Pazolastock - Rossbodenstock - Six Madun


Publiziert von D!nu , 6. Mai 2017 um 22:42.

Region: Welt » Schweiz » Uri
Tour Datum: 5 Mai 2017
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Ski Schwierigkeit: ZS-
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR   CH-UR 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 1709 m
Abstieg: 1706 m
Strecke:16,2 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Oberalppass

Ein weiterer toller Tag in den Bergen steht bevor. Für Freitag meldet der Wetterdienst sonnigstes Wetter, vor und danach Regen. Für mich Grund genug, einen Frei-Tag am Freitag zu beziehen und die "Berge zu rocken".

Auf dem Oberalp starte ich meine Tour. Zu jederzeit im Hinterkopf, die Tour abzukürzen. Mein Ziel: Pazolastock, Tumsli, Rossbodenstock, Six Madun und allenfalls den Piz Trovat. Als ich starte sind die Verhältnisse optimal. Die Sonne wird von Wolken bedeckt. Der Schnee ist angefroren und die Temparatur ideal für Bestleistungen :-D Bereits vor dem Ostgrat des Pazolastockes treffe ich auf die Sonne und die Temperatur erhöht sich um gefühlte 10 Grad. Die Querung am steilen Ostgrat des Pazolastockes erweist sich als erste Schlüsselstelle. Am Morgen ist diese jedoch noch bestens begehbar, da der Schnee noch dermassen Hart ist wie die Kante meiner Skier. Nach einem weiteren kurzen Anstieg gelange ich auf den Grat und von diesem auf den Gipfel des Pazolastockes. Nach einem kurzen Schluck Wasser geht meine Reise weiter. Der Schwierigkeitsgrad nimmt zu. Zwar finde ich den Weg über den Grat rasch, doch ist Vorsicht geboten.Dank früher Morgenstunde und hartem Schnee komme ich gut vorwärts. Der Tumsli ist schnell überstiegen und ich gelange zur Martschallücke. Kurz nach dieser Lücke gelange ich an die Schlüsselstelle des Grates zwischen Pazolastock und Rossbodenstock. Zumindest mache ich hier von meinem Pickel gebrauch und montiere die Skier für ein paar Höhenmeter auf den Rucksack.

Nach dieser Schlüsselstelle spure ich im Zickzack dem Grat entlang hinauf, auf das Hochplateau. Beim Gipfelkreuz des Rossbodenstock geniesse ich meine kurze Mittagspause, während mein Blick über das ganze Panorama streift. Anschliessend sattelte ich mich um für die Abfahrt. Grundsätzlich wollte ich möglichst wenige Höhenmeter verlieren und suchte vergebens eine Traverse, bei der ich nicht anfellen musste. Schlussendlich landete ich beim "Lai da Tuma" unten, bei welchem ich auf Dutzende aufgewachter Murmeltiere traf. Dies bereitete mir soviel Freude, dass ich für ein paar Minuten Platz nahm und dem wilden Treiben zusah. Die Murmeltiere kamen schon nach wenigen Minuten wieder aus ihren Löchern geschlüpft und genossen - wie ich - die wärmende Sonne.

Diese wärmende Sonne wurde beim Aufstieg zum Six Madun zur Qual. Im windstillen Tal presste es mir den Schweiss aus der Stirn. Die Stollenbildung an den Fellen wurde zur Last. Trotzdem gelangte ich später mit grosser Freude beim Skidepot des Six Maduns an. Damit ich für einen Überstieg gewappnet bin, binde ich mir die Skier auf den Rucksack. Mit einer anderen Gruppe geniesse ich schon nach wenigen Schritten das gewaltige Panorama. Die Verhältnisse waren dermassen gut, dass der Aufstieg ohne Steigeisen und Pickel möglich war. Da auf der Südseite keine Spur sichtbar war und mir der Grat für einen Solo Überstieg zu ausgesetzt schien, machte ich mich auf den Weg, zurück zum Skidepot. Via "Lai da Tuma" genoss ich eine tolle Abfahrt, hinunter zur Alp Milez bei der Operalppassstrasse. Der Gegenaufstieg zur Passhöhe war dann noch die Krönung der Tour. In sulzigem Frühlingsschnee stampfte ich parallel zur Passstrasse hinauf zur Rheinquelle.

Tourengänger: D!nu


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