Dombaj-Ul’gen 4046,0m


Publiziert von Sputnik Pro , 22. September 2016 um 07:20.

Region: Welt » Abchasien
Tour Datum:27 August 2016
Hochtouren Schwierigkeit: S-
Klettern Schwierigkeit: IV (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: RUS   ABH 
Zeitbedarf: 3 Tage
Aufstieg: 2100 m
Abstieg: 2100 m
Strecke:Zirka 20km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit dem Bus von Краснодар (Krasnodar) mit Umsteigen in Черкесск (Čerkessk) nach Домбай (Dombaj). Zwischen Čerkessk nach Dombaj muss je nach Linie in Карачаевск (Karačaevsk) oder Теберда (Teberda) umgestiegen werden. Von Dombaj mit einem Allradtaxi nach Ostsüdosten bisDombaj-Ul’gen auf eine Höhe von zirka 1900m ins Tal Домбай-Ульген (Dombaj-Ul’gen).
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Analog Zufahrt zum Ausgangspunkt.
Unterkunftmöglichkeiten:Keine; es sind mehrere gute Biwakplätze auf der Strecke zum Домбайское седло / Седло Фишера (Dombajskoe sedlo / Sedlo Fišera) vorhanden. Empfelhlenswert ist der Biwakplatz zirka 50m vor dem genannten Sattel.
Kartennummer:Топографическая карта К-37-36 (1:100000)

HÖCHSTER BERG ABCHASIENS:  ДОМБАЙ-УЛЬГЕН (DOMBAJ-UL’GEN) 4046,0m.

Die Besteigung des Dombaj-Ul’gens ist ein ganz grosser Brocken wenn man alle europäischen Landeshöhepunkte besteigen will - schwieriger ist lediglich der höchste Berg Georgiens, die 5201m hohe Шхара / შხარა (Škhara / Šxara). André und ich waren mit zwei Bergführern unterwegs und brauchten drei Tage am Berg für das grossartige Unternehmen an einem der zehn gefährlichsten Berge im Kaukasus. Bevor wir den Gipfel betstiegen hatten, verbrachten wir schon einige herrliche Vorbereitungstage mit dem K2-erfahrenen Bergführer Александр „Алекс“ Елисеев (Aleksandr „Aleks“ Eliseev) in Домбай (Dombaj); für den ersten Teil der Reise siehe beim Torenbericht vom: Гора Мусат Чери (Gora Musat Čeri). Unser zweiter Bergführer, der mit uns den Dombaj-Ul’gen bestieg, war  Александр Сушко (Aleksandr Suško). „Саша“ („Saša“) ist ebenfalls ein sehr erfahrener Bergführer, schliesslich hat er schon alle 7000er der frühereren Sowjetunion bestiegen! Die Tour organisierten wir über die professionelle Agentur „Russian Mountain Guides“ (Homepgage: www.mountainguides.ru).

Im Anchluss der Besteigung besuchten wir die Republik Abchasien, wo wir einige Tage das Meer und die mediterrane Atmosphäre genossen. Abchasien hatte uns sehr gut gefallenn. Leider ist es eine Schande, dass der Westen nicht endlich die Unabhängigkeit Abchasiens akzeptiert was für dessen Entwicklung nötig wäre!

Allgemeines über den Dombaj-Ul’gen:

Der 4046,0m hohe Dombaj-Ul’gen liegt im westlichen Teil des Grossen Kaukasus (Russisch: Кавказ / Kavkaz). Über den Gipfel verläuft die Grenze der Russischen Teilrepublik Карачаево-Черкесия (Karačaevo-Čerkesija) und der seit 1992 von Georgien unabhängigen Republik Abchasien. Von Abchasien und dem ganzen Westkaukasus ist der Dombaj-Ul’gen der höchste Gipfel. Der Name des Berges ist Karatschai-Balkarisch und heisst auf Deutsch „Getötetes Wisent“ - in Bergsteigerkreisen wird es jedoch meistens mit „Grosses Wisent“ übersetzt, was in Betracht auf den wuchtigen Berg keine Übertreibung ist. Das Massiv des Dombaj-Ul’gens ist aus sehr drei harten Urgesteinen aufgebaut: Gneis, kristalliner Glimmerschiefer und Granit. Die russische Seite des Berges gehört zu einem grossen Nationalpark, dem seit 1936 bestehenden Тебердинский заповедник (Teberdinskij zapovednik). Der einzig in der Nähe des Berges gelegene Ort ist Urlaubsort Домбай (Dombaj) im Nordwesten. Von Feriendorf und aus dessen Skigebiet ist der Berg auch gut zu sehen.

Das zentrale Massiv vom Dombaj-Ul’gen ist zirka 2½km lang und bricht auf allen Seiten mit hohen, kilometerlangen Felswänden ab. Darunter befinden sich kleine Gletscher und steile Hänge. Das Massiv des Berges besteht aus drei Gipfel: Hauptgipfel, dem nur zehn Meter niedrigeren Westgipfel (4036m) und dem aus Ostgipfel (3950m). Unter den Westgipfel steht auf dem Südwestgrat ein auffälliger Gendarm, genannt Пик ЦДСА (Pik CDSA). Weiter steht als nördlicher Vorgipfel etwas weiter entfernt der Малый Домбай-Ульген (Malyj Dombaj-Ul’gen; 3800m); dieser ist vom Hauptgipfel durch den Домбайское седло (Dombajskoe sedlo; 3590m) getrennt. Der Sattel wir oft auch nach einem der Erstbesteiger Седло Фишера (Sedlo Fišera) genannt. Die Gipfeln des Dombaj-Ul’gens werden durch drei Pässe begrenzt: Im Südwesten der Перевал Птыш (Pereval Ptyš; 2995m), im Norden der Перевал Чучхур (Pereval Čučkhur; 2712m) und Перевал Буульген (Pereval Buul’gen; 3300m) im Südosten. Drei Täler stehen ebenfalls umrunden das Massiv: Im Westen das Tal des Птыш (Ptyš), in Osten das Tal vom Буульген (Buul’gen) ind im Süden auf abchasischer Seite das Tal vom Южный Птыш (Južyj Ptyš). Alle kleinen Gletscher an den Füssen der Felswände rund um den zentralen Gipfelbereich werden Ледник Домбайский (Lednik Dombajskij) genannt; sie werden lediglich in einen Östlichen, Westlichen und Südlichen Dombaj-Gletscher unterteilt.

