Rosenhorn 3689m - von der Gletscherschlucht nach Rosenlaui


Publiziert von AUF , 8. Oktober 2016 um 18:36.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Oberhasli
Tour Datum:11 September 2016
Wandern Schwierigkeit: T4+ - Alpinwandern
Hochtouren Schwierigkeit: WS
Klettern Schwierigkeit: III (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE 
Zeitbedarf: 15:00
Aufstieg: 2460 m
Abstieg: 2400 m
Strecke:16,5 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Anreise: Da gibt es wahrscheinlich viele Möglichkeiten, wir wählten die, das Auto am Parkplatz Roselaui bei der Schlucht zu parken (8 CHF) und den Bus (fährt fast stündlich) zur Abzweigung Gleckstein (∼12 CHF) zu nehmen. Von da aus sind wir dem Wanderschild zur Glecksteinhütte gefolgt, Weg T3, Zeit 2h40.
Unterkunftmöglichkeiten:Glecksteinhütte SAC Dossenhütte SAC
Kartennummer:1229

Vorab: Das war ein langes wow-Wochenende. Die Hütten waren toll, die Wege, Zu-und Abstiege, der Gletscher, der Grat auf das Rosenhorn, Kletterei an Kabeln und Stiften, die Aussicht auf bekannte Berggipfel, fabelhafte Landschaften und grandiose Felsen, und dann noch die Schlucht am Ende…das braucht zwar Zeit und wie immer das richtige Wetter, um schön zu sein, aber das stellte sich ein.  


Glecksteinhütte: komfortabel, schön gelegen mit Terrasse und Blick nach Grindelwald runter, auch auf den Gletscher, das Hütten-Personal ist freundlich gewesen, obwohl die Hütte ausgebucht war.

Um 4:30 Uhr stapfen wir los Richtung Oberes Beesibärgli
Der T4 Weg bringt uns im Schein der Stirnlampen erst über Gras, dann über Stock und viel Stein zum Gletscher. Der Weg ist erst sehr gut weiss-blau-weiss markiert und wechselt später zu weissen Strichen. Einmal finden wir dann noch einen weissen Punkt an einer Felswand doch dann nichts mehr. Also folgen wir einem Steinmännchen und murksen uns zum Gletscher durch. Anmerkung für GPX-Track-Nutzer: wahrscheinlich gibt es für die letzten Meter vor dem Gletschereinstieg eine elegantere Variante.

Zum Gletscher: einige wilde Spalten müssen umgangen werden. Unser Ziel -das Rosenegg und dann über den N/O-Grat zum Gipfel. Wir kürzen aber über den N/W-Grat ab und hangeln uns dabei eine kurze, steile Stelle über einer Spalte entlang und steigen von da aus bequem den kurzen Grat auf den Gipfel. Rosenegg ist aber die bessere Wahl.

Weg zum Dossensattel und zur Dossenhütte:
Erst mal wieder runter vom Gipfel, den Grat entlang. Wir orientieren uns diesmal Richtung Rosenegg, biegen dann aber in einem Bogen links ab und halten auf den Dossen zu. Hier verlässt man den Gletscher wieder und steigt am Dossen zwar nicht auf den Gipfel (klettrige Angelegenheit), aber über den Sattel. Der Weg ist gut markiert und führt zur Dossenhütte, die man von hier zwar bald zu Gesicht bekommt, aber an Kabeln geht's jetzt erst mal anspruchsvoll runter.

Dossenhütte:
Wunderschöne, exklusive Hütte. Wir freuen uns mit den Leuten zu plauschen, die vor der Hütte sitzen, die Sonne geniessen und trinken einen Kaffee bzw. ein Bier. Das gezischte Bier aber sollte noch nachhallen im gar nicht so einfachen Abstieg, der hier im oberen T4-Bereich den Alkohol zum Handicap ausbaut.

Der Hüttenzustieg ist kein Jedermann-Weg, erst geht es lang und luftig an Kabeln und über Leitern runter zur Moräne, dann runter zum Gletscherbach. Der Wanderweg führt uns zielsicher zum Parkplatz Rosenlaui. Dreht man sich um, erblickt man die steile Felswand und weit oben die Hütte- kaum zu glauben, dass da ein Weg durchgeht.

Beim Parkplatz werden wir uns endlich gewahr, dass es hier eine wirklich schöne Schlucht gibt und einen Wasserfall. Wir besichtigen, was sich schnell mitnehmen lässt, streben aber zum Auto, wo Wechselklamotten warten und die Möglichkeit das Fahrzeug zur nächstgelegenen Pizzeria zu steuern.

Ich feu' mich jetzt schon auf ein nächstes Mal.

Tourengänger: AUF


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