Beatenberg/Waldegg - Gemmenalphorn (2062 m). Infos zum Justistal


Publiziert von johnny68 Pro , 16. Dezember 2016 um 18:33.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Berner Voralpen
Tour Datum:16 Dezember 2016
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE 
Zeitbedarf: 4:00
Aufstieg: 900 m
Abstieg: 900 m
Strecke:Beatenberg/Waldegg - Gemmenalphorn

Ich startete meine Tour bei der Bushaltestelle "Mauren" (1200 m) in der Nähe von Waldegg/Beatenberg. Am Morgen musste man von Interlaken nicht weit hinauf fahren, um dem Nebel zu entfliehen. Etwas anders war es am Nachmittag: der Nebel breitete sich aus und reichte bis auf 900 m. 

Das Gemmenalphorn ist von Waldegg aus auf verschiedenen Wegen erreichbar. Für den Aufstieg benütze ich teilweise das Alp- bzw. Forststrässchen, das bis 1431 m führt. Von dort gibt es das Tobel des Sundgrabens hinauf einen schönen Bergweg bis zur Alp "Chüematte" (1691 m). Erstaunlicherweise parkierten hier einige Fahrzeuge von Wanderern. Zwischen Chüematte und Oberberg gibt es ebenfalls ein Alpsträsschen (allgemeines Fahrverbot), das im oberen, schattigen Teil noch mit Schnee bedeckt war. Auch die Alp Oberberg war weitgehend weiss, da sie nicht so stark sonnenexponiert ist. Die Gipfelflanke des Gemmenalphorns war dann wieder weitgehend schneefrei, wobei der Bergweg teilweise mit gefrorenem Schnee bedeckt war - mit Vorsicht gut zu begehen.

Das Gemmenalphorn bietet eine ausgezeichnete Rundsicht. Im Norden sieht man über dem Jura sogar die Vogesen und den Schwarzwald. Direkt vor sich im Süden hat man die Berner Alpen.

Schnee gibt es in den Voralpen nicht viel. Hohgant, Lombachalp, das Napfgebiet, das Emmental, das Entlebuch und der Brienzer Grat sind weitgehend aper. Gut ersichtlich war die Kunstschneepiste des Lauberhorns, die durch apere Matten nach Wengen hinunter führt.

Spektakulär ist die Sicht in die nähere Umgebung, vor allem ins Justistal. Einerseits tummelte sich in den Hängen unterhalb des Gemmenalphorns eine kleine Steinbockherde. Mindestens 6 Tiere sah ich. Anderseits sind die Berge attraktiv "geformt", z.B. das Sigriswiler Rothorn/Mittaghorn und die Sieben Hengste, die an die Churfirsten erinnern.

Das Justistal ist vor allem bekannt für seine "Chästeilet" im Spätsommer. Die im Sommer produzierten Alpkäse werden an die Eigentümer der gealpten 250 Sigriswiler Kühe nach einem besonderen einige Hundert Jahre alten Losverfahren verteilt. Anlässlich dieses Verfahrens findet ein weitherum bekanntes Volksfest mit Speis und Trank und musikalischen Darbietungen statt. Danach wird das geschmückte Vieh zu Tal getrieben. Einige Fotos von dieser Chästeilet findest du hier.

Im Justistal

Tourengänger: johnny68


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