Schrattenflue-Überschreitung


Publiziert von أجنبي , 3. November 2016 um 20:29.

Region: Welt » Schweiz » Luzern
Tour Datum: 1 November 2016
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: Schrattenflue-Gruppe   CH-LU 
Aufstieg: 1170 m
Abstieg: 1170 m
Strecke:Schlund – Ober Ruchweid – Chlus – Schibegütsch – Türstehäuptli – Hängst – P. 1933 – Tierweid – Hächle – P. 2088 – P. 1977 – Heftihütte – P. 1885 – Strick – Ober Gummenegg – Ober Gumme – Gummen – Dürrütili – Bodenhütten – Silwängen – Schlund
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Auto bis Schlund
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Auto ab Schlund
Kartennummer: LK 1:25.000: 1189 Sörenberg

Der Zufall wollte es, dass ich exakt ein Jahr nach der *Strick-Hächle-Tour erneut an Allerheiligen auf der Schrattenflue auftauchte. Diesmal, so der Plan, sollte es die gesamte Überschreitung vom Schibegütsch bis zum Strick sein.

 

Um 9.15 Uhr liefen wir unterhalb der Alp Schlund los. Unser erstes Ziel war der Schibegütsch. Bei der Alp Chlus erspähten wir am südöstlichen Ende des Berges unseren Aufstiegsweg via Stollen, der auch auf der Karte eingezeichnet ist. Auf mehreren Leitern ging es das dunkle Loch hoch. Eine Stirnlampe braucht's dazu nicht, doch etwas über die Sonnenbrille zu schielen lohnt sich.

 

Um 10.30 Uhr, also nach 1h 15min, erreichten wir mit dem Schibegütsch unser erstes Ziel. Angesichts unseres doch einigermassen langen Unterfangens hielten wir die Znünipause in Grenzen und wandten uns bald dem Türstehäuptli zu. Dazu folgten wir dem einfachen Wanderweg, von dem wir erst kurz vor dem Gipfelchen abwichen. Wir kraxelten gleich den ersten, felsigen Aufschwung hoch. Die Kletterei zum Gipfel sah dann ziemlich unmöglich aus, entpuppte sich aber als machbar. Für mich allerdings nicht. Zu ausgesetzt für ungesicherte Kletterei, fand ich und stieg zum Fuss des Türstehäuptli ab. So wählte ich schliesslich den Nordgrat, um doch noch auf das Gipfelchen zu kommen. Auch der Nordgrat ist nicht ohne: Zwar nicht allzu schwierig, aber etwas luftig und vor allem recht brüchig. Oben angekommen, war noch der kurze, schmale und flache Grat zum Gipfelsteinmann zu bewältigen. Mittlerweile zeigte die Uhr 11.15 Uhr.

 

Nach dem Türstehäuptli folgten wir erneut dem Wanderweg und landeten so kurz vor Mittag auf dem Hängst. Schnell entflohen wir dem dortigen Dichtestress und liefen auf dem Wanderweg in Richtung Hächle. Von Süden ist der Gipfel einfach zu machen. Im oberen, karstigen Bereich sind zwei, drei kurze Einschnitte zu kraxeln, was allerdings nicht allzu herausfordernd ist. Um 12.45 Uhr, also 3h 30min nach Abmarsch im Schlund, erreichten wir die Hächle.

 

Da der Magen mittlerweile heftig knurrte, gönnten wir uns hier eine etwas längere Pause und genossen das makellose Panorama. Nun folgte die Abkletterei in die Senke zwischen Gipfel und P. 2088. Auf meiner letztjährigen Tour war ich dort hochgeklettert und fand deshalb meine damalige Route wieder, was hilfreich war. Die Abkletterei ist zwar nicht ganz trivial und steil, doch der Fels ist allerbester Güte: Es hat genügend stabile Griffe für alle.

 

Nun folgte der zwar einfache, doch etwas mühsame und zuweilen unübersichtliche Abschnitt zu den Hächlezänd. Als wir den Turm passiert hatten, zweigten wir ostwärts in die Tiefe ab und fanden auch bald den schwach ausgeprägten Pfad, der uns auf den Wanderweg hinunter leitete. Auf diesem wanderten wir zur Heftihütte.

 

Nun folgte der Aufstieg zum letzten Gipfel, dem Strick. Der Grat verjüngt sich zusehends. Blaue Punkte weisen den Weg, doch würde man die richtige Route auch gut anhand der Pfadspuren finden. So gelangten wir zur Kette, die kurz vor dem Gipfel in einen Sattel hinunter führt. In einfacher Kraxelei erreichten wir danach den Strick. Mittlerweile war es 14.15 Uhr. Die fünfte Stunde seit Abmarsch war um.

 

Nach unserer letzten Gipfelrast folgte der rund zweistündige Rückweg zum Schlund. Viel dazu gibt es nicht zu sagen, da sich alles auf markierten Wanderwegen abspielt. Abgesehen von einer kurzen, abschüssigen und etwas mühsamen Stelle auf dem Weg zur Ober Gummenegg bleiben die Hände in den Hosentaschen.


Tourengänger: أجنبي


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Geodaten
 32866.kml Schlund - Schibegütsch - Strick - Schlund

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T5 II
1 Nov 15
Schrattenfluh traverse · Stijn
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