Die Erstbesteigung gelang am 27.7.1914 den Deutschen Alpinisten Oscar Schuster und Werner Fischer über den Nordgrat. Da im August 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach befanden sie sich Plötzlich in Feindesland. Sie wollten deshalb nach der Besteigung unerkannt über die Türkei nach Hause reisen, wurden jedoch in Сухум (Sukhum) aufgegriffen und kamen in ein Kriegsgefangenenlager. Dort starb Schuster 1917 in der Nähe von Астрахань (Astrakhan’) nachdem er sich mit Typhus infiziert hatte. Fischer konnte dagegen nach dem Krieg in seine Heimat zurück kehren. Heute führen mehr als zwanzig Routen auf die drei Gipfel des Dombaj-Ul’gens. Die einfachste, aber dennoch anspruchsvolle (ZS+ bis S-) führt über den Nordgrat auf den Hauptgipfel. Zwei schwierige Routen (S+) führen auf den Westgipfel; die Überschreitung aller drei grossen Gipfel ist sehr schwierig (SS+). Alle anderen Routen weisen ebenfalls sehr hohe Schwierigkeitsgrade auf, die Wandbesteigungen sind zudem sehr gefährlich wegen häufigem Steinschlag.

Besteigungsbericht:

TAG 1 oder FERIENTAG 7 (26.8.): Biwakaufstieg beim Dombajskoe sedlo / Sedlo Fišera.

Pünklich um 7 Uhr stand unser bestellter Bus vor dem Hotel Таулу (Taulu). Endlich konnte es losgehen nach einem nahrhaften zum unserem Abenteuer! Vom Feriendorf Домбай (Dombaj) führen wir ins Tal des Bergbaches Домбай-Ульген (Dombaj-Ul’gen) – der Bach hat übrigens den gleichen Namen wie unser Gipfelziel. Wir fuhren etliche Kilometer das bewaldete Tal hinauf und konnten so sicher drei Stunden Marsch einsparen. Auf etwa 1900m war dann auf einer Alpweide Schluss mit der Fahrt und wir liefen mit unseren schweren Rucksäcken bei leichtem Regen los. Glückerweise verzog sich die Regenfront bald wieder als Алекс (Aleks) die richtige Abzweigung ins Tal Птыш (Ptyš) suchte. Wir fanden glücklicherweise bald den richtigen Pfad. Nachdem wir ein kurzes, steileres Stück durch den Bergwald ins Ptyš-Tal aufgestiegen waren gab es eine kurze Rast. Das Wetter war nun deutlich besser aber die Gipfel blieben in der Hochnebeldecke versteckt. Nun wanderten wir etwa eine Stunde weiter talaufwärts wobei wir nach einer Bachquerung querfeldein liefen weil wir im hohen Gras den Weg nicht gesehen hatten. Schliesslich kamen wir bei einem Biwakplatz an wo es nochmals eine Verstärkungspause gab. Einige Metallplatten erinnerten dort an verunglückte Bergsteiger, unter Anderem auch Tragödien am Dombaj-Ul’gen. Vom Biwakplatz wurde es nun deutlich Steiler und wir gewannen auf den alpinen Hängen der östlichen Talseite rasch an Höhe. Der Zickzack-Pfad war nicht zu verfehlen, doch dafür regnete es wieder im unteren Teil des Hanges. Auf etwa 2800m erreichten wir schliesslich unterhalb eines Felsens und neben einem Bergbach einen wunderschönen Biwakplatz. Das Wetter ear inzwischen wieder freundlich und wir genossen die Szene, Unsere beiden gutgelaunten Bergführer kochten nun Tee, so dass die verdiente Rast fast eine Stunde dauerte. Gleich neben dem Biwakplatz überquerten wir den doch ziemlich reissenden Bach. Wenige Meter daneben begann das Teilstück der Gletscherschliffplatten. Aleks fand einen optimalen Weg über den Gürtel der Felsplatten so dass wir kaum die Hände brauchten. Inzwischen war nur noch wenig Vegetation vorhanden. Nun sahen wir endlich den eindrucksvollen Dombaj-Ul’gen mit seiner wuchtigen Nordwand. Darunter erstreckte sich ein zerrissener Gletscher. Wir wanderten über Geröll jedoch zunächst weiter hinauf in Richtung des kleineren linken Gletschers. Nach etwa einer Stunde vom Biwak betraten wir schliesslich das Eis. Am Einstieg auf den Gletscher war das Eis mässig steil und wir waren erstaunt als Aleks dort ein Fixseil verlegte. Die für uns als geübte Bergsteiger war die etwas Aktion ungewohnt und brauchte Zeit. Immerhin konnten wir jetzt das herrliche Panorama beim Warten geniessen. Nach der Steilstufe wanderten wir über den spaltenarmen Gletscher zu einem Gendarm. Hier verstauten wir wieder unsere Steigeisen im Rucksack. Nun wanderten wir wieder über Geröll weiter über eine Schuttflanke in Richtung Dombajskoe seldlo hinauf. Eine Geröllrinne musste zuletzt noch durchquert werden, dann waren wir bei einem schönen Biwakplatz zirka 40m unterhalb des Sattels. Der Biwakplatz ist eine herrliche Aussichtskanzel: darüber erhebt sich der erhabene Dombaj-Ul’gen, darunter der zerrissene Gletscher und etwas weiter stehen die eindrücklichen hohen Dreitausender von Dombaj. Wir stellten nun die Zelte auf und unsere Bergführer kochten Tee und ein nahrhaftes Nachtessen. Zum Sonnenuntergang legten wir uns in den Schlafsack, denn Morgen sollten wir ja fit sein für den Gipfelsturm!

