Hikr-Treffen 2016, 1|2: Glogghüs - Rothorn - Läuber


Publiziert von Felix Pro , 15. Oktober 2016 um 14:11. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Obwalden
Tour Datum:30 September 2016
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: Westliche Melchtaler Alpen   CH-BE   CH-OW   Östliche Melchtaler Alpen 
Aufstieg: 925 m
Abstieg: 925 m
Strecke:Melchsee-Frutt - Blausee - Wit Ris - P. 2331 - Glogghüs - P. 2394, Sattel Metzgerchälen - Rothorn - P. 2448 - Läuber - P. 2448 - (P. 2427) - (Talistock) - Melchseebach - P. 1898 - Berghotel Distelboden - P. 1894 - Melchsee-Frutt
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW via Zell, Autobahn|-strasse, Sursee - Sarnen Nord, Kerns, Melchtal und Stöckalp nach Melchsee-Frutt
Unterkunftmöglichkeiten:Hotel Posthuis Melchsee-Frutt
Kartennummer:1210

Das Wetter ist derart schön, dass wir bereits früh nach Melchsee-Frutt anreisen, und uns noch vor dem Hikr-Treffen auf eine (für mich neue) klassische Grat-Alpinwanderroute begeben.

 

Am malerischen, verträumt in der Hochebene liegenden, Blausee vorbei steuern wir dem Hochstollen zu, und machen uns auf, das doch „gfürchig“ anzusehende Wit Ris zu erklimmen. Ist im unteren Bereich der Pfad zwar teilweise schlecht erkennbar, doch von der Steilheit her noch relativ unproblematisch zu begehen, begebe ich mich - statt den beiden Frauen auf der Wegspur zu folgen - in stets steileres rutschigeres Terrain (im Nachstieg zweier vor mir dort mühsam sich hochkämpfenden Wanderern); zwischenzeitlich bin ich dankbar um die Hilfestellung seitens Ursula … Ein echt mühsames Stück Arbeit ist auch der finale Abschnitt (auf der Westseite des Ris, unmittelbar unter den Steilwänden des Hochstollens) hinauf zur Gratkante, auf welcher der BWW verläuft.

 

Wir folgen diesem über der Talalp - mit feiner Aussicht gegen das BO - in südöstlicher Richtung, kürzen jedoch unter dem Fulenberg über Alpweiden ab, um nicht den Umweg über P. 2263 (dort scheint ein blauer WW zu stehen) machen zu müssen. Wieder auf dem BWW, folgen wir diesem; unweit von P. 2331 mutiert er (mindestens auf der elektronischen Karte) zum Alpinwanderweg - davon ist, auf Grund fehlender Markierungen, nichts zu sehen, ebenso wenig wie der Abzweig dem Grat entlang … so wandern wir dem breiten Fahrweg entlang bis zum Skilift, unterqueren dessen Seile, und steigen auf schwacher Spur an bis zum nun deutlich erkennbaren AWW. Nach wenigen Metern, bereits die ersten Felsaufbauten deutlich erkennend, steilt dieser an; über die leicht abschüssige Felsflanke und um Grataufbauten herum hilft mancherorts ein fixes Drahtseil - der Schlussgang zum Glogghüs ist danach vergleichsweise unproblematisch.

 

Der weitere Wegverlauf birgt einige gut passierbare Gratabschnitte, eine kurze, gesicherte Felspassage, dann jedoch einen deutlich abschüssigen Abstieg zum Sattel Metzgerchälen, P. 2394 - mit dem wenig motivierenden Anblick der erst unbesteigbar wirkenden Felswand zum nächsten Gipfelziel. Immerhin sind aus etwas weniger Distanz wenige Berggänger darin auszumachen; wild wirkt die Szenerie nach wie vor - bei der weiteren Annäherung sind jedoch die installierten Fixseile zu erkennen, was doch einen Schimmer Hoffnung aufkommen lässt.

Nun denn, erst einmal in die gleich zu Beginn wirklich steile Wand (auch mit Eisensprossen ausgestattet) eingestiegen, lässt sich die Besteigung der Schlüsselstelle doch recht gut an - vermittelt sogar zwischenzeitlich einen Hauch von Genuss ;-)

So gereicht der (bei uns lange im Gespräch gewesene) Gang zum Rothorn bald einmal zur grossen Gipfelfreude; weil der Gipfel selbst doch sehr gut besetzt ist, wandern wir bald weiter, nicht jedoch ohne mit Musse das herrliche Gipfelpanorama bewundert zu haben.

 

Erst einmal folgen wir der guten Spur weiter in südlicher Richtung (weiter als auf der elektronischen Karte der blaue AWW eingezeichnet ist) verhältnismässig unschwierig; doch gilt es den Felszahn vor P. 2448 mit der nötigen Trittsicherheit und Konzentration zu umgehen und (teilweise gesichert) zum Sattel abzusteigen. Eher einfach ist nun unser letzter Aufstieg, zum letzten der heute besuchten Gipfel (dieser schon im Kanton BE liegend), welcher nun - im Gegensatz zu den beiden andern - mit einer ausladenden, flachen, Wiesenkuppe aufwartet: auf Läuber holen wir nun die Mittagsrast gemütlich nach.

 

Nach dieser steigen wir zurück und ab zum bekannten P. 2448; hier biegt ein wbw markiertes Weglein durchs Geröll ab und leitet uns in Richtung (P. 2427). Auf dem Gratrücken steigen wir wieder steiler ab in die S-Flanke des (Talistockes); noch vor dem Balmeregghorn wenden wir uns dem Tal des Melchseebaches zu. Zwischen Tali- und Melchseestock hindurch verringern wir weiter an Höhe, und gewinnen so wieder Alpweidegebiet; wieder im Talgrund angelangt, lassen wir uns auf der Terrasse des Berghotels Distelboden für eine erste Würdigung (und Begiessung) der doch anspruchsvolleren Gipfelrunde nieder.

Inmitten vieler Wanderer schreiten wir bei schöner Vorabendstimmung zurück nach Melchsee-Frutt, zum Hotel Posthuis.

Etwas später findet sich hier die Hikr-„Gemeinde“ ein - ein erfreuliches Treffen, ein gemütlicher Abend ergibt sich; vielen Dank an die organisierenden roger_h und WoPo1961!




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Kommentare (2)


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Kopfsalat Pro hat gesagt:
Gesendet am 17. Oktober 2016 um 11:06
Besten Dank. So einfach bin ich noch nie zu einer T5 II Tour gekommen.

Aber die Foto-Dokumentation zeigt wieder einmal perfekt, was dort auf mich wartet, wenn ich's mir doch noch zumuten würde.

Gruss
Dani

Felix Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 17. Oktober 2016 um 12:57
schön, dass du aus dem Bericht einiges herauslesen konntest ;-)

lg Felix


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