Auf dem Schmugglerpfad mit Abstecher auf den Riedchopf (2552 m)


Publiziert von alpstein Pro , 23. September 2016 um 16:44.

Region: Welt » Österreich » Zentrale Ostalpen » Rätikon
Tour Datum:21 September 2016
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR   A 
Aufstieg: 780 m
Abstieg: 780 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:über St. Gallenkirch nach Gargellen; PP Ortsmitte (Tag 1) oder Talstation Schafbergbahn (Tag 2)
Kartennummer:map.geo.admin.ch

Der Sommer hatte sich zwar zu unserem Urlaubsbeginn verabschiedet, aber die Prognosen für diese Woche waren doch nicht einmal so schlecht. Ein Ziel und eine Unterkunft waren schnell gefunden und so machten wir uns am Dienstag gegen Mittag auf den Weg in das Montafon. Für eine Wanderung nach der Ankunft am Tag 1 war es zu spät, aber ein kurzer Klettersteig lag noch drin. Der Klettersteig in der Rongg-Schlucht ist von der Gargeller Ortsmitte, dem Wegweiser Wasserfall folgend, in kaum 10 Minuten erreicht.

Für unseren Wanderkurzurlaub war er ein tolles Aufwärmprogramm. Unsere Kräfte wurden gefordert und er brachte uns gehörig ins Schwitzen. Zwei Stellen, darunter der Einstieg in eine leicht überhängende Wand, sowie eine Traverse um eine Felskante herum, bleiben im Gedächtnis haften. Leider war der KS viel zu schnell vorbei. Nach der österreichischen Skala ist er in der Kategorie B/C anzusiedeln. Die Rongg-Alpe oberhalb  der Schlucht hatte geschlossen, so dass es eine Belohnung erst in einem Dorfwirtshaus gab.

 

Tag 2: Wanderung im und über dem Nebel auf dem Schmugglerpfad

Der Blick aus dem Fenster zeigte am frühen Morgen sonnenbeschienene Bergspitzen im hinteren Montafon. Bis nach dem Frühstück hatte sich aber schon eine Hochnebeldecke über das Tal gelegt, welche sich nach Webcam-Konsultationen knapp oberhalb 2000 m befand. Als Ziel wählten wir kurzerhand den Schmugglerpfad im österreichischen/schweizerischen Grenzgebiet, der durchweg oberhalb der 2000 m Marke verläuft. So ließen wir uns von Gargellen zum Schafberghüsli (2122 m) hinaufgondeln. Die Bergstation steckte im dichten Nebel.

Im Gegenuhrzeigersinn machten wir uns auf den Weg zum St. Antönier Joch. Die Route ist bestens wrw markiert und nicht zu  verfehlen. Die Sonne ließ sich zeitweise zwar erahnen, aber erst am St. Antönier Joch (2379 m) bekamen wir sie schließlich richtig zu Gesicht. Die großen Rätikongipfel ragten aus einem riesigen Nebelmeer hervor, ebenso unzählige Zinnen Richtung Silvretta. Die Sonne-/Wolkenstimmung war fantastisch und ließ uns frohlocken. Bei derartigen Verhältnissen nimmt man auch einige Stunden Nebelwandern in Kauf.

Den Abstecher vom St. Antönier Joch zum Riedchopf (2552 m) ließen wir uns nicht entgehen. Auf den letzten Metern wurden sogar noch die Hände gebraucht. Eine ganze Zeit lang haben wir das herrliche Panorama genossen. Schließlich mussten wir aber zum Joch zurück, wo wir den  Rundkurs um die Gargeller Chöpf fortsetzten.

Bis zum Gafier Joch (2415 m) sind 1 ½ Std. Gehzeit angeschrieben, die mit zwei Zwischenanstiegen von je ca. 100 Hm gewürzt sind. Viel gesehen haben wir im Nebel allerdings nicht mehr. In einer weiten Schlaufe führt der Wanderweg fast bis an die Nordabstürze der Madrisa. Dort waren wir froh, dass es endlich endgültig abwärts ging. In ca. 45 Minuten waren wir am Ausgangspunkt zurück. Dort gab es was für den Durst und der Hunger wurde mit einem „Brösl“ gestillt. Mit der Bahn ging es knieschonend wieder in das Tal hinunter.

Fazit: Wenn die Wanderung auch überwiegend im Nebel verlief, hat das Positive überwogen. Der Schmugglerpfad kommt kaum über T2 hinaus, der Abstecher zum Riedchopf liegt um die T3+. Sicher ist es empfehlenswert den Rundkurs an einem Wochentag außerhalb der Hauptsaison zu begehen. Um die Landschaft in ihrer ganzen Schönheit zu sehen, wird auf den schönen Bericht von countryboy verwiesen.


Tourengänger: alpstein, Esther58

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