Rotenflue - Fortsetzung der herrlichen Dezember-Herbstwanderungen


Publiziert von Felix Pro , 16. Januar 2017 um 12:27. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum:23 Dezember 2016
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SZ 
Aufstieg: 1000 m
Abstieg: 1000 m
Strecke:Rickenbach (SZ), Stalden - Bergmatt - Zwischenstation Rätigs - (P. 1083) - Gütsch - Ober Stotzigweid - P. 1305 - (Vilztür) - Skilift Rotenflue - Rotenflue - P. 1566 - Berggasthaus Rotenflue - P. 1527 - Schlüsselflue, P. 1418 - Ober Stotzigweid - Gütsch - (Huserenberg) - (Grossegg) - Restaurant Stalden - Stalden
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW via Huttwil - Ettiswil, Autobahn Sursee - Schwyz, nach Rickenbach, Stalden
Kartennummer:1152 - Ibergeregg

Bereits dem Nebel entronnen, marschieren wir bei der Busendstation Rickenbach, Stalden, in der Morgenfrische unter blauem Himmel los, folgen dem Fahrweglein am Restaurant Stalden vorbei und treten - für einen kurz steileren und ruppigeren Abschnitt - in den Wald ein, durch welchen wir die Landwirtschaftsflächen unterhalb der Grossegg erreichen. Auf einem unscheinbaren Pfad steigen wir wenig später wieder steil und in direkter Linie hoch zum Hof unterhalb der Bergmatt, und erreichen diese, indem wir die dorthin hinaufführende Strasse zweimal weglos abkürzen.

 

Immer noch im Schatten (der Rotenflue) schreiten wir auf jener zur neuen Zwischenstation der Rotenfluebahn (Besonderheit: nur zum Aussteigen von Rickenbach her für die Skifahrer eingerichtet) und danach auf einem wohl neuen Pfädlein zum Fahrweg, welcher uns zur Siedlung Gütsch und (P. 1083) leitet. Hier steigen wir nun übers Gras steil an zum Reservoir und weiter, durch eine Waldschneise hindurch zu den Alpflächen von Unter Stotzigweid. Diese tangieren wir jedoch nicht, sondern folgen bald einer Fahrspur näher am Wald, auf welcher wir schliesslich zu dem von der Alp hinaufführenden Weg gelangen. Weiterhin gleichmässig ansteigend, gewinnen wir durch eine weitere Waldschneise hindurch erst das Kreuz und danach die Alp Ober Stotzigweid selbst - hier endlich erreichen uns die ersten Sonnenstrahlen, gerade richtig für unsere Znünipause. Gemütlich rasten wir hier auf der idyllischen gelegenen Alp mit dem feinen Ausblick übers Zentralschweizer Nebelmeer sowie die nun nahen Felswände des Rotenflue- und Schlüsselflue-Ausläufers.

 

Ein recht deutlicher Pfad würde nun direkt hoch leiten auf die darüberliegenden Grashänge (wir werden diesen beim Abstieg benutzen), erst halten wir jedoch die Höhe ein und queren in südsüdöstlicher hinüber Richtung Waldrand - im Wissen darum, dass im Wald selbst unter den Felsabbrüchen hindurch ein attraktives Weglein zu P. 1305 und  Alp Vilztür vorhanden ist (in der LK eingezeichnet, und von uns bereits vor knapp 6 ¾ Jahren begangen). Noch vor dem Waldeintritt weist eine schwache weissblaue Markierung sowie dieser deutliche Hinweis auf das empfehlenswerte Steiglein hin; das Betreten des Waldes selbst erfordert etwas Akrobatik - und ist ebenfalls markiert.

