Hengst durch die Südwand


Publiziert von avistar , 6. März 2009 um 17:19.

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum: 4 März 2009
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT5 - Alpine Schneeschuhtour
Zeitbedarf: 9:00
Aufstieg: 700 m
Abstieg: 700 m
Strecke:Chäppeliberg - Berg - Martschen - Chäppelibergwald - Hengst
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Sisikon - Riemenstalden - Parkplatz Seilbahnstation Chäppeliberg

Nachdem wir ursprünglich eine Tour im Muotathal geplant hatten (Chupferberg), aber die Zufahrt an jenem Tag wegen eines Erdrutsches auf der Hauptstrasse gesperrt war, sind wir ins Riemenstaldental ausgewichen und haben eine spontane Tour ohne Kartenmaterial unternommen. Das Wetter war schön und klar, oben auf dem Grat war es jedoch aufgrund des Föhns sehr stürmisch.

Start im Riemenstaldental bei der Seilbahnstation Chäppeliberg (1184m). Anstieg über Berg und Pt.1291m rechts am Chäppelibergwald vorbei direkt in ein Culoir hinein, das geradlinig durch die beiden markanten Felszacken auf den Gipfel führt. Auf ca. 1700m teilt sich das Culoir vor einer Felsnase in zwei Rinnen auf, wobei man bevorzugt die rechte Rinne nimmt (links würde es evtl. auch gehen, aber da wir nach ca. 100m den weiteren Verlauf - man müsste nach rechts queren und wieder ein paar Meter in die rechte Rinne absteigen - nicht erkennen konnten, sind wir wieder bis zur Felsnase abgestiegen und haben die Tour durch die rechte Rinne fortgesetzt). Auf ca. 1800m dreht man wiederum nach links und klettert die letzten Meter direkt in steiler Rinne zum Gipfelgrat.

Der Abstieg stellte das grössere Hindernis dar, da wir keine Karte von dieser Region dabei hatten. Von unten her hatten wir am Morgen einen möglichen Abstieg ausgemacht (Wandeli, zwischen Hengst und Chlingenstock...diesen würde ich in Zukunft auch bevorzugen). Wir sind jedoch irrtümmlich schon bei Punkt 1851m abgestiegen, zuerst über steile und rutschige Grasflanken und nachdem wir die Steigeisen wieder montiert hatten durch ein Culoir, welches durch den Chäppelibergwald führt, hinab ins Tal.

Die Verhältnisse an diesem Tag waren optimal. Der Schnee war durchgehend hart gefroren und die meisten Schneemassen bezw. Lawinen waren bereits früher abgegangen, so dass kein Lawinenrisiko bestand. Einzig der Sturm setzte uns ein wenig zu, da einem immer wieder Böen aus dem Stand rissen und der Schnee wie Sand ins Gesicht getrieben wurde.

Tour gemacht mit Mario Sigg

Luke, Mario


Tourengänger: avistar

Galerie


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