Brandchnubel 1413m und Farnere 1572m


Publiziert von Bergamotte Pro , 25. November 2016 um 16:15.

Region: Welt » Schweiz » Luzern
Tour Datum:23 November 2016
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Entlebucherflühe - Fürstein   CH-LU 
Zeitbedarf: 3:15
Aufstieg: 1100 m
Abstieg: 1200 m
Strecke:15km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Flühli LU, Krutacher
Zufahrt zum Ankunftspunkt:cff logo Schüpfheim
Kartennummer:1169 Schüpfheim

Der Föhn will und will nicht klein beigeben. Aber da ist er bei mir an den Falschen geraten. Irgendeine Tour lässt sich immer durchführen. Heute verschlägt es mich auf zwei Hügel im Entlebuch. Der Brandchnubel und der recht bekannte Aussichtspunkt Farnere sind niedrig genug, um Schnee und Sturmwinde zu vermeiden. Trotzdem überragen sie das Entlebucher Haupttal deutlich und bieten schöne Ausblicke Richtung Napf, Mittelland und Jura - wenn denn nicht Wälder die Sicht versperren.

Wegen einem morgendlichen Geschäftstermin laufe ich erst kurz vor 13 Uhr im Waldemmental los. Besonders häufig dürfte meine heutige Bushaltestelle Krutacher nicht benutzt werden, weder von Einheimischen noch Touristen. Sie liegt im öden Niemandsland kurz vor Flühli. Mein erstes Ziel, der Brandchnubel, wird vom Wanderwegnetz ignoriert. Im Winter bietet er an heiklen Neuschneetagen eine harmlose Kurztour.

Beim Gehöft Obernussberg folge ich der steilen Alpstrasse nach Norden und gewinne zügig an Höhe. Auf dem Nussbergweidli verläuft sich die Spur und ich mach mich in relativ direkter Linie an den Schlussaufstieg durch den Wald. Das geht ganz gut. Das Gelände ist zwar sehr steil, aber nur mässig verwachsen und nirgends ausgesetzt (T3). So braucht man nicht mal zerkratzte Beine und zerrissene Hosen fürchten - letzteres freut vor allem die Schwiegermama. Unbill droht höchstens vom Stacheldrahtzaun vor der Gipfelwiese. Dann steh ich auf dem Brandchnubel (1413m). Die Aussicht wird durch Bäume arg eingeschränkt, immerhin geniesst man einen schönen Blick nach Südosten auf die Entlebucher Flühe.

Nach dem weglosen Abstieg über Weidegelände nach Ober Brand (1230m) folge ich der Asphaltstrasse bis zum Fruttegg-Abzweiger. Im Sommer kann man sich im gleichnamigen Bauernbeizli erfrischen. Der Weiterweg nach Unterfarnere verläuft recht feucht, die Mulde blieb vom Föhn offenbar verschont. Eine saumässig steile Traktorenspur (fehlt auf LK) führt in direkter Linie nach Mittelfarnere (1405m). Von dort kurz nach Westen und dann an beliebiger Stelle zum Gratrücken hoch. Dieser lässt sich unschwierig auf schwachen Wegspuren begehen. Wenig später erreiche ich den Farnere (1572m) mit Kreuz, Buch und Sitzbank. Auch hier schränken Bäume das Panorama etwas ein, aber freundlicherweise wurde nach Norden eine schmale Schneise freigelegt. Der Wind bläst nur mässig hier oben. Trotzdem muss ich mich für die späte Mittagsrast dick einpacken. 

Die schnellste Route runter nach Schüpfheim zweigt kurz nach dem Gipfel in die Nordflanke ab. Darauf verzichte ich und folge stattdessen weiter der Krete nach Nordosten. Das lohnt sich vor allem wegen des Panoramas, denn schon bald öffnet sich die Sicht nach Norden komplett. Und im Bergrestaurant First kann man ein weiteres Mal einkehren. Bei P. 1308 beginnt dann schliesslich auch mein Schlussabstieg Richtung Talboden. Der Weg führt durch die kleine Wallfahrtsstätte Heiligkreuz (1128m) mit dem national geschützten Ortsbild. Die Schlussetappe nach Schüpfheim (719m) legt man - in Erinnerung an die Pilger - über den Stationenweg zurück.


Zeiten
0:50  Brandchnubel
1:10  Farnere
1:15  Schüpfheim

Tourengänger: Bergamotte


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