TAG 2 oder FERIENTAG 8 (27.8.): Gipfeltag.

Um 4 Uhr in der früh klingelte der Wecker uns aus dem tiefen Schlaf. Vom gegenüberliegenden Zelt rief Aleks hinüber wir könnten noch zwei Stunden Schlafen da Gewittergefahr bestehen würde. Als wir schliesslich um 6 Uhr aus dem Zelt krochen begrüsste uns ein klarer Himmel. Saša war schon am Wasserkochen und wir bereiteten nun zusammen das Frühstück vor. Gegen halb acht Uhr ging’s dann endlich los. Zuerst konnten wir noch ohne Klettermaterial rechts vom Nordgrat hinauf laufen. Nach etwa hundert Höhenmetern legte ich die Fototasche auf einen Stein wo sie plötzlich einen Meter herunter fiel. Der Aufprall im Geröll war so unglücklich dass die Objektivlinse kaputt ging. Ich war natürlich verärgert, doch glücklicherweise hatte ja André auch noch eine kleine Taschenkamera dabei. Wir gingen nach dem Unglück noch etwas weiter bis das Gelände anspruchsvoller wurde. Hier seilten wir an. André ging mit Aleks weiter während meine Bergführer Saša war. Wir stiegen nun als Zweierseilschaften stets eine gesamte 60m Seillänge. Nach drei Seillängen erreichten wir die erste Schlüsselstelle. Im III. Grad kletterten links der Kante geschätzte 10 Meter hinauf und hatten etliche hundert Meter Luft unter dem Hintern. Während der gleichen Seillänge mussten wir noch eine mühsame Stufe im unteren IV. Grad überwinden. Anschliessend ging die muntere Kletterei weiter. Aleks kannte die Route und so verloren wir den Anschluss. Meinen Bergführer war wie ich ebenfalls zum ersten Mal am Berg. Da er nun die optimale Route suchen musste kamen wir nur langsam voran. Doch jedes Mal wenn Saša am Fluchen war fand er dann doch den richtigen Aufstieg. Wenige Seillängen vor dem Gipfel kamen wir zur zweiten Schlüsselstelle. Dort mussten wir uns ziemlich eng durch einen Kamin hinaufzwängen. Da der gesamte Grat selbst abgesichert werden muss, benötigten wir viel Zeit. Zuletzt erreichten wir über Platten schliesslich den Gipfel wo André und Aleks schon auf uns warteten. Das Wetter war prächtig und wir waren mächtig stolz auf diesem Traumgipfel zu stehen. Weil unsere Bergführer viel Wert auf Sicherheit legten, benötigten wir etwa fünf Stunden für den Nordgrat. Natürlich ist ein solch schwieriger Gipfel erst bezwungen wenn man wieder unten ist. Da sämtliche Abseilstellen selbst eingerichtet werden müssen benötigten wir sogar noch mehr Zeit für den Abstieg. Als wir wieder beim Biwak zurück waren, war die Nacht schon herein gebrochen! Unsere Bergführer kochten nun unser verdientes Nachtessen – nach solch einem langen Tag hatten wir natürlich einen riesigen Hunger. Müde, aber überglücklich verkrochen wir uns anschliessend mit vollen Bäuchen in die Zelte.

TAG 3 oder FERIENTAG 9 (28.8.): Abstieg vom Biwak ins Tal.

Gegen sechs Uhr donnerte es gewaltig, so dass es schnell klar war noch in den Schlafsäcken liegen zu blieben. Die Gewitter verzogen sich glücklicherweise langsam. Gegen neun Uhr war das Wetter wieder prächtig. Wir räumten unser Biwak zusammen nachdem wir ein ausgiebiges Frühstück zu uns genommen hatten. Abgestiegen waren wir über die Aufstiegsroute was ziemlich flott verlief. Bei der Steilstufe des Gletschers verlegte Aleks nochmals ein Fixseil, so dass ja kein Unfall passieren kann. Als wir am Ausgangspunkt ankamen stand schon das bestellte Allradfahrzeug bereit welches uns wieder zum Hotel in Dombaj brachte. Dort zauberte Aleks vier Flaschen Bier aus dem Kofferraum seines Autos und wir stiessen auf die erfolgreiche Besteigung an. Den späteren Nachmittag erholten wir uns im Hotel. Am Abend gönnten wir uns eine riesige Portion Schaschlik mit zahlreichen Beilagen und zwei Flaschen Wein. Wir sprachen auch über künftige Projekte im Kaukasus. So werde ich wahrscheinlich im kommenden Jahr mit Saša den technisch einfachen aber logistisch komplizierten Landeshöhepunkt Südossetiens besteigen. Im Jahr 2018 schliesslich wollen wir alle gemeinsam den wirklich schwierigen höchsten Georgier von der russischen Seite her versuchen. Mit den tollen Bergführer Aleks und Saša sicher wieder ein grossartiges Unternehmen!

