Via Neualpspitze und Dürrekopfspitze auf die Knittelkarspitze


Publiziert von mabon , 30. Mai 2017 um 00:01.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Lechtaler Alpen
Tour Datum:26 Mai 2017
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 1 Tage 12:00
Aufstieg: 1400 m
Abstieg: 1200 m
Strecke:Rauth - Rotlechstausee - Stiegalpe - Liegfeistbach - Hochkarbach - Neualplspitze - Hochkarjoch - Dürrebergkopf - Knittelkarspitze - Knittelkarkopf - Kelmer Jöchl - Kelmen
Kartennummer:Kompass 24 & DAV 3/4

Vor fünf Jahren begab ich mich schon einmal in das gottverlassene Liegfeisttal, um auf den *Keil zu gelangen. Während weiland Rieden den Startpunkt bildete, sollte anno 2017 die Tour von Rauth aus beginnen. 

Über den so genannten "Schluchtwanderweg" geht es gemütlich zum Rotlech-Stausee und wenig später zur Stiegalpe. Dort passieren wir eine Brücke erst westwärts und dann südwärts über eine Forststraße in das Liegfeisttal hinein. 

Besagte Straße endet kurz nach der Stelle, an der sich Mitterkar- und Hochkarbach zum Liegfeistbach vereinen. Wir wählen den Hochkarbach und folgen diesem, - mehrere Uferwechsel inklusive -  bis er sich stark verengt und kühn aufragende Wände den Weg versperren.

Wir erklimmen die steile Westuferböschung und gehen nun weit oberhalb des Baches durch lichten, weglosen Wald hinan. Schon bald öffnet sich die Szenerie und wir erblicken das Hochkar, welches links hinten von der Knittelkarspitze dominiert wird.

In das Hochkar wollen wir jedoch nicht, sondern in das hiervon nordwestlich gelegene, namenlose Kar, welches zwischen Dürrekopfspitze und Keil liegt. Hier entspringt der Hochkarbach, dem wir eine Zeitlang im Wesentlichen folgen, bis wir eine breite, markante und steile Schuttrinne nordwestwärts gen Keil ansteigen.

Jetzt geht es erst west- dann südwestwärts entlang des Keils durch sperrende, enge Latschenfelder die sich als äußerst zeitraubend erweisen. Eine Stunde später geben die Latschen den Weg in das schneebedeckte, namenlose Kar frei.

Wir peilen den vermuteten Schnittpunkt von Neualpspitze und Keil an, kommen jedoch zu weit nördlich heraus und finden uns auf dem wilden Verbindungsgrat zwischen Neualpspitze und Keil wieder. Da heute eine ausgesetzte Kletterei nicht eingeplant und die Zeit schon weit vorangeschritten war, steigen wir wieder ab und finden weiter westlich den gesuchten Schnittpunkt.
 
Jetzt wird die Wanderung deutlich einfacher. Stets den Grat entlang geht es hinab zum Hochkarsattel. Nun wieder hinan zur Dürrekopfspitze. Von dort abermals hinab zur namenlosen Einsattelung zwischen Dürrekopfspitze und Knittelkarspitze.

Es folgt der schöne Westgratanstieg zur Knittelkarspitze. In der oberen Hälfte wechseln wir in deren Westflanke, die kurz vor dem Gipfelkreuz verlassen wird, um via *Südgrat den Schlussanstieg zu vollziehen. Bitte kurz vor dem Einstieg in den Südgrat auf die trügerische Schuttfläche achten, da sich darunter abschüssige Platten verbergen. Erhöthe Abrutschgefahr!

Der Abstieg erfolgte via Knittelkarkopf nach Kelmen. Dort nahm uns des Nächtens ein Jäger aus Heiterwang mit nach Rauth.

Das war schon das dritte Mal, dass mich in den Lechtalern ein Jäger bei einbrechender Dunkelheit mitnahm. Wie schon am Parseier und der Heiterwand, wollte auch dieser Jäger kein Geld als Dankeschön. Naja, wenigstens durfte ich seine Eierkartons auf dem Rücksitz schützen. Zumindest waren in Rauth noch alle Eier heil...


Tourengänger: mabon

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Kommentare (2)


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Andy84 Pro hat gesagt:
Gesendet am 30. Mai 2017 um 13:37
Schöne Tour, Glückwunsch.
VG Andy

mabon hat gesagt: RE:
Gesendet am 30. Mai 2017 um 13:40
Herzlichen Dank!

War auch wettermäßig ideal.

Dir weiterhin viel Freude in den Bergen

mabon


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