Über das Hochmättli zum Murgsee


Publiziert von Frangge Pro , 13. Juni 2017 um 23:28.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum:11 Juni 2017
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GL   CH-SG   Schilt-Mürtschengruppe 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 1230 m
Abstieg: 1230 m

Eine schöne Frühsommerwanderung nicht zu weit von Zürich soll es sein. Eine Kollegin hat angefragt, mal wieder in die Berge zu gehen, schlussendlich fahren wir zu viert ins Murgtal, wo wir den Massen entwischen und dem Hochmättli auf den Gipfel steigen wollen.

Wir starten am unteren Parkplatz, wo wir freundlich in eine Lücke eingewiesen werden. Die Bützbrücke ist als ebendiese gekennzeichnet und direkt dahinter geht es ohne Umschweife bergauf. Auf nicht markiertem Weg geht es einfach und zügig zur Alp Bütz, wo wir den Wald verlassen und den ersten Blick auf den Wanderweg zum Murgsee unter uns und die vielen Wanderer auf ihrem Weg zum Berggasthaus Murgsee. Bis hierhin kann man sich nicht verlaufen, der Weg ist sehr gut sicht- und gehbar.

Für uns geht es aber erstmal weiter bergauf. Hinter der Hütte geht ein Pfad auf gleicher Höhe weiter und ein weniger stark sichtbarer bergauf, den wir dann unter die Füsse nehmen. Probleme mit übermässiger Vegetation hatten wir keine und der Pfad wird recht bald wieder deutlicher. Ein paar hundert Höhenmeter weiter oben können wir dann um den Pt 1994 herum Gemsen mit ihren Kitzen beobachten.

Wir steigen weiter zur Lücke auf, die Wegspuren sind nur noch sporadisch vorhanden, der Routenverlauf ist aber eindeutig. Kurz vor der Lücke, wo der Hang in direkter Linie sehr steil wird, biegt der Pfad links ab. Dort müssen kurz über eine Schneefeld und für die letzten Meter die angenehmste Spur finden. In der Lücke südwestlich von Pt 2156 erreichen wir den Grat und packen unser z'Mittag aus. Hier treffen wir auf die einzigen Mitwanderer bis wir wieder auf den offiziellen Wanderweg kommen. 

Unser weiterer Weg führt uns dann erst über das grosse Plateau des Hochmättligipfels, den Silberspitz lassen wir aus. Auf dem Plateau haben wir eine wunderschöne Aussicht auf die umliegenden Gipfel, vor allem den Mürtschenstock. Auch weiter in der Ferne haben wir ein wunderschönes Panorama.

Am Ende des Gipfelplateaus sieht es zunächst zu aus, als ob es keine vernünftige Möglichkeit abzusteigen gibt. Es zeigt sich dann aber schnell, dass der weitere Weg auch erst einmal problemlos ist und sich wie das letzte Stück zur Lücke im T4er Bereich bewegt. Teils hat es wieder Wegspuren, wohl von Wild und Vieh. Wir folgen dem Grat über das Chli Hochmättli und weiter über den Etscherzapfen, jetzt wieder ohne Pfad. Der westliche Gipfel des Etscherzapfen (Pt 2210) sieht dann doch etwas zu anspruchsvoll aus. Im Aufstieg unserer Richtung nach sind etwa drei Meter Kletterei im II Grad zu überwinden. Das ginge ja noch, auf der anderen Seite schaut es aber noch etwas anspruchsvoller aus, zumal das tiefrote Gestein nicht wirklich vertrauenserweckend aussieht.

Wir umgehen den Zacken auf der südlichen Seite und gehen das allerletzte Stück wieder auf dem Grat. Auf dem Wanderweg ist dann ganz schön was los, kein Wunder das Berggasthaus ist nahe und die Runde um das Hochmättli sicher auch schön.

Für uns beginnt der gemütliche Teil der Tour mit ausgiebiger Rast und einem gemütlichen Abstieg auf dem offiziellen Wanderweg zurück an den Murgbachfällen vorbei zum Auto.

Diese Tour gefällt, weil sie eher einsam, abwechslungsreich schöne Aussicht und auch ein paar Blumen am Grat bietet. Murgsee mit Beiz sind natürlich auch ein Pluspunkt, auf die Abkühlung im See habe ich dann doch verzichtet. Den Weg vom Murgsee zum Parkplatz fand ich dann zwar weniger spannend, er ist aber angenehm zu gehen. Das gleiche gilt auch für den Aufstieg zur Alp Bütz und den danach, dieser wurde ja in vergangenen Berichten als etwas mühsam und vernachlässigt geschildert, was ich so nicht bestätigen kann.


Tourengänger: Frangge


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