Piz Chalchagn (3154m) – Überschreitung


Publiziert von أجنبي , 9. Oktober 2016 um 10:17.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Berninagebiet
Tour Datum:30 September 2016
Wandern Schwierigkeit: T4+ - Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR   Bernina-Gruppe   Piz Bernina 
Aufstieg: 1430 m
Abstieg: 1300 m
Strecke:Staziun Pontresina – Punt Ota – Tais – P. 2245 – Muottas da Puntraschigna – Muot d'Mez – Muot Dadains – P. 2630 – Chalchagn Pitschen – P. 2789 – P. 2772 – P. 2931 – Piz Chalchagn – Fop – Puoz Ot – Puoz Bass – Chünetta Sur – Chünetta – P. 1963 – Morteratsch
Zufahrt zum Ausgangspunkt:-
Zufahrt zum Ankunftspunkt:ÖV ab Morteratsch
Kartennummer:LK 1:25.000: 1257 St. Moritz

Der Piz Chalchagn ist einer der Hausberge Pontresinas. Im Gegensatz etwa zum Piz Languard geniesst er jedoch ein Schattendasein und wird eher selten bestiegen. Das mag wohl daran liegen, dass sich weder Auf- noch Abstieg künstlich verkürzen lassen, kein wirklicher Weg zum Gipfel führt und der obere Teil eher etwas für Geröllliebhaber ist. Ein Besuch auf dem Piz Chalchagn lohnt sich aber allemal, denn die Aussicht auf die nahen Bernina-Gipfel sucht ihresgleichen.

 

Mein Ausgangspunkt ist Pontresinas Bahnhof, Start um 8.30 Uhr. Schon nach wenigen Minuten geht es beim Parkplatz in Punt Ota in den Wald. Vorbei an köstlichen Pilzen, frühstückenden Eichhörnchen und bellenden Rehen führt der Weg nach Muottas da Puntraschigna hoch. Ein schönes Fleckchen, das für sich schon einen Besuch wert ist. Wer auf den Piz Chalchagn will, sollte die Abzweigung bei P. 2245 nicht verpassen.

 

Nun sind die Gemsen an der Reihe. Sie schmücken die Kulisse hoch zum Muot d'Mez, dem ersten „Gipfel“ des Tages, den ich nach gut eineinhalb Stunden erreiche. Hier erhält man einen ersten Einblick ins schöne Val Roseg. Steinmännchen und zuweilen Wegspuren folgend geht es nun gegen Süden weiter. Das Gelände wird zusehends steiniger, bleibt aber einfach. Zwischen P. 2789 und P. 2772 wird es ganz kurz ordentlich schmal. Der kurze Abstieg in den Sattel wird aber dadurch entschärft, in dem man nach der schmalen Stelle nicht weiter dem Grat folgt, sondern etwas in die Westflanke ausweicht (Steinmännchen/Wegspuren).

 

Hier im Sattel beginnt nun der eigentliche Kraxelaufstieg. Über endlos viele Felsblöcke kraxelt man den Nordgrat hoch. Am besten hält man sich einigermassen am Grat. Ab und zu erspähte ich Steinmännchen, suchte grundsätzlich aber meine eigene Linie. Zuweilen hat es durchaus auch relativ steile Aufschwünge. Achtung ist vor allem vor den losen Blöcken geboten, denn die sind schwer und nicht gerade selten. Nach insgesamt knapp vierstündigem Aufstieg erreichte ich nach knapp vier Stunden den Gipfel des Piz Chalchagn. Ich blieb an diesem Tag der einzige Besucher.

 

Mein Absteigsziel war der Bahnhof von Morteratsch. Der Weg dorthin ist – naja – lange Zeit eher inexistent. Vom Gipfel wendet man sich zunächst nach Osten. In der dortigen Flanke liegt viel hervorragendes Geröll, das einen knieschonenden, schnellen Abstieg nach Fop zulässt. Dort ist allerdings Schluss mit lustig: Bis zu den Seen runter wartet eine riesige Geröllwüste. Der einzige Genuss bleibt hier der Blick in die Bergwelt.

 

Beim Puoz Bass ist schliesslich Schluss mit Geröll. Hier geht es nun – Steinmännchen folgend – über Wiesen in Richtung Chünetta Sur. Mich führten die Steinmännchen zu einer zerfallenen, kleinen Alphütte. Dort traf ich zum ersten Mal seit langer Zeit wieder auf etwas, wofür der Begriff „Weg“ nicht ganz unangemessen erschien. Ich folge dem verwachsenen Pfad bis Chünetta, wobei ich ihn ein paar Mal fast verlor. Bei Chünetta trifft man auf einen guten Wanderweg, der einem problemlos ins Val Morteratsch führt.


Tourengänger: أجنبي


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Geodaten
 32470.kml Pontresina - Piz Chalchagn - Morteratsch

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