Zweiter Teil unseres Urlaubs: Abchasien

Nach dem Bergurlaub in russischen Teil des Kaukasus besuchten wir die Republik Abchasien - schliesslich standen wir ja auf dem höchsten Berg dieses schönen, kleinen Landes. Das Land ist kaum bekannt und garantiert ein echter Geheimtipp! Uns hat es dort sehr gut gefallen: Freundliche Leute, gutes Essen, ein herrliches Klima, wenig Touristen und eine prächtige Küste!

Allgemeine Informationen zu Abchasien

Auf Abchasisch heisst das 8665km² grosse Land Аҧсны (Aṗsny), es ist somit etwas kleiner als Zypern. Die Einwohnerzahl der seit 23.7.1992 unabhängigen Republik Abchasien beträgt lediglich zirka 242000 (Stand 2016). Das nordwestkaukasische Abchasisch ist neben Russisch die Amtssprache des kleinen Landes an der Ostküste des Schwarzen Meeres (Abchasisch: Амшын Еиқәа / Amšyn Eik̢°a). Die Hauptstadt ist Аҟəа (Ak̄°a), die aber eher unter dem Russischen Namen Сухум (Sukhum) im Ausland bekannt ist. Das kleine Land liegt am Meer südlich des Hauptkamms vom Kaukasus (Abchasisch und Russisch: Кавказ / Kavkaz) der auch die Grenze zu Russland ist. Seine Ostgrenze zu Georgien ist der Fluss Ergy (Егры), der auf Georgisch Enguri (ენგური) heisst. Das Land ist bis auf den landwirtschaftlich genutzten Küstenstreifen sehr gebirgig, der höchste Berg ist der 4046,0m hohe Dombaj-Ul’gen (Домбай-Ульген) auf der Grenze zu Russland. Danke dem Schutz des Kaukasus herrscht am Küstenstreifen subtropisches Klima, deshalb war das Land zur Sowjetzeit eines der beliebtesten Touristenziele. Die neuere Geschichte begann am Ende des 19. Jahrhunderts als Abchasien einen Teil des Russischen Zarenreichs war und sich der Tourismus zu entwickeln begann. Zur Zeit der Oktoberrevolution war Abchasien für kurze Zeit unabhängig bevor Georgien mit Hilfe von Truppen des Deutschen Reiches das Land besetzte. 1919 vertrieb die Rote Armee schliesslich die Deutschen aus Abchasien und Georgien. 1921 wurde Abchasien eine Sozialistische Sowjetrepublik. Doch schon 1931 änderte Сталин (Stalin) den Status, fortan war Abchasien eine Autonome Region innerhalb der Georgischen Sowjetrepublik. Stellten die Abchasen zu dieser Zeit den grössten Bevölkerungsanteil, siedelten sich während der Sowjetzeit immer mehr Georgier in Abchasien an. So bestand 1989 der Anteil an Georgier 46%, der von Abchasen nur noch 18%, der Rest der Bevölkerung bestand grösstenteils aus Armenier und Russen. Als sich die Sowjetunion 1991 auflöste und Georgien unabhängig wurde war deshalb Abchasien plötzlich ein Teil Georgiens. Der erste georgische Präsident war der Nationalist Sviad Gamsaxurdia (ზვიად გამსახურდია) welcher die Minderheiten stark unterdrückte. In Abchasien begannen deshalb Unruhen und es gab grosse Demonstrationen. Auch Russen und Armenier fühlten sich in Abchasien zunehmend bedroht. Schliesslich führte Gamsaxurdia Georgien in einen Bürgerkrieg so dass es 1992 gestürzt wurde. Am 23.7.1992 rief während der unsicheren Zeit Владислав Арӡынба (Vladislav Arʒynba), Oberster Sowjet Abchasiens, die Unabhängigkeit aus. Bald darauf überfiel im August die georgische Armee das Land und besetzt es grössten Teils. Die Georgier plünderten die Häuser von Nicht-Georgier und begingen zahlreiche weitere Kriegsverbrechen an Abchasen. Die Abchasen hatten zunächst keine Möglichkeit die Georgier abzuwehren da sie schlecht ausgerüstet waren. Schliesslich bekamen die abchasischen Widerstandskämpfer Unterstützung von Freiwilligen aus dem Nordkaukasus, von der armenischen Bevölkerungsminderheit und von Kosakenverbänden. Georgien erlitt dank der Unterstützung schwere Niederlagen und zog sich im Herbst 1993 aus Abchasien zurück. Der Krieg forderte etwa 4000 Tote auf beiden Frontseiten. Der grosse Bevölkerungsanteil der Georgier floh in dieser Zeit nach Georgien. Heute besteht die Bevölkerung aus mehr als die Hälfte aus Abchasen. 1994 wurde ein Waffenstillstand vereinbart. Da Georgien ein vermeintlicher Verbündeter des Westens gilt und Russland als Schutzmacht Abchasiens auftritt, wird Abchasien von vielen Staaten nicht als unabhängige Republik anerkannt. Diese Schande der Weltgemeinschaft hindert den Staat bis heute daran sich zu entwickeln, denn Handel besteht eigentlich nur mit Russland. Neben Russland anerkennen auch Venezuela, Nicaragua, Vanuatu, Nauru und Südossetien das Land als unabhängige Republik. Heute lebt Abchasien vom aufstrebenden Tourismus aus Russland und von der Landwirtschaft. Eine Einreise kann problemlos auf der Homepage der Republik beantragt (mfaapsny) werden. Man bekommt dann eine Einladung zugesendet die man bei der Einreise zeigen muss. Nach der Einreise muss für eine geringe Gebühr das Visum in der Hauptstadt abgeholt werden.

