Magerrain (2523 / 2524 m) ohne Schneeschuhe


Publiziert von PStraub , 13. Dezember 2016 um 17:34.

Region: Welt » Schweiz » Glarus
Tour Datum:13 Dezember 2016
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GL   CH-SG   Spitzmeilengruppe 
Aufstieg: 1800 m
Abstieg: 1800 m

Gestern war ich nach einer kleinen Reparatur eine gute Stunde fliegen. Die Flugdauer ergibt sich bei einem unbeheizten Gyro vorwiegend durch die Kälte, die einem mit der Zeit die Beine hoch kriecht.
Heute wäre das nicht gegangen, da im Unterland fast überall Nebel lag. Ausserdem musste es wieder etwas zu Fuss sein. Die Wahl fiel auf den Magerrain, von dem ich annahm, dass er trotz seiner Höhe ohne Ski oder Schneeschuhe zu erreichen sei. Denn letzteres ginge gar nicht: Das ganze Murgtal ist Wildruhezone.


Wie schon vor einer Woche von Engi nach Üblital. Noch immer steht die Holzer-Seilbahn, aber heute war niemand dort, somit war der Weg nach Gams frei begehbar.

Etwas nach der Skihütte Gams, dort wo die Holzer die Winde der Seilbahn hingestellt haben, beginnt der Schnee. Erst ist die Strasse noch weitgehend frei, nach und nach schliesst sich die Schneedecke, doch der Schnee trägt fast überall gut.

Ab der Skihütte steigt der Weg nur wenig, doch bis zur Verzweigung hinter Mülibach Oberstafel zieht es sich: Es sind rund 4 km - mit Gegensteigungen.

Hier stieg ich zum Sattel P. 2233 hoch, die Variante durch die Verschneidung südöstlich von P. 2279 erschien mir von unten gesehen als zu heikel bei gefrorenem Boden. Abgestiegen bin ich dann doch dort, von oben und aus der Nähe war eine recht gute Gams- und Wegspur auszumachen (kurz T4).

In der eher nordexponierten Mulde von (Erdis-)Stelli hat der Schnee nur teilweise getragen. Der weitere Aufstieg, mehr oder minder dem Grat entlang, war jedoch weit einfacher, als ich angenommen hatte.

Auf den zwei Gipfeln ging ein frostiger Wind, trotz äusserst lohnender Aussicht bin ich nach ein paar Fotos wieder abgestiegen. Diesmal, dank meist gutem Trittschnee, einigermassen in der Falllinie.

In der Skihütte stehen in der Stube Getränke bereit, ich nehme an Tee und Kaffee - vorbildlich!
Ab dort bin ich weder der Strasse noch dem Fussweg nach, sondern direkt den Wald hinunter, unten durch die Runse, die bei P. 1466 in den Usser (Ausser) Bergli-Weg mündet. Bringen tut das nur die Erkenntnis, dass es geht ..

Es begab sich aber zu jener Zeit, dass ein Wanderer unstet durch Hügel und Berge streifte. Als er aber vor einer Stätte der Einkehr stand, horchte er in sein Inneres, um auf die Stimme des Inneren Kindes zu hören. Und siehe, dieses meldete sich und schrie: "Bier her, Bier her, oder ich fall' um."
Da trat er ein und bat den Schankwirt um ebendas. Und er labte sich an dessen Gabe. Und es deuchte ihn, es schmecke trefflicher als Nektar und Ambrosia. Amen.

Tourengänger: PStraub


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