Saulakopf (2517 m) - über Böser Tritt und Douglas Hütte


Publiziert von erico Pro , 18. Dezember 2016 um 18:02.

Region: Welt » Österreich » Zentrale Ostalpen » Rätikon
Tour Datum:24 Juli 2016
Wandern Schwierigkeit: T4- - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 7:15
Aufstieg: 1380 m
Abstieg: 905 m
Strecke:12.2 Kilometer
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Rorschach (Schweiz) auf der Autobahn bis - Oberriet - Feldkirch (A)-Bludenz-Brand-Talstation-Lünerseebahn.
Unterkunftmöglichkeiten:diverse in Brand und in der Douglashütte

Es war der 24,07,2016 und ich möchte euch eine Genusswanderung auf den Saulakopf vorstellen. Der Saulakopf, auch Saulenkopf genannt, ist ein 2517 m hoher Berg der Zimbagruppe im Rätikon, einem Gebirge der westlichen Zentralalpen im österreichischen Bundesland Vorarlberg. Er besitzt durch seine massige Größe am westlichen Ende des Rellstals eine große geografische Dominanz nach Osten hin, die durch seine über 400 Meter hohe Ostwand begründet ist. Seine Südflanke erscheint als schroffer Fels; nach Westen verläuft ein stark gezackter Grat mit einem Nebengipfel, dem 2498 Meter hohen Saulaköpfli. Die leicht zu besteigende Nordflanke bildet eine flache, maximal 35° geneigte Abdachung. Der Berg ist auf Grund seiner günstigen Lage und leichten Besteigbarkeit ein oft begangenes Ausflugsziel.

 

Direkt vor der Talstation beginnt der Wanderweg in die Richtung hinauf zur Douglashütte über den „bösen Tritt“ was sich so „böse“ anhört ist in Wirklichkeit ein schöner Bergweg, Schwierigkeit T2-3. Auf dem Staudamm oben angekommen kommen einem fast die Tränen in die Augen, was für ein schöner Anblick, der See die Berge der stahlblaue Himmel, dieses Berg- Seepanorama ist kaum zu übertreffen. 

Weiter geht es zwischen der Gartenwirtschaft der Douglashütte vorbei und bis zum Ende des Staudamms des Lünersees, hier zweigt der Weg links in Richtung Saulajoch ab. Nun geht es immer am Fuße der Felsen vom Berg Schafgefall im T2-T3 Bereich zum Saulajoch. Auf dem Saulajoch angekommen, das Ziel wieder vor Augen und mit bester Aussicht in Richtung Schesaplana geht es weiter bis zum Wegweiser der Abzweigung zum Saulakopf. Von dort an ist die Gehzeit bis zum Gipfel noch ca. 1.5 Std. Der Bergweg schlängelt sich nun über einen schon arg ausgelaufenen Weg über den Grasfrücken hinauf bis zum Anfang der Felsen. Felsquerungen oder sonst ein wenig ausgesetzte Stellen sind immer mit Stahlseilen gesichert.


Oben auf dem Grat angekommen geht es auf dem schwierigsten Teil der Tour über den Felsen direkt bis zum Gipfelkreuz hinauf, meine Bewertung T3 bis stellenweise T4, - wenn das Stahlseil nicht zu Hilfe genommen wird. Oben angekommen, natürlich wie fast überall in dieser Gegend und auf dieser Höhe, ein Superpanorama, Sulzfluh, die Türme, Drusenfluh, Schesaplana etc. alle zum greifen nah. Wie auf dem Foto zu sehen ist, war ich nicht der Einzige mit der Idee, haute gehe ich auf den Saulakopf. 

Nach einer etwa halbstündigen Rast- und Fotopause bin ich wieder aufgebrochen, oben auf dem Gipfel habe ich mich entschieden auf einem anderen Weg wieder zurückzugehen. Bei dem gewählten Rückweg über die Lünerkrinne muss nochmals ein Abstieg und ein Aufstieg von ca. 230 Höhenmeter vom der Saulajochebene bis zur Lünerkrinne überwunden werden. Auf diesem Weg hat man den besten Blick auf die Spitze vom Zimba, leider war er in dieser Zeit meistens mit Nebelschwaden eingehüllt.

 

Schon etwas müde aber glücklich auf der Lünderkrinne angekommen, wieder der bestechende Blick zum Lünersee, den Bergen und der Douglashütte. Nach einer kleine Rast auf dem Hügel neben der Lünerkrinne geht es auf einem ausgekiesten breite Wanderweg zurück zur Douglashütte und mit der Seilbahn zurück zum Ausgangsort.

 

Schlussworte:

Wer dies Tour machen will, soll an schönen Tagen im Sommer möglichst früh bei der Talstation einparken und auf die Tour gehen, so können größere Menschenansammlungen auf diesem viel begangenem Weg umgangen werden. Zum warmlaufen würde ich allen empfehlen nicht die Seilbahn nach oben zu benutzen, sondern sich auf den „bösen Tritt“ zu wagen. Dieser Bergweg ist auf keinem Abschnitt besonders schwierig, Schwierigkeit T2-3 und nahe dem Gipfel T3-4, da der T4 Teil noch mit Stahlseilen gesichert wird, ist auch dieser Abschnitt der T3 Schwierigkeit zuzuordnen. Ich selber bin neben den Seilen hinaufgeklettert, weil zu viele Menschen an den Seilen gehangen sind. Diese Tour ist eine äußerst schöne Bergpanoramatour die ich nicht mehr vergessen werde.

 

Viele Grüße, erico


Tourengänger: erico


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