nach 4 Jahren wieder alpin am Napf unterwegs


Publiziert von Felix Pro , 2. Februar 2017 um 21:25. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Luzern
Tour Datum: 8 Januar 2017
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Eisklettern Schwierigkeit: WI1
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE   Napf   CH-LU 
Aufstieg: 460 m
Abstieg: 460 m
Strecke:Parkplatz Änziwald - Fluehütte - P. 1048 - Eisfall-Weg - Alperosewäg|HP-Pfad - Hängst SW - Napf - 104er - Fluehütte - Parkplatz Änziwald
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW via Hüswil - Hofstatt und Hübeli zum Parkplatz Änziwald
Kartennummer:1149 - Wolhusen

Vor knapp vier Jahren wagten wir uns erstmal auf die Winter-Eis-Route auf den Napf, der schneebedeckten und meist zugefrorenen Änziwigger im Quellgebiet hoch. Wiederum starten wir bei trübem Wetter am Änziwald Parkplatz, auch heute wieder bei bedecktem Himmel - doch mit beträchtlich weniger Schnee als damals …

 

Nach der Wanderung dem Bach entlang taleinwärts, an der Fluehütte vorbei, gewinnen wir die kleine Schwemmebene (lockeres Nagelfluhgestein) des Baches; hier rüsten wir uns aus - mit Helm, Steigeisen und Pickel. Danach geht’s los in die wiederum fantastische Schluchtlandschaft der hintersten, jungen, Änziwigger.

In eine faszinierende Landschaft tauchen wir auch heute wieder ein; gleich wartet ein erster vereister Aufschwung über eine Felsstufe des Baches, danach stapfen wir diesem entlang weiter - mal mit unbedeutender, dann wieder etwas grösserer, Schneedecke. Die Schlucht wird zusehends abenteuerlicher, wilder - der beste Durchgang durch die zahlreichen, teils mächtig grossen, Felsblöcke, und über weitere Bachstufen muss jeweils ausgetestet werden.

Der Eisfallweg bietet auch heute ein unglaublich anregendes Erlebnis! So ist auch im zweiten Abschnitt eine von grossen Felsbrocken versperrte Passage um diese herum steil zu ersteigen; danach muss der Weg durch Schnee und Fels weiter gesucht werden - dabei hält sich die Mehrheit der Eisfallwanderer zur linken Seite des Baches, indem sie durch das Felslabyrinth im steilen Gelände sich vorarbeitet, während ich mich auf der ungefähren Route, welche wir vor Vierjahresfrist begangen haben, durch Tiefschnee und die Felsen hocharbeite, und wir uns vor dem finalen Aufstieg zum,  Fluepfad im Talschluss wieder treffen.

 

Hier wählen meine Begleiter die „Abkürzung“ über den Steilhang; während ich erst noch zu den Eiskaskaden aufsteige, und danach - mit etwas mulmigen Gefühl - den oberen, noch steileren, schneebedeckten Hang angehe. Der hat’s tatsächlich in sich: die Neigung ist schon beträchtlich, Pickel und Steigeisen unabdingbar, doch zusätzlich wird im obersten Teil der lockere Nagelfluhuntergrund rutschig - ich bin sehr dankbar, komme ich ohne Abflug heil oben an J - toll, dass Thomas diese „exklusive“ Partie fotografisch festgehalten hat …

Nun folgt die sehr angenehme Zwischenpassage unter den - auch heute sehr eindrücklichen - Flühen hindurch zum Einstieg in den Alperosewäg. Auf der gegen den Talschluss teils beinahe senkrecht abfallenden Gratkante entlang steigen wir erst recht unschwierig an; mit Betreten der steilen Waldrinne - in welcher dank der Schneeauflage kaum die eh schwache Wegspur zu erkennen ist - wird das Fortkommen wieder etwas anspruchsvoller.

 

Doch so gut wir das Gelände kennen, so „gäbig“ arbeiten wir uns empor, und erreichen schliesslich den Übergang und Ausstieg des HP-Pfades. Kurzum stehen wir im Grauweiss der Anhöhe von Hängst Südwest, wo wir kurz eine Teepause einlegen.

 

Entweder auf dem verschneiten WW - oder wie ich erst dem unbedeutenden Gratweglein entlang - streben wir alsdann alle dem Napf entgegen; wir halten unsere Rast noch vor dem Hotel auf der Terrasse der alten Hütte ab, wo bald einmal die grosse Teilnehmerschar der Ortsgruppe Napf (des SAC Pilatus) dazu stösst; einige von ihnen haben exakt denselben Aufstieg wie wir gewählt - unsere Spurarbeit wurde geschätzt …

Später kehren wir kurz im Berghotel Napf ein, bevor wir uns auf den Abstieg begeben.

 

Dafür wählen wir den klassischen Normalweg, heute auch gut eingeschneit, welcher doch oft auch mit gewisser Steilheit zu Tale leitet. Auf ~ 1139 m biegt zur Rechten der 104er ab; teils steil, immer jedoch anregend-gemütlich, folgen wir diesem, machen bei der Uhu-Passage unser Gruppenbild, und erreichen unweit der Fluehütte wieder den Talgrund. Auf dem vormittags begangenen Pfad laufen wir zurück zum Parkplatz Änziwald - eine schlichtweg faszinierende, wiederholenswerte - und als Variante mal im Sommer zu versuchende - Napftour geht hier zu Ende ;-)

 

unterwegs mit Dieter, Jumbo und Thomas 


Tourengänger: Ursula, Felix, Freudenjuz

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