Tresch, put Tiarms up in the air, Felli an, und Rien ins Tal!


Publiziert von Polder , 9. April 2017 um 18:10.

Region: Welt » Schweiz » Uri
Tour Datum: 7 April 2017
Ski Schwierigkeit: ZS+
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR   CH-UR 
Zeitbedarf: 2 Tage
Aufstieg: 2550 m
Abstieg: 3450 m

Zwei Skitourentage bei besten Verhältnissen, am ersten Tag soll's schon eine rechte Skitour sein (und nicht allein ein Hüttenaufstieg) und wenig Leute haben - schliesslich setzte sich Oberalp-Tresch (wo wir noch nie waren) gegen Ruggtubel und anderes durch. Zum Preis einer schattigen Hütte, eines Talhatschers hinab und wieder hinauf und etwas Grüebu am Schluss erlebten wir völlige Einsamkeit, tolle unverfahrene Hänge und teilweise butterweichen Firn.

Start gegen 11 am Oberalppass, das nicht allzu heisse Wetter, und wenig, aber kompakter Schnee verhiessen auch nachmittags nur geringe Lawinengefahr. Leider nebelte es kurz vor dem Tiarms-Gipfel überraschend ein, zudem waren die tiefen Löcher im Blockgrat nur ungut verschneit, sodass wir vom obersten Ende der steilen W-Flanke auf das Gipfelstürmchen verzichteten. Zuoberst in der steilen (und nicht überaus üppig eingeschneiten) Abfahrt auch noch schlechte Sicht, in den unteren, steilen Traumhängen gen das Fellital hinunter dann endlich gut - ein paar cm feuchter Schnee auf harter Unterlage bescherten dort eine Traumabfahrt, bevor es im Flachen zu bremsig wurde. Skidepot auf knapp 1600 m, und eine halbe Std. zu Fuss runter zur zu tief und zu schattig gelegenen (aber ansonsten perfekt ausgestatteten) Treschhütte - Hauptattraktion dabei die aus der Winterstarre (im Bach?) auferstandenen Grasfrösche, die über den Schnee den Tümpeln und Bächen zu hüpften.

Am nächsten Tag vor 7 Aufbruch zurück zu den Skiern, über die ersten Steilstüfchen im Tal eher mühsam empor und vor der Fellilücke in prächtigem Steilaufstieg ins Tal zur Rientallücke empor, deren oberste250 Hm ich nochmals abfuhr. Laaaange Lückenrast, bevor uns um halb eins die Westhänge auch al dente dünkten - in der Tat, absoluter Traumsulz bis auf ca. 2100 runter, von da tw. sehr steile und harte Querung und Abfahrt in den Fall, wo uns die weitere Schrägfahrt etwas gar unübersichtlich und verwachsen erschien. Deshalb ca. 200 Hm Wiederaufstieg über schöne Gesimse und steile Stufen - der Schnee nach wie vor perfekt tragend - , bis wir die Querung über den nächsten Graben einsehen konnten. Schöne Hänge lockten uns danach in die Tiefe, brachten uns aber unten in grüebeliges Gelände, zum Glück aber auch auf den Weg unterhalb Waldstafel. Auf diesem noch erstaunlich weit abfahrend (und rutschend, mit einigen Tragepassagen), bis auf ca. 1400m endgültig Schluss war. Bequemer Weg runter, weniger bequem der laaange Umweg in Göschenen bis über die Tunnelportale hoch und wieder zurück.... Dafür dann doppelt laaange Sonnenrast auf der Dorfwiese, mit Käsewähe vom Beck und perfektem Blick auf das Getane, bis um 6 der einzige Direktzug heimwärts fuhr.

Fazit: Exklusive Zweitagestour, aber mit einigen Beschwerlichkeiten, die sie nicht zu einer Standardtour werden lassen... Wenn man im Riental nicht im Graben abfahren kann (was wohl meist der Fall ist), dann vielleicht eher schon auf 2200 queren und wiederaufsteigen zum Gütsch!

Tourengänger: Polder


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