Mont de l'Arpille 2085,1m


Publiziert von Sputnik Pro , 21. November 2016 um 22:27.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Unterwallis
Tour Datum:20 November 2016
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT3 - Anspruchsvolle Schneeschuhwanderung
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 3:15
Aufstieg: 600 m
Abstieg: 600 m
Strecke:Zirka 6,8km (total)
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Von Sion, Brig oder Lausanne mit der Bahn nach Martigny. Von dort mit dem Bus auf den Col de la Forclaz (Achtung der Bus fährt nicht häuftig).
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Analog Zufahrt zum Ausgangspunkt.
Unterkunftmöglichkeiten:Das Hôtel de la Forclaz auf der Passhöhe. Es bietet neben Zimmern auch ein Massenlager und einen Zeltplatz an. Homepage: www.coldelaforclaz.ch
Kartennummer:LKS 1:25000 Barberine (Nr. 1324)

MONT DE L'ARPILLE: KLEIN ABER FEIN.

Die eher kurze Tour im Unterwallis war ein sonniger Lichtblick im trüben, nasskalten November 2016. Zudem hat's im traurigen Monat in den Bergen in Gegensatz zu letztem Jahr auch schon zu viel zu früh richtig Schnee gegeben - wie gerne wär ich im Süden! Immerhin gab's an einem Sonntag Sonnenschein in den Alpen, leider aber kombiniert mit Föhnstürmen an vielen Orten im Norden des Gebirgkamms. So viel meine Wahl fürs Unterwallis auf den für den Bergkanton sehr niedrigen Mont de l'Arpille oberhalb Martigny. Wenn sogar die NZZ (Link: Arpille) über den aussichtsreichen und sehr selbstständigen Wanderberg zu beichten weiss lohnt sich die eher lange Anreise garantiert!

Beim Studieren der Fahrpläne war bald klar dass ich erst um 14 Uhr die Tour antreten kann. So konnte ich fast Ausschlafen, frühstücken und gemütlich um 10 Uhr mit der Bahn über Bern und Visp nach Martigny fahren. Ich genoss die Fahrt, las Zeitung und lernte etwas Russisch für meine Reise nach Kasachstan im nächsten Jahr. In Martigny hatte ich 40 Minuten aufenthalt und weil die Tour keine sportliche Herausforderung ist gabs schon ein Bierchen davor. Pünktlich erreichte ich mit dem Bus schlussendlich am Nachmittag die Passhöhe. Eigentlich hatte ich gerechnet dass ich die Schneeschuhe schon auf dem Col de Forclaz anziehen müsste, doch nicht wirlich viel Schnee auf 1500m. Im Zickzack wanderte ich durch den schönen Bergwald dem Gipfelplateau entgegen. Erst ab etwa 1800m nahm die Schneehöhe langsam zu. Es waren durchwegs Fussspuren vorhanden und erst  wenige Dutzend Meter vor der ehemaligen Seilbahnsatation beim P.2040m sank ich wirklich tief ein. So legte ich dort eine Pause ein und zog endlich die Schneeschuhe an um einen Kilometer über das tief verschneite, winterliche Hochplateau zum höchsten Punkt zu gelangen. Ich blieb immer wieder stehen und genoss die schöne Landschaft des arktisch anmutenden lichten Waldes. Das Licht der tief stehenden Sonne erzeugte dabei lange Schatten und beleuchtete die Bäume rötlich. Am höchsten Punkt verweilte ich aus Zeitmangel nur eine Viertel Stunde, schliesslich sind sie Tage kurz und ich wollte nicht in der Nacht absteigen. Mit der einsetztenden Dämmerung war ich schliesslich nach der gelungenen ersten Schneeschuhtour der Saison wieder zurück auf de Passhöhe. Das Restaurant war ärgerlicherweise geschlossen und der Bus fuhr erst in knappe Stunde später. Glückicherweise nahm mich nach nicht einmla drei Minuten Daumenheben eine nette Französin mit und fuhr extra einen Umweg zum Bahnhof Martigny - Merci à toi, c'est très gentil :-)

Genaue Route: Col de la Forclaz - P.1811m - P.1968m - P.2040m - P.2059m (Plan du Gy) - Mont d l'Arpille (P.2085,1m)- Abstieg wie Aufstieg.

Tour im Alleingang.

Tourengänger: Sputnik

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Kommentare (2)


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Linard03 Pro hat gesagt:
Gesendet am 24. November 2016 um 06:03
Hoi Andi,

immerhin eine kleine Tour! Bei mir liegt die letzte Wanderung eine Ewigkeit zurück ... :-(
Die letzten Wochen war ich vorwiegend auf Geschäftsreisen ...

Gruss aus Teheran,
Richard

Sputnik Pro hat gesagt:
Gesendet am 24. November 2016 um 07:07
Hallo Richard,

Schade, dafür siehst du jetzt etwas von der Welt. Obwohl das Wetter bekanntlich im November auch kaum eine Tour ohne Niederschlag drin lag. Ich habe nun auch erst wieder übernächstes Wochenende Zeit für eine Schneeschuhtour - und die Ski müssen auch erst noch in den Service...

Gruss in den Iran,
Andi


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