Sibe Hängste (1951m)


Publiziert von أجنبي , 22. Dezember 2016 um 11:57.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Berner Voralpen
Tour Datum:17 Dezember 2016
Wandern Schwierigkeit: T4- - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE 
Aufstieg: 1270 m
Abstieg: 1270 m
Strecke:Innereriz Säge – Undere Schöriz – Oberschöriz – Sichle – Oberhofner – Luusbüeli – Chumeli – Oberberg – P. 1863 – P. 1941 – Sibe Hängste – P. 1812 – Mittlers Seefeld – Hinders Seefeld – Grüenebergpass – Fall – Drüschhubel – Unterschwand – Innereriz Säge
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Auto bis Innereriz Säge
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Auto ab Innereriz Säge
Unterkunftmöglichkeiten:B&B Wanzenried
Kartennummer:LK 1:25.000: 1208 Beatenberg

Auf der Suche nach weiteren, relativ schneefreien Voralpen-Wanderzielen landeten wir in Innereriz. Zugegeben, bis eben hatte ich nie von dessen Existenz gehört. Höchste Zeit also, diese Lücke zu schliessen und die Sache mal aus etwas gehobener Warte zu überblicken – von den Sibe Hängste zum Beispiel.

 

Auf dem verlassenen Parkplatz des lokalen Skigebiets blinzelten wir ein erstes Mal der Sonne entgegen, um gleich ins frostige Schattenloch einzutauchen. Auf dem Weg nach Oberschöriz hatten wir dementsprechend einige ziemlich grosse Eisfelder zu meistern. Danach begann die lange Querung unterhalb des Burst. Bis auf das letzte Viertel ist diese zurzeit weitgehend schneefrei. Einzig ein paar Schneerinnen sind zu meistern. Sie sollten angesichts der drohenden Rutschbahn jedoch nicht unterschätzt werden. Tiefe, alte Tritte (und allenfalls ein Pickel) sorgen aber für Sicherheit.

 

Im Schlussaufstieg zur Sichle trafen wir auf mehr Schnee, der angesichts des nun etwas weniger steilen Terrains aber kein Problem darstellte. Ein Problem stellte der Schnee aber für unseren Plan dar, via Chrächli zur Schibe aufzusteigen: Zumindest der Einstieg auf dem schmalen, ausgesetzten Pfad entlang des Felssockels war weiss – und ohne Steigeisen für uns kein Thema. Für uns hiess das also: Plan ändern, nach Oberhofner absteigen und via Chumeli/Oberberg den Sibe Hängste auf die Pelle rücken.

 

Der Umweg gelang, kostete uns aber sicherlich etwa eine Stunde. Da der Aufstieg nach Oberberg nicht ganz schneefrei war, mussten wir einige kleinere Umwege wählen. Der Vorteil dieser Verhältnisse: Wir waren mausalleine unterwegs. Gegen 13 Uhr, also rund dreieinhalb Stunden nach Abmarsch, erreichten wir schliesslich den Oberberg. Hier lag aufgrund des wenig steilen Geländes mehr Schnee als erwartet, jedoch war die Schneedecke tragend und ermöglichte einen effizienten Aufstieg auf den Grat. Aus Zeitgründen liessen wir die Schibe aus und wandten uns den Hängsten zu. In Kammnähe war das Gelände – wie erwartet – praktisch schneefrei. Unterbrochen von ein paar Kraxeleinlagen kamen wir recht flott voran und erreichten ca. Um 14.30 Uhr den Hauptgipfel.

 

Hier trafen wir auf die einzigen anderen Berggänger, die wir an diesem Tag zu Gesicht bekamen. Sie waren vom Seefeld her aufgestiegen und rieten uns von unserem geplanten Abstieg via Schluchhole ab. „Hört auf die Einheimischen“, sagten wir uns und folgten ihrem Rat. Natürlich würde uns der Umweg via Seefeld und Grüenebergpass sicherlich nochmals eine Extrastunde kosten, doch angesichts der vorgerückten Stunde war es vernünftig, keine Ausflüge mit allfälliger Umkehr zu wagen. Für den Fall, dass uns der Umweg viel mehr Zeit kosten würde, waren wir mit Stirnlampen gerüstet.

 

Zunächst über scharfen Karst und danach über tragenden Schnee (8-ung Karstlöcher! Bei Neuschnee keinesfalls begehen!) stiegen wir in Richtung Tropfloch ab, wieder ein paar Meter hoch und folgten schliesslich den zahlreichen Fussspuren entlang des teilweise schnee- oder eisbedeckten Wanderwegs zum Mittleren Seefeld. Dazu ist anzumerken: Dieser Abschnitt befindet sich in einer Wildruhezone – wie wir allerdings erst zu Hause bemerkten. Da wir ursprünglich eine andere Route im Sinn und – verständlicherweise – auch keine Skitourenkarte dabei hatten, wussten wir das zum Zeitpunkt unserer Wanderung nicht. Entsprechend sei Nachahmern geraten, über Schluchhole abzusteigen.

 

Vom Mittleren Seefeld folgten wir – und das war nun wieder erlaubt – dem Wanderweg zum Grüenebergpass. Nun drückten wir etwas aufs Tempo und schafften es gerade noch nach Innereriz, ohne dass wir unsere Stirnlampen auspacken mussten. Mittlerweile war es 17.30 Uhr. Für die gesamte Tour benötigten wir so acht Stunden – aufgrund der beiden Umwege etwa zwei Stunden mehr als geplant. Die Distanz der Tour sollte nicht unterschätzt werden: Mein GPS kommt auf rund 19 Kilometer.


Tourengänger: أجنبي


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Geodaten
 33411.gpx Innereriz - Sichle - Sibe Hängste - Grüenebergpass - Innereriz

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