Foggenhorn - zurück entlang der Nesserij


Publiziert von Mo6451 Pro , 4. Oktober 2016 um 23:59.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Mittelwallis
Tour Datum: 4 Oktober 2016
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 817 m
Abstieg: 836 m
Strecke:12,1 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:ÖV Blatten, LSB Belalp
Kartennummer:map.wanderland.ch

Gab es heute etwas umsonst? Ja, das schöne Wetter im Wallis. Volle Züge kennt man ja zu den Stoßzeiten. Aber heute gab es ein ganz besonderes Schauspiel. Der Zug von Basel nach Bern: voll, der Zug von Bern nach Brig: übervoll und der Bus von Brig nach Blatten: nur noch Stehplätze. Ein Blick reihum auf die Bahnsteige, Menschenmassen soweit das Auge reicht.  Die Gondel hinauf zur Belalp: musste zweimal fahren, zu viele Aspiranten. Und ich hatte mir eine Tour auf das Foggenhorn ausgesucht.

Ich hatte Glück, mit der ersten Gondel nach oben fahren zu können. Der Andrang war so groß. Auf der Belalp verteilten sich die Menschen recht schnell und auf dem Wanderweg Richtung Foggenhorn war ich dann auch schnell allein unterwegs.

Ich habe mich für den Aufstieg über P 2331 entschieden. Er ist kürzer, aber auch um einiges steiler. Ungefähr auf der Höhe von 2072m teilt sich der Wanderweg. Nach Süden geht es zu Suone, nach Westen zum Foggenhorn. Wanderer, die auf diesem Teilstück noch unterwegs waren, bogen alle zur Suone ab.

Der Weg nach oben war mehrheitlich trocken aber auch sehr steinig. Die nassen Abschnitte waren allerdings sehr rutschig. Erst auf der Höhe von 2400m flacht der Weg etwas ab. Bei 2.572m erreiche ich den Grat. Zwischendurch musste ich immer mal wieder stehenbleiben um das wunderbare Panorama zu genießen. Vor allem der Blick auf den Aletschgletscher ist recht beeindruckend.

Nun beginnt eine schöne Gatwanderung hinüber zum Foggenhorn. Mit vielen Auf- und Abstiegen, zum Schluss noch ein kurzes Klettern und dann ist der Gipfel erreicht. Hier treffe ich auf einen Wanderer der von Nessel aufgestiegen, mein späterer Abstiegsweg.

Zuerst aber der Versuch, den einen oder anderen Gipfel zu bestimmen. Einer ist nicht zu übersehen, das Matterhorn. Nach einem längeren Plausch und einigen Fotos trennen sich unsere Weg, meiner führt hinunter nach Nessel. Der Abstieg hier ist um einiges leichter als der Aufstieg auf der nördlichen Seite. Kaum steile Stellen, in sanften Serpentinen geht es runter. Rechts und links verändern sich gerade die Farben, leuchtendes Rot dominiert den grünen Wacholder. Es gibt sogar noch viele Heidelbeeren.

Bei P 2065 ändert der Wanderweg seinen Richtung, es geht nun nach Norden und kurze Zeit später stoße ich an die Suone Nesserij. Sie wird nun mein Begleiter zurück nach Belalp sein.
Nur kurze Stücke der Suone sind verrohrt, ansonsten mäandert sie durch wenig steiles Gelände. Allerdings ist die Begehung nicht gerade empfehlenswert. Der Hüterweg ist von Kuhtritten zerstört. Dort, wo das Gelände sumpfig ist, ist die Begehung nur über "Umwege" möglich. Halbherzig sind einige Abschnitte mit Schotter "geflickt". Schade, denn der Sionenlauf ist recht attraktiv.

Am Ende treffe ich wieder auf meinen Aufstiegsweg von heute Mittag. Jetzt heißt es etwas Tempo zu machen, weil ich nicht weiß, wann die letzte Gondel nach Blatten fährt. Aber es gab keine Probleme. Zurück in Blatten musste ich noch fast 45 Minuten auf den Bus warten und auch in Brig gab es keinen direkten Anschluss. So wurde es ein recht langer Tag.
Das Foggenhorn und der Panoramaweg lohnen sich allemal, schon wegen der wunderbaren Aussicht.

Tour solo.

Tourengänger: Mo6451

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