Hügel und Grate am Ricken


Publiziert von Krokus Pro , 8. Dezember 2016 um 11:42. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum: 5 Dezember 2016
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Zürcher Oberland   CH-SG 
Zeitbedarf: 5:45
Aufstieg: 1140 m
Abstieg: 1020 m
Strecke:15 Km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Bus Eschenbach SG Richtung Wattwil, aussteigen in Steg SG (Gebertingen)
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Bus Wattwil Eschenbach ab Ricken Post

Unten grau, oben blau, goldrichtig für eine Genusstour in unserem schönen Oberland.
 
Mit dem Bus fahren wir ab Eschenbach SG Richtung Ricken bis zur Haltestelle Steg SG. Bis dahin wussten wir gar nicht, dass es  hier einen Weiler mit diesem Namen gibt.
 
Um 8 Uhr spazieren wir los, erst nach Rüeterswil, ein winziges Dörflein mit einer Kapelle und zwei Gasthäusern. Wir steigen weiter zur Hugenmatt, wo wir bereits die wärmenden Sonnenstrahlen geniessen können. Ein schöner Wanderweg führt  durch den Wald auf den Köbelberg  P 1087. In stetem Auf und Ab auf dem Kamm bleibend, erreichen wir über Stüssel  und Under Atzmännig  um halb elf Uhr das Bergrestaurant Ober Atzmännig. Die Wirtsleute sind gerade vom Tal heraufgefahren. Wir dürfen im heimeligen Beizli einkehren und bei der netten Wirtin einen Kafi Fertig geniessen.
 
Kurz vor elf Uhr wechseln wir von der warmen Gaststube hinaus in den Sonnenschein. Jacken und Handschuhe sind im Rucksack verstaut. Ringsum dehnt sich ein riesiges Nebelmeer aus. Offenbar sind wir die einzigen Glücklichen, die diesen Adventstag einfach so geniessen dürfen, denn auch bei der Bergstation der Sesselbahn verrichtet ein Betriebsarbeiter Reinigungsarbeiten, während er auf Passagiere wartet. In leichtem Anstieg erreichen wir die Schwammegg. Auf den weiteren Grataufstiegen über Hinter Rotstein, Rotstein und Gross Rotstein helfen Drahtseile über die steilsten Stellen hinweg, an den oft vereisten Stellen eine willkommene Hilfe.
 
Auf dem Tweralpspitz erwarten uns die Gegensätze von Nord- und Südlage. Die Schattenseiten sind mit einer dicken Reifschicht von eigenartigem Muster bedeckt, die Sonnseiten laden zum Wandern ein. Aber auch der Direktabstieg nach Osten zieht uns nicht an. Wir wählen den Nordgrat und gelangen auf den Wanderweg, der von der oberen Tweralp wieder auf den Ostgrat des Tweralpspitzes führt.
 
Durch Wald und einige seilgesicherte Steilstufen kommen wir zur Unteren Tweralp, wo ein Wegweiser darauf hinweist, dass im nächsten Abschnitt ein schmaler Gratweg zu begehen ist.
 
Wie versprochen, stehen wir oberhalb Chreuel auf einem etwa  1 Meter breiten Nagelfluhgrat. Vor allem auf der Nordseite befindet sich eine senkrechte hohe Wand. Die Südseite ist auch sehr steil, sieht aber im Sonnenlicht etwas harmloser aus. Der schmale Weg führt schnurgerade über den grasbewachsenen Felsen. Wir wundern uns, dass in der neuen Karte im Internet auch diese Route, wie viele andere im Oberland, nur noch gelb eingezeichnet ist, die Wegweiser aber weiss-rot-weisse Wege, also Bergwege  anzeigen. Dasselbe haben wir bereits am Ostgrat der Höchhand vorgefunden.
 
Am Ende der Felswand kommen wir bald wieder in den Bereich der sonnenwarmen Graskuppen. Über  Hinder- und Vordereggli kommen wir auf den Stoss. Auf dem Kamm steigen wir ab bis 1080m. Hier beginnt der Weg hinunter nach Laad P 913, dann ein Gegenaufstieg auf Hartbelag bis Heid. Ein nicht gut sichtbarer, aber mit vielen Wegweisern gezeichneter Wanderweg bringt uns bis Schwantlen, von wo eine schmale Fahrstrasse über Gallenmüsli nach Ricken führt.

Auf der ganzen Wanderung ist uns kein einziger Wanderer begegnet!
 
Um 15.45 fährt der Bus zurück nach Eschenbach. So bleiben 45 Minuten, um den Durst zu löschen.  Die beiden Restaurants haben aber in gutem Einvernehmen beide geschlossen. Im Tankstellenshop können wir uns aber zum wohlverdienten Bier niederlassen. Wir stellen fest, dass auch ÖV-Benutzer bei grossem Durst und längeren Wartezeiten gerne die geheizten Infrastrukturen der  Automobilisten nutzen. 

Tourengänger: CampoTencia, Krokus


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