letztes Herbstwochenende 2016, nahe Chur, 2|2: von Calfreisen auf den Montalin


Publiziert von Felix Pro , 11. Januar 2017 um 21:48. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Schanfigg
Tour Datum:18 Dezember 2016
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Aufstieg: 1170 m
Abstieg: 1170 m
Strecke:Calfreisen, Parkplatz eingangs Dorf - P. 1338 - Herten Wisen - P. 1453 (Balnettis) - (P. 1621) - P. 1707 - P. 1907 - P. 2034 (Eggen) - Groms - P. 2166 - P. 2237 - P. 2245 - Montalin - Prapitscha - P. 1907 > Calfreisen, Gassa-Beizli - Parkplatz
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW ab Obersays - Trimmis und Chur nach Calfreisen
Zufahrt zum Ankunftspunkt:PW ab Calfreisen, Autobahn Chur-Süd - (Wollerau) - Wädenswil, Hirzel, Autobahn Sihlbrugg - Sursee, Ettiswil - Haltestelle und Huttwil nach Wyssachen
Kartennummer:1196 - Arosa

Etwas wehmütig verlassen wir die herrlich gelegene Geländeterrasse von Obersays, fahren hinunter ins Rheintal nach Trimmis, durch Chur hindurch und ins Schanfigg hinein - kurz vor der Ankunft in Calfreisen erblicken wir auf dem Weideland einen mächtigen Hirsch; es mag ein Zwölfender gewesen sein.

 

Bereits in der Sonne laufen wir durchs kleine Dorf und erreichen an dessen Ausgang die kurze Treppe, welche zur Baumallee hochleitet, und über Herten Wisen - eine Ansammlung kleiner, schmucker, Holzstadel (die meisten zu kleinen Weekendhäuschen umfunktioniert) - über trockenes, dürres, Gras weiter ansteigt nach Balnettis, eine weitere kleine Siedlung im selben Stil. Der vorgelagerte südliche Gipfelhang unseres ausgewählten Gipfelzieles zeigt sich hier deutlich - und weist keinen Flecken Schnee auf (das Bild wird sich später jedoch markant  ändern …).

 

Etwas steiler, und zeitweise durch lichten Wald, führt der BWW angenehm höher; nachdem wir bei einem Hüttchen nahe P. 1621 eine Znünipause eingelegt haben. Zwischen P. 1707 und P. 1907 treffen wir auf erste, uns nicht behindernde, Schneeflächen; wie wir etwas später auf Eggen eintreffen, liegt doch hier eine geschlossene, ansehnliche, Schneedecke.

 

Unterhalb des Gromser Chopfes, auf Groms, biegt der zuvor meist dem Gratrücken entlang verlaufende Weg in dessen SW-Flanke ab; hier nun werden wir der doch grösseren Schneemengen in der Mulde Furgglis und an den Grathöckern gewahr - der letzte Aufgang zu P. 2166, Furgga, erscheint aus der Ferne sogar steil, und, mit einer abschüssigen Spur durch das Schneefeld, anspruchsvoll.

Dieser löst sich jedoch in Minne auf (© Zaza), und wir gewinnen den Übergang mit famosem Blick ins untere Bündner Rheintal nach Landquart und Richtung Gonzen unproblematisch.

 

Hier beginnt nun ein köstlicher Gratgang; erst auf einer steileren Kuppe hoch, dann oft flacher - mit jedoch arg abfallenden Hängen zur Rheintalseite - zu P. 2237; im steten Auf und Ab, meist im Schnee, erreichen wir den Vorgipfel, P. 2245, über den brüchigen Steilhalden von Maschäns. Hier blicken wir hinüber zur recht eindrucksvollen felsigen NNE-Flanke des Montalins; doch um ihn zu erreichen, ist ein nochmaliger Ab- sowie ein steilerer Anstieg im zuletzt tiefen Schnee erforderlich; dann stehen wir oben - und erfreuen uns der tollen Rundumsicht.

 

Nach - trotz eher zügigen Verhältnissen - doch längerer Gipfel- und Mittagsrast (während derer ich einmal mehr ein neues Gipfelbuch deponieren konnte), beschliessen wir, nicht auf der wbw markierten Route zum Fürhörnli abzusteigen (zwei heraufkommende Tourengänger wiesen uns auf vereiste, Vorsicht erheischende, Stellen hin), sondern direkt, d.h. über erst etwas steilere Schneeflanken, nach Prapitscha, P. 2007, abzusteigen. Dies gelingt - bis auf einen rassigen Sturz auf Wassereis unter den Grasbüscheln - gut, auch wenn die Steilheit und die teils sehr harte Schnee-Unterlage im oberen Bereich ein konzentriertes Trittesetzen erfordert. Insgesamt anregend und genussvoll erreichen wir das Hüttchen, ab welchem der Weiterweg nun ein meist flacherer, und einfacher, wird. Bei P. 1907 mündet das immerhin noch teilweise schneebedeckte, gelegentlich auch vereiste, Fahrweglein ein in unseren Aufstiegsweg. Bei der Hütte vor Platte legen wir eine letzte kleine Pause ein, bevor wir via P. 1707, an P. 1621 vorbei, und P. 1537 wieder nach Balnettis zurückfinden.

 

Abschliessend wandern wir über die dürren Herbstwiesen über Herten Wisen, am Rande des Castieler Tobels, zurück ins Dorf Calfreisen; glücklicherweise nehmen wir den am unteren Dorfrand durchführenden BWW, so dass wir, unmittelbar beim Parkplatz, unerwartet noch einkehren können: das Gassa-Beizli hat geöffnet - und wir verweilen länger auf der Terrasse, im sympathischen Austausch mit Norma und auch Paul Sprecher-Brodt.

 

unterwegs mit Jumbo 


Tourengänger: Ursula, Felix, Berghaesli


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