Gonzen via Follaplatten und Tschugga Süd-Route


Publiziert von Delta Pro , 4. Januar 2017 um 19:44.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum:30 Dezember 2016
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SG   Alvier Gruppe 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 1520 m

Im "Winter" an den Frühlings-Alpinwander-Klassikern über Sargans

Es war genau vor einem Jahr, Ende Dezember 2015, als wir die absolut ungewöhnlichen Bedingungen nutzten um über die Follaplatten auf den Gonzen zu steigen. Damals dachte man sich: Das gibt's nie wieder! Doch siehe da: Das Jahresende 2016 ist exakt gleich... Warme Temperaturen in der Höhe, kein Schnee, perfektes Wetter. Also noch einmal los an den Gonzen für ein Revival des Tourenklassikers zur ungewohnten Jahreszeit. Nach dem Follaplatten-Aufstieg wählten wir die eher unkonventionelle Variante über die Tschugga Südroute abzusteigen. Das ergibt eine durchaus spannende Kombination im Plaisir-Bereich des Alpinwanderns.

Vom Fahrverbot oberhalb Sargans auf dem Wanderweg zur unverwechselbaren Tafel. Dort links und bei besten Bedingungen über die Follaplatten hinauf. Das Couloir unter dem Klemmblock weist deutlich weniger Geröll auf als vor einem Jahr. Bei der Gletschergrube treffen wir - erstaunt - auf andere Wanderer. Die steileren Wanderrouten an Gonzen und Tschugga waren heute ausserordentlich gut frequentiert, primär durch Locals. In der Gletschergrube liegt kaum mehr Schnee, der Stollen ist aber nach wie vor eindrücklich. Durch den Follawald auf den Gonzen. Der Wanderweg ist eisig, die Aussicht wie immer fantastisch.

Anstatt den schattigen Weg über die Leiter zu wählen steigen wir auf den Tschugga und machen uns nach einer Rast auf zum Abstieg. Ich hatte die Route vor 9 Jahren einmal im Aufstieg begangen und war mir der Routenführung nicht mehr ganz sicher. Tatsächlich ist der richtige Weg im Abstieg nur mit Aufmerksamkeit zu finden und die Route erfordert Vorsicht. Der steilste, oberste Teil ist aber vorbildlich mit Fixseilen versichert. Anschliessend entlang von sehr schwachen Wegspuren eher etwas links haltend durch steiles Gras- und Schrofengelände hinab (ein gutes T5). Am Fuss einer Felsstufe ("Bergheil") hält man links und trifft bald auf einen deutlicheren Weg, der sich anschliessend in schöner Führung durch die Legföhren westlich des Rundchopf schlängelt. Ab Vorderspina auf dem Weg zügig talwärts und entlang des Kreuzweges zurück zum Ausgangspunkt.

Tourengänger: Delta

Galerie


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