Reisebericht Abchasien:

TAG 10 (29.8.): Dombaj - Krasnodar und Bahnfart nach Abchasien.

Am Morgen verabschiedeten wir uns von Saša. Zusammen fuhren ich und André mit Aleks zurück nach Krasnodar in seinem Auto. Die Fahrt dauerte wiederum etliche Stunden obwohl wir den kürzeren Weg über Majkop (Майкоп) nahmen. Die erste Hälfte der Fahrt war wegen dem hügligen Gelände eine äusserst schöne Strecke. Bei der Grenze zur Region Krsasondar wurden wir an einer Polizeistelle kontrolliert und Aleks musste eine Busse zahlen weil die Gurten nicht korrekt einzuklinken waren. Als Bergsteiger hatten wir natürlich Sicherungsmaterial dabei und wir durften schliesslich weiter fahren als einer der Polizisten unsere Verankerung mit Karabiner für gut befand. In Krasnodar kaufte Aleks und gleich Zugtickets für die Hin- und Rückreise nach Abchasien. Unser Klettermaterial nahm er zu sich nach Hause denn dieses benötigten wir garantiert nicht am Meer! Wir verabschiedeten uns nun von ihm, spazierten durchs Zentrum von Krasnodar und fanden ein schönes Restaurant wo wir den Abend ausklingen liessen. Am späten Abend fuhr dann pünktlich der Zug ab in Richtung Сочи (Soči) und Abchsien.

TAG 11 (30.8.): Ankunft in Abchasien.

Zur Morgendämmerung erreichten wir die Grenze zu Abchasien. Unser Zug wurde von den russischen Grenzbehörden über eine Stunde lang kontrolliert. Mit unseren Schweizer Pässen waren wir Exoten und die Zöllner waren erstaunt dass wir nach Abchasien reisen wollten. Irgendwann rollte der Zug weiter bis zur abchasischen Grenzstation Цандрыпш (Candrypš), auf Abchasisch Цандрыҧшь (Candryṗš') geschrieben. Dort hielt der Zug nicht mehr so lange wie die der Russischen Zollkontrolle. Der abchasische Grenzbeamte schaute nur schnell in unseren Pass, das war’s denn auch schon. Nun fuhr der Zug langsam weiter. Oft verliefen die Gleise parallel zur Küste, manchmal im dicht bewaldeten Hinterland. Die Landschaft war wunderschön, kein Wunder war sie während der Sowjetzeit eines der beliebtesten Ferienorte! Schade sind die vielen zerstörten, einstmals prachtvollen Bahnhöfe welche einem stets an den Unabhängigkeitskampf der jungen Republik erinnern. Nach 10 Uhr trafen wir dann endlich in der Hauptstadt ein. Kaum waren wir aus dem Zug gestiegen wurden wir von einer älteren Dame angesprochen ob wir eine Unterkunft suchen würden. Лариса (Larisa) hiess die freundliche Frau und sie stellte sich als Deutschprofessorin vor. Kaum drei Strassen weiter hatte Ihre Grossfamilie zwei grosse Häuser. Das Angebot dort im Gästehaus zu wohnen war optimal; erstens war es dort sehr gemütlich, zweitens mussten wir kein Hotel suchen und drittens konnte Larisa ja sehr gut Deutsch sprechen. Da wir noch ein Visum für die Republik benötigten fuhr uns Larisa gleich zur Behörde. Dort warteten schon viele Leute in einem engen Raum vor der Visa-Ausgabe. Larisa zwängte sich durch die Leute und sagte sie arbeite hier und habe zwei wichtige Ausländer vom Westen dabei. Die Leute tobten, doch wir hatten unser Visum innert fünf Minuten! Sie fuhr anschliessend nach Hause und für uns gab’s nun zuerst einmal ein Bier unter Palmen in einem gemütlichen Restaurant. Anschliessend wanderten wir der Prominade entlang und holten die Badehosen in der Unterkunft. Nach dem Klettern und Reisen ein Bad im 27°C warmen Meer war einfach nur herrlich. Den Tag liessen wir schliesslich beim schmackhaften abchasischen Abendessen ausklingen.

TAG 12 (31.8.): Ak̄°a / Sukhum.

Das schönste in der abchasischen Hautstadt ist der Botanische Garten. Nachdem wir unser Frühstück gekocht hatten wanderten spazierten wir quer durch die Stadt. Der Park war wirklich sehenswert und wir waren dort gut geschützt vom Blätterdach vor einem kurzen Regenguss. Im Anschluss verbrachten wir den Nachmittag am Meer und gegen den Abend genossen wir nochmals die hervorragende lokale Küche in einem Restaurant.

TAG 13 (1.9.): Ak̄°a / Sukhum und Bahnfart zurück nach Russland.

Weil wir am Meer waren gingen wir am Morgen natürlich nochmals baden. Danach gab es ein Mittagessen und schon endete unsere schöne, viel zu kurze Zeit in Abchasien. Nach 2 Uhr nachmittags fuhr unser Zug zurück nach Krasnodar. Die Grenzabfertigung dauerte auch diesmal wieder lange so dass die Sonne schon unterging als wir an den olympischen Anlagen von Soči vorbei fuhren. Danach legten wir uns schlafen, denn in Russland wird man bei Fernreisen geweckt bevor man den Zielbahnhof erreicht.

