Sichelchamm 2269m via Chnorren (Südgrat)


Publiziert von Bombo , 31. Dezember 2016 um 18:38.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum:31 Dezember 2016
Wandern Schwierigkeit: T5+ - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Mountainbike Schwierigkeit: L - Leicht fahrbar
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SG   Alvier Gruppe 
Zeitbedarf: 3:30
Aufstieg: 1250 m
Abstieg: 1250 m
Strecke:Rotherdplangg - Alp Büchel - Chnorren - Gipfel - Chnorren - Alp Büchel - Furggelenchopf - Alp Büchel - Rotherdplangg
Zufahrt zum Ausgangspunkt:mit PW bis zum obersten der 3 kostenpflichtigen Parkplätze bei Rotherdplangg. In den Wintermonaten ist der Gebührenautomat ausser Betrieb. Anschliessend mit dem Bike bis zur Alp Büchel (hoch ca. 45-60 Min, runter knapp 15 Min.)

Jahresabschluss 2016 auf dem Sichelchamm

Nach wie vor liegt für mein Gusto zu wenig Schnee bzw. am geografischen falschen Ort - doch kein Problem, während alle meckern und jammern ziehen wir gerne nochmals die Schnürsenkel fest und verlängern mit viel Freude und Sonne im Gesicht die alpine Wandersaison. 

Den diesjährigen Jahresabschluss haben wir heute auf dem Sichelchamm 2269m mit der Aufstiegsvariante "Chnorren" (Südgrat) genossen. Die Verhältnisse sind im Grossen und Ganzen top, einzig auf meist sehr ausgesetzten (und davon gibt es einige Stellen!) liegt pickelharter, rutschiger Schnee mit einer heimtückischen eisigen Unterlage. Steigeisen sind für diese kurzen Etappen nicht notwendig, eher muss man im Reitersitz über diese wenigen kritischen Meter rutschen... 

Gestartet sind wir beim Parkplatz Rotherdplangg 1085m und fuhren mit den Bikes via Kurhaus Sennis 1397m zur Alp Büchel 1491m. Von dort zu Fuss via Chnorren hoch zum Gipfel des Sichelchamm 2269m, wobei wir im Aufstieg die äusserst ausgesetzte Überschreitung des Müürli gemacht haben (aktuell nicht nur ausgesetzt sondern auch vereist --> Reitersitz), im Abstieg dann aber die Umgehungsvariante wählten. Diese Variante können wir mindestens bei den aktuellen Verhältnissen (und wohl auch im Sommer) überhaupt nicht empfehlen - anfänglich ist diese noch gut gestuft, bald aber befindet man sich im sehr steilen, absturzgefährdeten Steilgrasgebiet, wo es auf jeden Fall den Einsatz eines Pickels fordert. So haben wir heute beide Varianten kennengelernt, würden aber künftig definitiv auch im Abstieg über das Müürli klettern. 

Zurück bei der Alp Büchel 1491m dislozierten wir noch zum Furggelenchopf 1511m, wo zwei perfekt ausgerichtete Bänkli zur Rast und Erholung einladen. Hier liessen wir nochmals unsere Seele baumeln und brachten vor allem aber auch den Puls wieder in normale Spähren...

Mit dem Bike fuhren wir dann in knapp 15 Minuten von der Alp Büchel zurück zum Parkplatz - das war die perfekte Wahl heute. 


Fazit: 

Der Sichelchamm via Chnorren ist eine im Prinzip nicht schwierige, aber sehr ausgesetzte Tour. Jedoch kommt's wie so oft auf die Verhältnisse darauf an. Eben genannte Beschreibung trifft vor allem auf trockene Bedingungen zu, bei feuchten, nassen oder gar vereisten Bedingungen nimmt die Ernsthaftigkeit der Tour markant zu. Trittsicherheit und Konzentration sind klare Voraussetzungen.

Die Verhältnisse sind gegenwärtig im Grossen und Ganzen top, einzelne vereiste Stellen müssen jedoch heikel und wie erwähnt sehr ausgesetzt überwunden werden. Die Variante mit dem Bike können wir nur empfehlen.


Durchlaufszeiten: 

Start Parkplatz Rotherdplangg: 08.30 Uhr
Alp Büchel by Bike: 09.30 Uhr (gemütliche 1h)
Start Fussaufstieg: ca. 09.45 Uhr
Gipfel: 12.05 Uhr, (gemütliche und vorsichtige 2 1/2h)
Abstieg aufgrund Pausen nicht messbar, ca. 1 1/2h via zeitfressender Umgehungsvariante)
Alp Büchel - Furggelenchopf: ca. 10 Minuten
Alp Büchel - Parkplatz Rotherdplangg by Bike: 14 Minuten


Wir wünschen allen ein glückliches und gesundes neues Jahr und der Hikr-Plattform mehr Qualität statt Quantität! Rutsched guet!

Tourengänger: Bombo, Schusli

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Kommentare (3)


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Bergamotte Pro hat gesagt:
Gesendet am 31. Dezember 2016 um 18:55
Ein absolut gelungener Jahresabschluss würd ich meinen! Schön, dass es Euch noch dieses Jahr gereicht hat. Was die Tourenart anbelangt, sind wir auf einer Linie: Lieber weiter wandern gehen statt 3h Richtung Simplon fahren. Oder 45 Minuten Skitragen im Bedrettotal. Und Besserung ist vorläufig auch keine in Sicht.

Bombo hat gesagt: RE:
Gesendet am 31. Dezember 2016 um 19:07
Da bin ich voll und ganz Deiner Meinung. Dir an dieser Stelle herzlichen Dank für die Hikr mit Abstand wertvollsten und besten Berichte, untermalt mit den GPS Tracks (welchen ich auch heute benutzte).

Ein unfallfreies, gesundes und spannendes neues Jahr!

Bergamotte Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 31. Dezember 2016 um 19:11
Danke fürs tolle Kompliment. Die Neujahrsglückwünsche schicke ich gerne zurück ins Zugerland. Und vielleicht reicht es im 2017 wieder für eine rassige Skitour.


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