Gnipen 1566m via Bergsturz und Abstieg "via sasso secreto"


Publiziert von Bombo , 26. Februar 2017 um 19:36.

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum:26 Februar 2017
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: Ross- und Zugerberggebiet   CH-SZ   CH-ZG 
Aufstieg: 650 m
Abstieg: 650 m
Strecke:Restaurant Gribsch - Felssturz - Fixseil - Gnipen Gipfelkreuz - Gnipen 1566m - Abstieg richtung Althütte (jedoch immer bei der Abbruchkante bleiben) - ca. 1140m "via sasso secreto" - Felssturz - Restaurant Gribsch
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit PW bis Rest. Gribsch, PP für Gäste des Restaurants vorhanden.

"Via sasso secreto"


Die von gestern müden Beine brauchten heute Erholung, ebenso tat es dem immer grösser werdenden Schlafmanko gut, wenigstens wieder einmal einen Bonus statt einen Malus zu erhalten. Kommt noch dazu, dass der Frühling an die Pforte klopft - da kommt der Südanstieg über den Bergsturz auf den Gnipen 1566m wie gerufen. 

Über den bereits bekannten Pfad starten wir vom Gasthaus Gribsch 960m in das Botanikparadis und erreichen wenig unterhalb des Gipfelkreuzes das Seil, welches ein wenig versteckt einem über die letzten felsigen Meter hinauf zum Gipfel des Gnipen 1566m hilft. Das Seil hat den Winter gut überstanden und ist nach wie vor in einem guten Zustand.

Wir geniessen die verdiente Gipfelpause und wollen nun den Abstieg via Althütte ausprobieren. Irgendwo führt dort noch ein geheimnisvoller (ital. "secreto") Pfad mitten durch Felsen hinunter ins Bergsturzgebiet - von unten gesehen eigentlich überhaupt nicht möglich. Man sagte mir einst, bei einem "Stein" (ital. "sasso") gehe es runter - nur Steine gibt es auf dem Weg hinunter zuhauf. Doch tatsächlich, der gute Spürsinn - und später auch noch das Auge für eine markante weisse Markierung - hilft weiter: Auf ca. 1140m führt bei einem "Sasso" der Pfad rechts hinunter - nichts für Gutgenährte, sogar Schlankgebaute müssen anfangs kurz den Bauch einziehen. Bleibt man immer auf dem gut ersichtlichen Pfad, zwischenzeitlich auch kurz mit einer kleinen Gegensteigung, so erreicht man einen Felsdurchgang, welcher vermutlich als Kraftort durchgehen würde. Krass, wie klein der Mensch an dieser Stelle ist - oder anders gesagt: wie gewaltig eben die Natur ist und hoffentlich auch immer bleibt. Wir folgen weiter den Spuren und erreichen wieder den Pfad, welcher durch den Felsabbruch führt. Auf diesem geht es wie bereits im Aufstieg zurück zum Gasthaus Gribsch 960m.

Fazit: Rauf via Bergsturz und Fixseil, runter "via sasso secreto" - eine äusserst gelungene und auf jeden Fall sehr zu empfehlende Variante. Definitiv abseits des Rossbergstromes, welcher an schönen Tagen (zu recht!) auf markierten Wanderwegen hinauf- bzw. hinunterwandert. Dazu heute noch das meiste im T-Shirt - der Frühling scheint nicht mehr weit weg zu sein.


Tourengänger: Bombo, Schusli

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Geodaten
 34225.gpx Via Sasso Secreto

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Kommentare (2)


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Stijn Pro hat gesagt:
Gesendet am 25. März 2017 um 18:07
Ich habe heute etwa die gleiche Tour gemacht: Aufstieg mit dem Fixseil und Absteig durch den Sasso Secreto (warum eigentlich ein Name auf Italienisch?). Perfekte Bedingungen im Moment, alles trocken. Die Tour ist aber schon etwas ernsthafter als T2, nicht? Vielen Dank für die Bescheibung und die Inspiration!

Bombo hat gesagt: RE:
Gesendet am 25. März 2017 um 18:32
Cool! Gratuliere, immer wieder eine Reise wert.

In dieser Variante ist auch ein T3 vertretbar, wobei es sich nur auf die Schlüsselstellen bezieht.

Sasso secreto? War einfach der erste Gedanke. Der Name, von welchem es bestimmt eine einheimische Bezeichnung gibt ist definitiv nicht in Stein bzw Sasso gemeisselt ;-)

Gruss


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