Mt Kimball (2207m) - Aufstieg zu einer Skyisland


Publiziert von MicheleK , 3. März 2009 um 01:33.

Region: Welt » United States » Arizona
Tour Datum:22 Januar 2009
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: USA 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 1250 m
Abstieg: 1250 m
Strecke:Finger Rock Trail Head (508469E, 3577770N)
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Von Central Tucson in N Richtung bis zum Ende der Swan Rd, dann Skyline Drive und Alvernon Rd bis zum Parkplatz bein Trailhead.
Zufahrt zum Ankunftspunkt:idem
Unterkunftmöglichkeiten:Hotels in Tucson
Kartennummer:Green Trail Maps Santa Catalina Mountains MAP 2886S

Am Rande der Millionenstadt Tucson erhebt sich das wilde Santa Catalina Gebirge bis auf knapp 2800m. Hier kann man an einem Tag ueber vier Vegetationszonen von der extrem trockenen Sonorawueste bis zu den sogenannten "Skyislands" (Himmelsinseln) aufsteigen: so werden naehmlich die hoechsten Gipfel der Catalinas genannt weil einzig hier oberhalb von 1600m die Vegetation aus Eichen- und Tannenwaelder besteht.

Dies hat mich so fasziniert, ist doch in den Alpen dies genau das Gegenteil - auf ca. 2000m endet der Tannenwald. In den Santa Catalinas, ab ca. 1600m, ist die Temperatur hingegen endlich fuer 'normale' Baeume kuehl genug. Im Winter liegt hier ab 2400m konstant Schnee und das kleine Skigebiet am Mount Lemmon ist dann auch das suedlichste Skigebiet der USA :-))

...von der Wueste in den Schnee...

An dem Donnerstag war es trueb und regnerisch - was das Ganze erst recht  interessant machte - nehmen doch Gerueche in der Wueste bei Regen eine neue Dimension an und alles wirkt noch surrealer...

Gestartet bin ich um Vormittags 9 Uhr am Trailhead des Finger Rock Canyons in den Catalina Foothills auf 950m. Dieses Tal bekommt seinen Namen durch eines der Wahrzeichen der Catalinas, dem markanten Finger Rock. Der Trail fuehrt zunaechst die ersten 2km leicht ansteigend im Talboden inmitten von Riesen Saguarokakteen und stacheliger Vegetation dem trockenen Bachbett entlang zu finger Rock Spring.

Der Canyon wird nun immer enger mit fast senkrechten roten Felswaenden: der Weg steigt nun etwas steil, sich den Durchgang zwischen den senkrechten Felswaenden suchend, entlang der orographisch linken Talseite hoch und eine grandiose Sicht in den oberen Teil des Canyons eroeffnet sich. Ab ca. 1200 M.u.M geht die Vegetation in gelblich/braun bis rosa getoentes Grasland ueber, ueberzogen mit seltsamen Pflanzen. Der Weg zieht sich nun entlang der Canyonflanke und gewinnt effizient an Hoehe. Ab 1600m wechselt die Vegetationszone und man durchstreift  wunderbare Eichenwaelder: hier ist die Dichte und Groesse der Kakteen markant kleiner dafuer die Busch- und Felsenlandschaft grossartig - eine ideale Zone zum biwakieren! Der steigt nun relativ sanft weiter zu einem Pass auf 2100m: hier auch die Verzweigung zum Ventana Canyon oder Esperero Canyon - zwei weitere Taeler. Nun, nach NO abbiegend, steigt man weiter durch nebelige Tannenwaelder in 30min zum Gipfel des Mt Kimball.

Auf dem Gipfel erwartete mich leider dann voelliges "whiteout" - ich hatte im Nebel nicht mehr als 20m Sicht und es war ziemlich kalt und nass. Schade, denn die Aussicht ist von hieroben auf das 1500m tiefer liegende Tucson und das gesamte Catalina Gebirge einfach genial.

Auf gleichen Weg zurueck zum start - zulezt unter stroemendem Regen.

Immer gut ersichtlicher aber bis auf kleine Steinmaenner durchwegs unmarkierter Trail. Bei vermeintlichen Abzweigungen oder bei Spitzkehren in der steilen Flanke muss man ab und zu gut aufpassen dass man nicht den "Rank" verpasst.

Tour im Alleingang.

Tourengänger: MicheleK

Galerie


Slideshow In einem neuen Fenster öffnen · Im gleichen Fenster öffnen


Kommentar hinzufügen»