Tödi Piz Russein Eintagestour


Publiziert von straessle , 20. März 2017 um 16:01.

Region: Welt » Schweiz » Glarus
Tour Datum:17 März 2017
Hochtouren Schwierigkeit: WS+
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Ski Schwierigkeit: S
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GL   CH-GR   Tödigruppe 
Zeitbedarf: 13:00
Aufstieg: 2807 m
Abstieg: 2807 m
Strecke:Tierfehd - Hintersand - Tetiwang - Biffertengeletscher - Schneerus - Piz Russein - RETOUR
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Auto nach Tierfehd

Diese Tour in einem Tag anzugehen ist ambitioniert und sicher auch etwas unvernünftig. Der höchste Glarner hat uns von der Quaibrücke in Zürich aus aber schon lange gereizt. Die Eintagesvariante hat zusätzlichen Pfeffer, ist aber auch dem Wetter und den begrenzten Ferientagen geschuldet. Das Wetter war bis Abends sonnig prognostiziert und der Lawinenbericht sagte mässig an.
An diesem 17.3.17 geht s um 02.30h nach einer kurzen Nach im Campingbus bei Mondlicht los. Aufgrund der steilen seitlichen Wände war dann die Stirnlampe doch nötig.
Die Idee den ersten Teil mit den Bike's zurück zu legen war zu dieser Jahreszeit verwegen, da nach dem ersten sehr steilen (stossen der Bike's) Abschnitt die Strasse mit Schnee zugedeckt war und wir schon bald die Ski angeschnallt haben.
Um 5.45h geht es dann endlich hoch. Über mühsame Lawinenkegel und den Wald erreichen wir Tetiwang, wo wir von einem älteren Herrn überholt werden, der die gleiche eine Eintagestour angegangen ist. Es sollte die einzige Begegnung mit Menschen auf dieser Tour bleiben.
Über die erste,  steilen und doch rutschige Geländestufe kommen wir zum ersten Gletscherabbruch. Anders als unser Mitstreiter, der den Abbruch in der Mitte mit viel Mühe überwindet entscheiden wir uns für das Schneefeld links des Gletscherfeldes. Das war die richtige Entscheidung und hat uns viel Zeit und Kraft erspart. Über das grosse Feld von Eis und Schneelawinenkegel visieren wir den Schneerus an. Wieder wählt der ältere Mann die direkte Variante über den zweiten Abbruch. Wir aber mühen uns den mittlerweile schon weich gewordenen Schneerus hoch, was wir als doch die sicherere Variante erachteten. Der weiche Schnee im engen Couloir macht uns doch müde und wir erreichen das obere Ende des Schneerus um ca. 10.30h.
Nach einer Pause geht es über kompakten, windgepressten Schnee und stabile Schneebrücken immer schön weiter hoch. um 12.30h erreichen wir den Gipfel, wo uns der Wind fast gleich wieder runterbläst.
Das wolkenlose Panorama ist eindrücklich und entschädigt für den mühsamen Aufstieg.
Die Abfahrt ist anfangs sehr einfach und die Verhältnisse ansprechend. Der Schneerus ist leider schon wieder angefroren und das Abrutschen ein Abenteuer. Unten schliesslich wird der Schnee zu Match und das Stöckeln entlang dem Bach eine Tortur. 
Etwas mehr als 13h später erreichen wir endlich wieder unseren Bus und machen uns auf die Heimfahrt.
Der Tödi kann man empfehlen, doch zwei Tage würden die Sache schon angenehmer gestalten.

Tourengänger: straessle

Galerie


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