Gäbris - mit Schneeschuhen im Grünen


Publiziert von CampoTencia Pro , 5. Februar 2017 um 19:07. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Appenzell
Tour Datum: 2 Februar 2017
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT1 - Leichte Schneeschuhwanderung
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-AR 
Zeitbedarf: 5:30
Aufstieg: 700 m
Abstieg: 610 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit der Appenzeller-Bahn von St. Gallen nach cff logo Bühler
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Von cff logo Gais mit der Appenzeller-Bahn nach St. Gallen

Mit den Schneeschuhen im Grünen? Falscher Kalender? Oder hätten wir uns doch vorher bei Seeger erkundigen sollen?
 
Schon beim Bahnhof Bühler stellen wir fest, dass Glätte herrscht und Vorsicht beim Gehen angezeigt ist. Wir benutzen unsere Stöcke, als wir den Wanderweg nach Steig einschlagen. Wo immer möglich, weichen wir in die Wiese neben dem Strässchen aus. Die Situation bessert sich, als wir nach Zistenegg in den harten Schnee ausweichen können. Viel Schnee liegt nicht mehr, auch der Blick zum Alpstein zeigt viele apere Stellen. Dafür entschädigt uns der Sonnenschein und wir geniessen es, die einzelnen Tafeln des Themenwanderweges 'Rond om Bühler' zu betrachten. Allerlei Wissenswertes gibt es da, einen Appenzeller Witz zum Schmunzeln und alte Appenzeller Rezepte.
 
Schnee gibt es immer noch nicht genug, dass es sich lohnen würde, die Schneeschuhe zu montieren. So wandern wir 'barfuss' über Wissegg zur Höchi Bueche / Hohen Buche hoch. Die Temperatur wäre mit 11oC angenehm, aber der starke Föhn bläst durch alle Kleideröffnungen. Wir steigen anschliessend gegen Wissegg ab. Der Wanderweg führt danach über Breitenebnet nach Moos hoch. Es wird wieder steiler, stellenweise ähnelt der Weg einem gefrorenen Bachbett, sodass wir in die Wiese ausweichen und dort unser Fortkommen versuchen. Bald stehen wir beim Windkraftwerk Chürstein. Das Windrad dreht sich zur Zeit aber nicht. Durch den Wald steigen wir auf den Gäbris hoch. Der höchste Punkt befindet sich auf einer kleinen Lichtung mitten im Wald, den Rundumblick ins Appenzellerland muss man sich denken. Wir ziehen gleich weiter und stehen bald auf der Ebene vor dem Gasthaus Oberer Gäbris, wo wir uns einen Saft vom Fass gönnen.
 
Bis zum zugefrorenen Gäbrisseelein folgen wir der Strasse. Schilfstängel, die aus dem Eis ragen, bieten einen ungewohnten Anblick. An einer Feuerstelle brät eine Familie mit Kindern Teig am Stock. Das erinnert an die eigene Kindheit. Beim Ferienheim in Schwäbrig halten wir eine kurze Mittagsrast. Hier liegt mehr Schnee und mit den Schneeschuhen an den Füssen sinken wir nicht mehr ein, sodass das Vorwärtskommen durch das Riet angenehm möglich wird. In der Steigung durch den Wald hoch auf die Hügelkette Sommersberg ist der Schnee aber schon wieder Mangelware und oben auf der Krete ziehen wir sie deshalb schon wieder ab. Vier Milane kreisen über den schneefreien Wiesen, wohl auf der Suche nach Futter. Wir versuchen, die eleganten Vögel im Flug zu fotografieren, es gelingt uns aber leider nicht. Die Wirtschaft Sommersberg hat Ferienzeit, aber für den Durstigen wird Selbstbedienung angeboten. Über den Kamm erreichen wir den Wald, in dem der Weg total schneefrei über ungewöhnlich viele Wurzeln der Nadelbäume hinunter führt. Wieder im Freien dürfen wir uns noch einmal durch schneebedecktes Gelände bewegen und erreichen bald Gais, wo wir beim Bahnhof windgeschützt mit Kaffee und Bier auf die Appenzeller Bahn warten.
 

Tourengänger: CampoTencia, Krokus


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