TAG 14 (2.9.): Krasnodar.

Mitten in der Nacht erreichten wir Krasnodar wo zu unser Überaschung Aleks auf dem Bahnsteig wartete. Er hatte unser Bergsteigergepäck dabei und brachte uns ins Гостиница Мартон (Gostinica Marton). Hier übernachteten wir schon zum Beginn unseres Urlaubs. Wir verabschiedeten uns von ihm und schliefen dann erst einmal aus. Nach dem Frühstück ging André noch Souvenirs einkaufen während ich im Hotel entspannte. Am Nachmittag spazierten wir dem Кубань (Kuban’) entlang und Tranken einige Bierchen unterwegs. Im Парк Победы (Park Pobedy) liessen wir den Abend bei einem deftigen Menü ausklingen. Leider war der Urlaub nun fast zu Ende, doch wir werden mit Sicherheit wieder nach Russland reisen.

TAG 15 (3.9.): Heimflug über die Türkei.

Nach Mitternacht verabschiedete ich mich von André und fuhr zum Flughafen. Die Heimreise war dann etwas mühsam weil ich in İstanbul am Flughafen Sabiha Gökçen fast fünf Stunden auf den Weiterflug nach Zürich warten musste. Total übermüdet aber glücklich nach dem schönen Urlaub kam ich schliesslich in der Schweiz an. Und nach den Ferien ist vor den Ferien, es sollten nicht die letzten gewesen sein in diesem Jahr!

Tourenbericht von André: Dombaj-Ul'gen

Wichtige Links zum Dombaj-Ul’gen:
- Wettervorhersage: Mountain-Forecast
- Summitpost (Info): Dombaj-Ul’gen
- Wikipedia (engl.): Dombaj-Ul’gen
- Routenbeschreibungen Westkaukasus (russ.): Домбай-Ульген
- Fotos (russ.): Домбай-Ульген

Tourengänger: Sputnik, andre68

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Kommentare (31)


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Andy84 Pro hat gesagt:
Gesendet am 22. September 2016 um 08:01
Glückwunsch zu einem weiteren, mir vollkommen unbekannten, Landeshöhepunkt und vielen Dank für die vielen tollen Bilder welche einen wirklich klasse Eindruck der Tour und des Landes vermitteln.
VG Andy

Sputnik Pro hat gesagt:
Gesendet am 23. September 2016 um 06:50
Hallo Andy,

Danke dir für den Kommentar. Ich wollte bewusst etwas mehr über den Gipfel und Abchasien schreiben. Über den Dombaj-Ul’gen findet man im Deutschsprachigen Raum kaum nützliche Informationen, sogar auf Englisch sind die Beschreibungen im Internet wenig informativ. Deshalb wollte ich einen exakten Bericht verfassen, der für Nachahmer als gute Quelle für die Planung dienen kann.

Viele Grüsse,

Andrej

Felix Pro hat gesagt:
Gesendet am 22. September 2016 um 08:21
grossartig - herzliche Gratulation!

lg Felix

Sputnik Pro hat gesagt: Danke Dir Felix!
Gesendet am 23. September 2016 um 06:51
Der Berg und die Reise waren grossartig!

LG, ANdi

MaeNi hat gesagt:
Gesendet am 22. September 2016 um 08:44
Herzliche Gratulation auch von unserer Seite!

LG
Nicole und Marcel

Sputnik Pro hat gesagt:
Gesendet am 23. September 2016 um 06:53
Hallo Zusammen,

Ich danke euch! Vielleicht gibt's dieses Jahr noch einen Bericht von einem europäischen Landeshöhepunkt.

LG, Andi

WoPo1961 Pro hat gesagt:
Gesendet am 22. September 2016 um 08:50
Moin Sputnikus,
riesiges Kompliment zu dieser großartigen und anspruchsvollen Tour!! Ich bewundere immer wieder deine Hartnäckigkeit um persönliche Ziele zu erreichen und deine Projekte durch zu ziehen. Dieser Berg liegt ja nicht gerade um die Ecke und sooo viele Bergsteiger machen sich dort nicht auf den Weg. Von daher, Respekt mein Lieber! Da werden wir nähte Woche ein Bierchen drauf trinken.
Es grüßt (noch) aus Flachlandhausen
WoPo

Sputnik Pro hat gesagt:
Gesendet am 23. September 2016 um 07:23
Tach WoPo !

Hej vielen Dank! Die Tour war echt der Hammer. Schon die Planung war intensiv: Visum für Russland und Abchasien, das Permit und die Bergführer. Man muss das schon früh organisieren denn bis man das Permit in der Tasche hat braucht's Zeit. Ich freue mich schon auf die nächsten Kaukasustouren, denn die Region ist sehr interessant und nicht überlaufen da es keine Berghütten hat.

Prost! Sputnik

morphine hat gesagt:
Gesendet am 22. September 2016 um 10:07
Hallo Sputnik,

mal wieder ein großartiger Bericht über Euer Bergabenteuer im Kaukasus. Schön, dass Du nicht nur den alpinen Aspekt in den Fokus rückst, sondern auch immer wieder das besuchte Land ganz allgemein vorstellst. Abchasien ist jetzt nicht mehr irgendein unbekannter Fleck auf der Landkarte.

