfahrenden Dampfbahn, steigen wir noch zum Gipfel hoch.
Anschliessend folgt das absolute Highlight. Nachdem der Rummel der Tagesgäste vorbei ist, erscheint ein Rudel Steinböcke. Bis zum Sonnenuntergang verweilen sie unmittelbar bei der Rothornstation, geniessen ihr Abendessen auf einer saftigen Wiese und ermöglichen uns somit unvergessliche Momente. Mit dem Sonnuntergang geht dann auch unser Tag zu ende. Es folgt eine Nacht im Massenlager. Es gibt zwei Sorten Menschen auf dieser Erde. Solche die im Massenlage gut schlafen, und solche die gar nicht schlafen können. Ich gehöre zu den letzteren. Es ist eine lange Nacht die nicht enden will. Viel Schlaf finde ich nicht, meine Freundin gar keinen.
Mit wenig Schlaf und grossem Hunger setzen wir uns um Acht Uhr zum Frühstück im Hotel Kulm hin, bevor unser Trek weiter geht. Die heutige Etappe birgt zwar weniger Höhenmeter als gestern, würde aber weiter gehen und länger dauern.
Zuerst hinunter und dann über den Eiseesattel nahe am See vorbei, führt der Weg hoch zum Arnihaaggen. Damit man aber dessen Gipfelkreuz erreicht, muss man auf einem schmalen Weg über eine sehr abschüssige Wiese wandern. Der Weg ist aber bei der gebotenen Vorsicht nicht gefährlich.
Der weitere Routenverlauf bis nach Schönbühl kann man als herrliche Panoramawanderung bezeichnen. Die Berner Alpen und der Brienzersee sind treue Begleiter auf diesem Abschnitt.
Danach geht es unterhalb des Giswilerstocks steil hinunter nach Glaubenbielen. Ab dort ändert sich die Szenerie schlagartig. Nicht nur Bäume und saftige Wiesen säumen unseren Weg, auch eine stark befahrene Passstrasse kreuzt den Wanderweg nach Sörenberg.
Von hier dauert es dann noch gut eine Stunde bis wir wieder an der Talstation Sörenberg/ Rossweid ankommen.
Unser Gepäck hat es leider noch nicht bis dorthin geschafft. Ein sichtlich besorgter Angestellter der Sörenberg Bahn, der wohl noch nie etwas von diesem Steinbock Trek Angebot gehört hat, bringt dann in Erfahrung, dass sich unser Koffer noch auf dem Brienzer Rothorn befindet. Via Rothornbahn und dem Postauto trifft der Koffer mit einer Stunde Verspätung bei uns ein.
Alle sieben Sachen wieder beieinander machen wir uns doch sehr müde auf den Heimweg. Dort erwartet uns ein Bett in ruhiger Atmosphäre. Wir schlafen wie Steine. :)



Tourengänger: DanyWalker

Galerie


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