GrossAubrig(1695m) optimal


Publiziert von Kaj , 13. Dezember 2016 um 00:23.

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum:10 Dezember 2016
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SZ   Etzel-Aubrig-Kette   Zürcher Hausberge 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 1000 m
Abstieg: 1000 m
Strecke:12km - siehe GPS-Track
Zufahrt zum Ausgangspunkt:von Siebnen/SZ Richtung WägitalerSee/Innerthal. Direkt nach dem GugelbergTunnel rechts über die Staumauer. Hier hat es 400m entlang der Strasse etliche offizielle kostenlose Parkplätze

Der GrossAubrig(1695m) ist ein gut frequentierter AussichtsBerg im NordOsten des Kanton Schwyz. Zustiege sind ab Innerthal/WägitalerSee(904m), Sattelegg(1190m), Euthal/Ruestel(891m), Euthal/Sagenweid(934m). Die Zustiege sind meist einfach (T2) - oft jedoch erdig-feucht bis sumpfig.
Wie schrieb chaeppi in diesem Bericht "Diese vermutlich ganzjährig eher feuchte Gegend, wird während der Schneeschmelze zum einzigartigen Sumpfparadies." Mir scheint es, daß das Gebiet zwischen Wägital & Sihltal ein BioWasserspeicher von MittelEuropa-weiter Bedeutung ist.
2 Dinge kamen uns recht gelegen:
1. war die Feuchtigkeit mitsamt dem Boden fast durchgängig hart gefroren. Eine feste Unterlage beflügelt das Wandern sehr - auch wenn vereinzelt Stellen mit WasserEis besonderer Beachtung bedurften.
2. waren die Viecher unten im Tal & somit das Problem mit MutterKühen in den Alpen Bärlaui & Salzläcki/Nüssen/Eggstofel obsolet.
Unterhalb der Steilstufe Cheer(~1500m) hat es einen Wegweiser; er scheint neueren Datums zu sein und weist nach Nüssen & Dorlaui. Der dazugehörige Pfad ist in keiner LandesKarte eingezeichnet, aber wander-technisch logisch. Er führt 25-30Hm bergab um einen Sporn herum, quert dann, leicht aufsteigend, einen kleinen Bach, um dann auf den Gratweg zu stossen, der vom GrossAubig-West herunterführt (T2). Man könnte diese 350m lange Spange RinderweidQuerung nennen.
Diese ermöglicht einige Optionen: zB, wer vom ChliAubrig kommend den SW-Grat vermeiden will und lieber auf dem Normalweg auf den GrossAubrig geht. Oder von der Sattelegg kommend den SW-Grat hoch, den Normalweg runter & wieder zurück. Oder den GrossAubrig ganz auslassen...
Auf der gegenüberliegenden Seite habe ich keinen SchilderBaum gesehen - warum auch immer?! Ich habe die Stelle in der hikrKarte mit Bärlaui-Rinderweidsattel markiert. Diese ist nördlich vom steilen GratKopf P.1514/1513 (die hintere Zahl ist die neue Höhe in der LK).
Da diese Tour  schon von Chrichen & Flylu (andersherum) beschrieben wurde stelle ich ein paar Besonderheiten heraus.


Route:
An diesem wunderbaren Samstag fuhren Ruth & ich an den WägitalerSee(900m).
Ab dem Hüttchen, mit den wenigen ParkGelegenheiten, ging es steil in einer Rinne hoch. Diese hat etwa  den Querschnitt 60x60cm & wird offenbar zeitweise als Ersatz-Bachbett verwendet. Trotz dem vielen Wassereis & den WackelSteinen kamen wir hoch nach Schräh(979m) (T2+{T3-}).
Ab hier ging es nett durch den Wald, teilweise auf breiten Stegen. Die Stelle des ErdRutsches war unproblematisch, da der holprige hartgefrorene Boden gute Tritte abgab & wir das WasserEis umgingen (T2+).
Nach dem Wald traten wir in die wärmende Sonne, wo ich den OberKörper bis auf das T-Shirt entpellte. Erst bei der Ankunft am Auto hab ich mir was drübergezogen.
Ab der Hütte oberhalb von Cheer verlor ich andauernd den markierten Weg. Das war jedoch egal - hauptsache hoch (T2). Vor der Abbruchkante hat es einen StacheldrahtZaun.
Am GipfelKreuz mit Gipfelbuch hatte es einige, vorwiegend jüngere, Sonne&Ausblick-Geniesser - es war super.
Den leicht kraxeligen Abstieg via wrw-markiertem SW-Grat hatte ich mir etwas leichter vorgestellt. Nicht wirklich schwierig, aber es zog sich etwas in die Länge (T3+).
Option: es wäre besser von Bärlaui kommend die Rinderweid zu queren, den SW-Grat hoch zu gehen, den Normalweg runter bis nach Cheer & nochmals die Rinderweid zurück zu queren & dann Richtung Eggstofel weiter. Der Preis für den günstigeren Auf/AbStieg wäre 700m Strecke & 60Hm extra.
Ich hab den lustigen GratKopf P.1514/1513 mitgenommen (T2+) - man kann auch unschwierig (mit leichtem ZeitVerlust) östlich auf KuhPfaden traversieren (T2).
Auch den breiten flachen Buckel von Nüssen(1529m) hab ich mitgenommen (T2), obschon ich hernach eine traversierende Abkürzung sah, die nicht markiert ist (T2).
Egal - die tiefstehende Sonne war so phantastisch. Der Abstieg ging gut von der Hand, äh vom Fuß, sodaß wir noch vor Dunkelheit in´s PrivatMobil einstiegen (T1/T2).

- Wetter: mild, sonnig, wenig Wind
- Sicht: leicht diesig, im Unterland Nebel
- WegeZustand: meist gut markiert, an der Begehbarkeit könnte noch gearbeitet werden
- Varianten/Optionen: die AbstiegsRunde ließe sich über Mutzenstein, Stockbügel noch erweitern
- Anforderungen: etwas Kondition ist von Vorteil
- Karte: Ausdruck von map.geo.admin.ch
- Empfehlung/Fazit: super gsi
-> SchwierigkeitsBewertungen beziehen sich, wegen der Vergleichbarkeit, auf trockene/gute Verhältnisse. Angetroffene Bedingungen in {}, zB T4{T5-}

Tourengänger: Kaj


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