Gruß
morphine

Sputnik Pro hat gesagt: Abchasien
Gesendet am 23. September 2016 um 07:31
Hi Morphine,

Danke dir. Ja der Kaukasus ist ein Leckerbissen für Alpinisten. Ich wollte auch bewusst etwas über die Republik Abchasien berichten, weil wenn man einen spärlich erscheinenden Artikel über das Land in unseren Zeitungen liest, das Land völlig falsch dargestellt wird. Dann nämlich wird immer berichtet, dass Abchasien einen von Russland besetzten Teil Georgiens sei - dabei wird das Volk der Abchasen übergangen denn die wollen weder zu Russland noch zu Georgien gehören. Russland garantiert lediglich die Unabhängigkeit des Landes, sonst wären die Georgier sicher schon längst wieder einmarschiert. Weil aber Georgien als potentieller NATO-Verbündeter gilt, wird die Unabhängigkeit Abchasiens auf durch des Westens schändlicherweise nicht abzektiert. Dabei wäre das Problem 1:1 mit Kosove vergleichbar das sofort vom Westen als unabhängiger Staat anerkannt wurde!

Gruss, Andi

ABoehlen Pro hat gesagt:
Gesendet am 22. September 2016 um 13:06
Auch von mir herzliche Gratulation zum Gipfelerfolg und vielen Dank für diesen wirklich sehr informativen Bericht. Besonders freut es mich, dass Du bei der Schreibweise der Toponyme sehr sorgfältig vorgehst und immer alle Varianten in den korrekten Alphabeten berücksichtigst. So ist unschwer zu erkennen, dass für die abchasische Sprache das kyrillische Alphabet um einige Spezialzeichen erweitert wurde.

Beste Grüsse
Adrian

Sputnik Pro hat gesagt: Abchasische Sprache...
Gesendet am 23. September 2016 um 20:29
Hallo Adrian,

Danke für den Kommentar. So wie ich schon als Antwort von Morphine geschrieben hatte, wollte ich den eher unbekannte Berg und das Land etwas genauer beschreiben da es kaum Informationen auf Deutsch darüber gibt. Abchasisch war für mich übrigens auch eine Herausforderung, denn die meisten Ortsbezeichnung findet man nur mit dem Russischen Namen.

Viele Grüsse,
Andi

andre68 hat gesagt:
Gesendet am 22. September 2016 um 17:02
Herrlich Dein Bericht und die Bilder! Alles wieder erlebt.
Es war ein echtes Vergnügen mit Dir auf dem Dombaj-Ul'gen!
Letztes Jahr dieser Zeit war dieser Berg mir völlig unbekannt. Jetzt weiss ich besser!
Ein grandioser Berg in eine wunderschöne Gegend. Das haben wir gut gemacht! :-) Weiter Projekte folgen! Lg. André

Sputnik Pro hat gesagt:
Gesendet am 23. September 2016 um 20:32
Hallo André,

Genau, ich bin mir sicher, dass wir nicht das letzte Mal gemeinsam in den Länder der früheren Sowjetunion unterwegs gewesen sind. Ich sag' nur das Stichwort Bezengi ;-)

LG, Andi

Linard03 Pro hat gesagt:
Gesendet am 22. September 2016 um 18:28
Hoi Andi,

well done; gratuliere! Hartnäckigkeit zahlt sich meistens aus ... Coole Tour in einer spannenden Region. Und natürlich wie üblich reich bebildert; merci für die Eindrücke!

Wie schon mal besprochen, wird der Dombaj-Ul'gen für mich selbst kaum ein Ziel werden, da Abchasien kein anerkannter Staat ist (wie im Übrigen ebenso wenig Südossetien, Transnistrien oder Bergkarabach). Und ob hier von Europa gesprochen werden kann, ist sich nochmal eine ganz andere Diskussion ... ;-).

Der Shkhara wäre wenigstens ein Landeshöhepunkt, wenn auch kaum ein europäischer. Ob er für mich für einen Besuch in Frage kommt, lasse ich jetzt mal noch offen (sag niemals nie ...).

Gruss,
Richard

Sputnik Pro hat gesagt: Kompliziert
Gesendet am 23. September 2016 um 20:50
Hallo Richard,

... wenn du es so sehen willst ist auch der Kosovo kein anerkannter Staat, allerdings würde sich dort der höchste Gipfel Serbiens befinden. Ich sehe es so:

Abchasien: Wird wohl nie mehr mit Georgien vereinigt und in nächsten Zeit irgendwann wie der auch der Kosovo international anerkannt.

Südossetien: Wird auch kaum Georgien zurück kehren. Ob es einen eigenständigen Staat bleiben wird ist unsicher, viel eher ist eine Vereinigung mit der russischen Provinz Nordossetien.

Transnistrien: Wird von gar keinem Staat anerkannt, irgendwann wird's wohl eine Vereinigung mit Moldawien geben.

Bergkarabach: Wird auch von keinem Staat anerkannt. Ich schätze dass Aserbaidschan das Gebiet wohl zurück zu erobern versuchen wir. Zur Zeit wir ja kräftig aufgerüstet.

Die Landeshöhepunkte von Georgien, Südossetien und Abchasien bieten jedoch schöne, alpinistische Ziele - eine Reise zu den Gipfeln lohnt sich schon nur deshalb!

Danke dir für die Gratulation, die Tour war echt cool - und als Lohn gab's ein herrliches Bad im Meer und stets herrliches Essen.

