durch die Schlucht (La Haute Joux) hoch zum Graitery - zurück über die Escaliers nach Moutier


Publiziert von Felix Pro , 29. Dezember 2016 um 13:40. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Bern » Berner Jura
Tour Datum:25 November 2016
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE 
Aufstieg: 770 m
Abstieg: 770 m
Strecke:Moutier, Parkplatz Bahnhof - P. 575 - Sur Chaux - Sous la Côtatte, P. 635 - La Côtatte - Rière Plain Champ,P. 677 - P. 828 - Schlucht La Haute Joux - Hütte Skiclub Moutier - Graitery - Graitery - P. 1166 - P. 1185 - L'Échelles - Forêt communal de l'Envers - P. 709 > Moutier, Bahnhof
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW via Langenthal - Aarwangen - Niederbipp - Klus - Welschenrohr - Gänsbrunnen und Grandval nach Moutier
Kartennummer:1106 - Moutier

Unter der Nebeldecke laufen wir vom Parkplatz beim Bahnhof Moutier los - an der Wetterlage wird sich grundsätzlich nur ändern, dass wir uns länger in diesem bewegen werden … Auf bekanntem Weg marschieren wir durch das südlich des Bahnhofs gelegene Quartier hinauf zum verfallenden Gebäude Sur Chaux, und weiter via P. 635 und das Wäldchen La Côtatte zur Weggabelung auf Rière Plain Champ, P. 677. Heute folgen wir dem nach E abbiegenden Fahrweg und erreichen auf diesem, nach einem kurzen Tunnel in den Wald eintretend, ein erstes Mal die Schlucht, durch welche wir später, weiter oben, aufsteigen werden. Erst wandern wir jedoch gemächlich auf dem bis zur Bergerie d’Eschert leitenden WW hoch bis auf 860 m - hier weist ein Steinmann wieder schluchteinwärts.

Erst ist das alte Forstweglein deutlich erkennbar, doch wie wir um einen ersten - bereits mit neuer Kette versicherten - Felsen herum weitergehen, wir der Pfad schmaler. Er leitet nun am meist steilen Waldhang malerisch höher und weiter, bis wir zum Bächlein in der Schlucht La Haute Joux gelangen: in eine überaus urige, urtümliche und wilde Landschaft treten wir nun ein.

Teils eng, mal geringfügig weiter, meistens jedoch mit Felsblöcken oder umgestürzten Bäumen durchsetzt, steigen wir dem Bächlein entlang zwischen den Felswänden hoch bis zu einer senkrechten Felsstufe, welche die Schlucht hier abzuschliessen scheint. Auf der (von unten betrachtet) linken Seite erschliesst sich jedoch die Möglichkeit, erst über eine felsige Platte, dann im rutschigen, erdigen, Hang diesen unter Zuhilfenahme einer (dünnen) Kette zu überwinden. Weiter geht’s auf einer recht deutlichen Spur bis zu einem letzten unschwierig zu durchkraxelnden Felsband; davor löst sich das Rätsel der neueren orangen Markierungsstriche: der Ski-Klub Moutier wird diesen alten Weg (sind doch auch wenige verblichene rot-weisse Markierungen auszumachen) neu eingerichtet haben - eine hölzerne Leiste an einem Baum weist wohl auf diese Urheberschaft hin.

Kurz nochmals steiler, dann im letzten Waldstück abflachend, führt uns das Pfädlein auf die Lichtung nahe von P. 1108 hinaus - wir befinden uns nun im dichten Nebel, die markanten Einzelbäume sind nur schemenhaft erkennbar.

 

Dank des Wegbeschriebs von Kik in diesem Bericht finden wir sogleich die Wegfortsetzung zwischen dem Felsband und der Erhebung P. 1166; im Wald führt nun der Zustieg zur Klubhütte im sanften Auf und Ab oberhalb der erwähnten Felsen in westlicher Richtung zur Wiese unterhalb der Sendestation, auf jener wir weglos - wiederum im Nebel - zu der dieser benachbarten Hütte gelangen. Noch ohne das seit längerem geschlossene Café-Restaurant Les Arsattes auf Montagne de Graitery zu erkennen, streben wir diesem zu, halten hier sogleich ostwärts, erst auf einem Feldweg, danach auf stets schlechter erkennbarer Spur, und erreichen schliesslich weglos den östlichsten Waldausläufers des Hügelrückens.

 

Während unseres Ganges übers eher flache Plateau überrascht uns kurz vor Erreichen des (unscheinbaren) höchsten Punktes des Montagne de Graiterys eine nur Sekunden dauernde Aufhellung mit wenig Blau über uns; nahe eines Unterstandes wenige Meter westlich des Gipfels lassen wir uns bei einer grossen Feuerstelle zur Mittagsrast nieder.

 

Für den nun beginnenden Abstieg folgen wir erst dem Waldrand weiter in westlicher Richtung bis auf ungefähr 1240 m, wo wir eine zwar steile, doch gut begehbare Passage durch den waldigen Steilhang hinunter aufs Weidegelände oberhalb des Hofes westlich von Montagne de Graitery finden.

 

Daran vorbei folgen wir dem WW, welcher uns bald wieder in den Wald sowie zu den beeindruckenden Escaliers - Échelles de Graitery - führt; beeindruckend, wie die kühn angelegten leiterähnlich angelegten Metalltreppen durch die Felswände hindurchleiten. Unten angekommen steigen wir auf erst steilem Serpentinenweg, danach angenehm, durch den Wald zurück durch den Forêt communale de l’Envers via P. 709 nach Rière de Plain Champ, P. 677 ab.

 

Ab hier bewegen wir uns auf den heute Morgen begangenen Wegen zurück - wiederum unter der Nebeldecke - zum Bahnhof Moutier; um eine interessante Schluchttour reicher.

 

ñ 2 ½ h min bis Graitery (Gipfel)

 

ò 1 h 25 min bis Moutier 2 ½ h min bis Graitery (Gipfel)

 

ò 1 h 25 min bis Moutier 


Tourengänger: Ursula, Felix


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