Im bewaldeten Steilhang führt uns nun das Weglein an die Felswände heran, welche alsbald - nun von der Sonne beleuchtet - über uns aufragen. Nur von kurzer Dauer, doch beeindruckend, erweist sich dieser Wegabschnitt, bevor wir nach dem Weitergang durch lauschiges Waldgelände bei P. 1305 auf die Weidefläche der Alp hinaustreten. Hier geht’s sogleich wieder in den sonnendurchfluteten Wald hinein, in welchem wir steil - geleitet auch von blauen Markierungen - uns hinauf“kämpfen“ zum staubtrockenen Weidehang bei der Schlüsselflue. Einem Fahrweglein folgend, mündet es rasch einmal in den Rothenflue-Rundwanderweg ein; diesen benutzen wir jedoch nur kurz, und streben nun weglos übers nur wenige Schneeflecken aufweisende „Skigebiet“, das noch inexistente Skilifttrassee querend, der neuen Bergstation, dem Restaurant Gipfelstubli und dem dahinter „versteckten“ höchsten Punkt der Rotenflue zu.

Unterhalb der Aussichtsterrasse verweilen wir länger, geniessen das vom Glärnisch bis zum Uri Rotstock reichende herrliche Panorama - und verzehren unseren hochgetragenen Mittagsimbiss und reichern diesen an mit passenden Getränken.

 

Mit Beginn unseres Rückmarsches übers relativ flache Gipfelplateau dürfen wir sogar einige wenige Schneefelder betreten; doch nach Überschreiten des Rotenflue Südgipfels sowie dem Einkehrschwung auf der Terrasse des Berggasthauses Rotenflue - wo wir mit dem Mensch einige Worte wechseln - ist’s sogleich wieder vorbei mit dem Schäumchen Schnee.

 

Unmittelbar nach der ehemaligen Bergstation drehen wir wieder auf den im Aufstieg begangenen Sonnenhang ab; wir halten uns nun jedoch eher rechts (in der Abstiegsrichtung gesehen) und visieren nun (meist weglos) die kleine, schmucke Hütte (mit eigener Transportseilbahn) auf der Schlüsselflue, P. 1418, an - fantastisch, unmittelbar über den heute Vormittag unterschrittenen, Felswänden gelegen: für heute erfreuen wir uns hier ein letztes Mal am famosen Blick über den Talkessel Schwyz zur Rigikette.

Es ist nun an der Zeit, die bereits im Verlauf des Morgens ins Auge gefasste Route für den Abstieg unter die Füsse zu nehmen: gut angelegt und streckenweise mit Befestigungen versehen, leitet das Steiglein im Wald steil hinunter und entlässt uns auf die heute bereits besuchte Alp Ober Stotzweid.

 

Am Alpkreuz vorbei halten wir den bekannten Wegverlauf in der Gegenrichtung ein; so finden wir uns bald wieder auf Gütsch und nahe der Zwischenstation Rätigs ein. Vor dem grossen Landwirtschaftsgebäude schlagen wir nun jedoch das direkt nach (Huserenberg) hinunter leitende Weglein ein. Wo wir auf die zum Hof führende Strasse stossen, überqueren wir diese, und kürzen über Weidegelände weglos ab bis zum Schopf am unteren Ende des sich gegen den Wald hin verengenden steilen Weidehanges. Eine Fahrspur ermöglicht uns das bequeme Durchschreiten des Waldes zu den landwirtschaftlichen Flächen der (Grossmatt); zeitweise ziehen Wolkenfetzen herum, welche die Wetter- und Landschaftseindrücke um einen weiteren Aspekt bereichern. Noch vor dem Hof kürzen wir wieder weglos ab und legen schliesslich die letzten Meter auf bekannter Spur nach Rickenbach, Stalden, zurück - hier um den kläglichen Auftritt der Staldenwirtin „bereichert“, schade fürs heimelige Restaurant, gut jedoch, dass die „Dame“ ihren Job beendet …

 

unterwegs mit Jumbo, Thömu (bergler72) und Urs 


Tourengänger: Ursula, Felix, Berghaesli, mazeno


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