Stockhorn Südwestgrat


Publiziert von Felix Pro , 17. Juli 2017 um 11:42. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Bern » Simmental
Tour Datum:10 Juni 2017
Klettern Schwierigkeit: III (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE 
Aufstieg: 625 m
Abstieg: 625 m
Strecke:Mittelstation Chrindi - P. 1616 - Schwaderei - Oberstocke - P. 1957 - Strüssligrat - P. 2043 - Stockhorn Südwestgrat - Stockhorn - P. 2009 - Chummligrat - P. 1852 - P. 1631 - Mittelstation Chrindi
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW via Konolfingen, Autobahn Kiesen - Wimmis, nach Erlenbach; LSB nach Chrindi
Kartennummer:1207 - Thun

Nach der Fahrt mit der LSB zur Mittelstation Chrindi wandern wir bei guten Wetterbedingungen gemütlich (Rene mit Kreuzbandriss!) hinab zum Hinderstockesee und an dessen Ufer entlang zu P. 1616, wo der BWW über Schwaderei empor führt zum Berggasthaus Oberstockenalp.

 

Wir ziehen - bei viel Sonnenschein, noch … - auf dem streckenweise etwas ruppigen, hochtrittigen, Steig hoch zum westlichen Ausläufer des Massivs der Strüssliflue. Nach einer Kehrtwende steigen wir über die sehr abschüssige Wiese (im Winter nur mit äusserster Vorsicht zu begehen - vergleiche hier) hinauf zu P. 1957 auf dem Strüssligrat.

 

Diesem entlang folgen wir nun in moderater Steigung - dabei die Wolkendynamik an der Gantrischkette beobachtend - und erreichen so P. 2043, wo der BWW von der Baachegg heraufzieht resp. einmündet.

Die Wolken haben während unserer Klettervorbereitung nun auch unser Kletter- und Gipfelziel erreicht, so dass wir - mindestens temperaturmässig ;-) - nicht ins Schwitzen kommen. Die ersten Meter am Südwestgrat könnten auch rechts im Schrofengelände einfach erklommen werden, doch es heisst, „man“ steige sogleich in den Fels ein … Sehr kompakt und mit guten Griffen und Tritten ausgestattet, bereitet es auch mir, nachdem sich die anfängliche Nervosität gelegt hat, Freude, im ausgezeichneten, also festen, Fels hochzuklettern. Die gesamte Route ist zudem grosszügig mit Bohrhaken versehen, so dass bestens gesichert werden kann. Steile Felspartien wechseln ab mit Schrofengelände, in welchem auch immer wieder hübsche Blumen anzutreffen sind. Am Fels unterwegs, mache ich wiederum - wie hier - die (gute) Erfahrung, dass ich mich auch in luftigeren Stellen im (ziemlich) grünen Bereich fortbewegen kann, wenn ich mich auf gut sichernde Vorsteiger(innen) verlassen kann J

Zwei Passagen bereiten mir doch etwas weniger Freude; einmal ist die Umgehung einer IV-er-Stelle sehr exponiert - ohne Seilsicherung würde ich da wohl nicht durch - und dann ist auch die Plattenflucht doch luftig, v.a. jedoch kaum mit Haltepunkten versehen; vorsteigen möchte ich da nicht …

Nach dieser sind die grössten Schwierigkeiten vorbei, und die Sonne setzt sich wieder durch, so dass wir glücklich am Gipfelkamm - einige Meter vom Touristengipfel Stockhorn entfernt - unsere Mittagsrast abhalten und den Erfolg geniessen können.

 

Nach dem kurzen Abstieg auf die Höhe von Bergstation und Restaurant, durchschreiten wir den Stollen und besuchen die an der senkrecht abfallenden Nordwand angebrachte Aussichtsplattform. Nach einem Abschlussgetränk auf der Sonnenterrasse verabschieden wir uns von mazeno und Rene, welche beide die knieschonende Variante mittels LSB wählen.

Wir jedoch folgen für den ersten Teil des Abstiegs hinunter zu P. 2009 dem BWW,  und verlassen wenig später den ins Chummli führenden Weg, um über die Dritti, Zweiti und Ersti Schnyde dem manchmal schmalen, steilen und leicht luftigen Grat nach Osten zu P. 1852 abzusteigen; gern beschreiten wir diese reizvollere, oft (auch heute) gesperrte, Alternative zum offiziellen Weg.

 

Nach einem kurzen Wegstück auf dem BWW (nach Oberbärgli) verlassen wir die markierte Route, und steigen direkt in südlicher Richtung auf gelegentlich wenig deutlichem Weglein ab zu P. 1631. Über dem Hinderstockesee traversieren wir hinüber zur Einmündung in den WW; nun ist abschliessend die Gegensteigung zur Mittelstation Chrindi zurückzulegen - wo auch wir die LSB zur Rückkehr ins Tal nach Erlenbach benutzen.

 

unterwegs mit Rene (tiefblick63) 


Tourengänger: Ursula, Felix, mazeno

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