Gruss, Andi

Linard03 Pro hat gesagt: RE:Kompliziert
Gesendet am 24. September 2016 um 11:07
Hallo Andi,

absolut einverstanden; es ist kompliziert ...
Und ja, auch der Kosovo gehört (noch) in diese Kategorie. Und wenn er nicht anerkannt wird, wäre die Rudoka der höchste Gipfel Serbiens; da stimme ich Dir ebenfalls zu.

So oder so; auf die alpinistische Leistung kannst Du stolz sein und der Kaukasus ist zweifelsohne eine tolle Region!

Gruss, Richard

Sputnik Pro hat gesagt:
Gesendet am 24. September 2016 um 16:58
Hallo Richard,

Genau der Kaukasus ist immer wieder eine Reise wert. Mir gefällt es dort besonders da ausser am Ėl’brus kaum eine bergsteigerische Infrastruktur vorhanden ist, mann muss also mit Zelt losgehen und alles selbst auf die Berge schleppen was sie wiederum exlusiv macht. Das ist noch echtes Bergsteigen dort !

Schöner Sonntag, Andi

dropsman hat gesagt: RE:Kompliziert
Gesendet am 29. September 2016 um 12:05
Das Transnistrien sich wieder mit Moldau vereinigt kann ich mir nicht vorstellen. Moldau will Ri Rumänien bzw. zur EU. Transnistrien jedoch in Ri Russland. Und bei der Lage in der Ukraine wird Russland sicherlich an einem Gebiet an der Westgrenze der Ukraine festhalten. Wahrscheinlicher ist da noch, dass sich Gaugasien auch noch von Moldau abspaltet.
Wie auch immer, am wichtigsten ist es, dass es ohne weiteren Krieg von statten geht.

Gruß Thomas

jfk hat gesagt: Grossartig!
Gesendet am 22. September 2016 um 19:56
Hey Andi, Gratulation zu diesem tollen Gipfel! Super Doku von dieser spannenden Gegend.

Gruss Jonas

Sputnik Pro hat gesagt: Kaukasus
Gesendet am 24. September 2016 um 07:49
Hallo Jonas,

Danke dir! Im Kaukasus und besonders in der Region Dombaj würde es dir auch gefallen wegen den einsamen, oft anspruchsvollen Gipfeln.

Gruss,

Andi

pika8x14 Pro hat gesagt:
Gesendet am 22. September 2016 um 20:21
Hallo Andi,

auch von uns herzliche Gratulation zur Besteigung des Dombaj-Ulgen - wie gewohnt bestens beschrieben und bebildert.

Viele Grüße, Andrea + André - zur Zeit auf dem Balkan...

Sputnik Pro hat gesagt:
Gesendet am 24. September 2016 um 07:47
Hallo Zusammen,

Vielen Dank eich beiden. Richard gat mir erzähllt dass er euch getroffen habt. Wenn ihr nun einmal in die Schweiz kommt für die Dufourspitze komme ich gerne ins Wallis für ein Bierchen - allerdings nicht mit auf den Berg, denn im Monte Rosa Gebiet stand ich ja schon auf allen CH-4000er :-)

Viele Grüsse,

Andi

amphibol Pro hat gesagt: Herzliche Gratulation zur..
Gesendet am 23. September 2016 um 10:02
Reise, Besteigung, Bericht und Fotos.

That's what makes hikr unique!

Danke und viele weitere solche Unternehmungen!
Gruss, amphibol

Sputnik Pro hat gesagt:
Gesendet am 24. September 2016 um 07:50
So ist es, HIKR ist und bleibt einzigartig! Danke für den Kommentar,

Gruss, Andi

roger_h Pro hat gesagt:
Gesendet am 23. September 2016 um 11:58
Salü Andi

Geile Sache, macht Spass von deinen Unternehmungen zu lesen!

Gruss
Roger

Sputnik Pro hat gesagt:
Gesendet am 24. September 2016 um 07:51
Danke Roger, bis zum HIKR Treff :-)

Gruss, Andi

Baldy und Conny Pro hat gesagt:
Gesendet am 23. September 2016 um 14:46
auch von unserer Seite gratulieren wir Euch
Gruss Angelo und Conny

Sputnik Pro hat gesagt:
Gesendet am 24. September 2016 um 07:52
Danke euch für den Kommentar.

Gruss von nebenan, Andi

dropsman hat gesagt: W O W ! ! !
Gesendet am 29. September 2016 um 12:00
Wow was für eine geile Tour! Wie bekomme ich jetzt nur diese Sehnsucht nach dem Osten bis zum nächsten Urlaub wieder unter Kontrolle? Wirklich eine tolle Tour. Glückwunsch nochmals zu einem weiteren, und echt exotischen, Landeshöhepunkt. Ich habe ja auch schon vor Jahren mein Herz an den Osten und Russland verloren.
Wünsch Dir dann schon mal gutes Gelingen für das nächste Projekt.

Gruß von der dts. Ostseeküste
Thomas

Sputnik Pro hat gesagt: Wilder Kaukasus
Gesendet am 29. September 2016 um 21:11
Hallo Thomas,

Danke dir! Ja, der Kaukasus hat's mit echt angetan - die Leute, die natürliche Landschaft und natürlich auch das feine Essen sind phantastisch. Auch wenn es viele ärgert, genau die vielen Genehmigungen verhindern, dass das Gebiet von westlichen Bergsteiger überlaufen wird (ausser am Kazbek und Ėl'brus). Ab Januar beginnt dann schon die Organisation für die Reise nach Südossetien :-)

Dir wünsche ich auch gutes Gelingen an den nächsten Landeshöhepunkten! Der nächste Urlaub kommst estimmt bald :-)

Gruss aus dem zur Zeit sonnigen Baselbiet!

Andi


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