Vom Leutschachtal über den Leidseepass ins Erstfeldertal


Publiziert von chaeppi Pro , 3. September 2016 um 17:48.

Region: Welt » Schweiz » Uri
Tour Datum: 2 September 2016
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-UR 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 1300 m
Abstieg: 1665 m
Strecke:14.5 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:SBB Erstfeld - Bus Intschi - Seilbahn Arnisee
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Alpentaxi Bodenberg - Erstfeld SBB
Unterkunftmöglichkeiten:Leutschachhütte / Kröntenhütte
Kartennummer:Swissmap 25

Heute wollte ich mir die kürzlich renovierte Kröntenhütte einmal anschauen. Um die Wanderung etwas auszudehnen beschloss ich wieder einmal über den Leidseepass ins Erstfeldertal zu wandern.

Gleich beim Arnisee sind die verschiedenen Wege zur Leutschachhütte beschriftet. Heute wählte ich den direkten und kürzesten Hüttenweg über Heitersbüel. Auch die Route via die Sunniggrathütte wäre eine sehr schöne Variante die ich schon mehrmals begangen habe. In immer angenehmer Steigung führt der sehr gut angelegte und bestens markierte Weg zur Leutschachhütte. Nach 2h Aufstieg war in der schön gelegenen Hütte eine erste Pause angesagt. Was mich dort immer wieder fasziniert ist der wunderschöne Nidersee. Einfach unglaublich diese Farbe die ich sonst noch nirgends gesehen habe.

Nach der Pause dann weiter auf dem nun blau-weiss markierten Weg zum Leidseepass. Einige etwas kritische Stellen sind bestens mit Stahlseilen und Tritten gesichert. Weiter auf gutem Pfad hinunter zum sehr schön gelegenen Leidsee und weiter zum Riedfurggi. Hier könnte man noch kurz den auf Hikr bis anhin unbeschriebenen Gwasmet besuchen. Vom Riedfurggi immer entlang dem bestens markierten Pfad stellenweise etwas gröllig und verwuchert zum Unter Älpli. Dort folgt ein kurzer und steiler, aber mit Seilen und Ketten gesicherter Gegenanstieg unterhalb des Hundtschingel. Im feuchten Fels war ich froh um diese Hilfen obwohl der Fels sehr gute Tritte aufweist. Nun folgt eine sich in die Länge ziehende Hangquerung bis zur Päuggenegg. Auch hier sind im stellenweise steilen und abschüssigen Hang an kritischen Stellen Seile angebracht. Von der Päuggenegg ist dann die sehr schön gelegene Kröntenhütte auf nun rot-weiss markiertem Weg bald erreicht. Selbstverständlich legte ich dort eine längere Pause ein um meine akute Unterhopfung etwas auszugleichen ;-)

Von der Kröntenhütte führen verschiedene Wege hinunter nach Bodenberg. Ich beschloss wie vom Hüttenwart empfohlen den Weg durch Geissfad und Hutzi unter die Füsse zu nehmen. Zeitlich die schnellste Variante hinunter nach Bodenberg. Es war ein ziemlich steiler und steiniger, nicht gerade knieschonender Weg.  Eigentlich beabsichtigte ich ab dort mit dem Alpentaxi zum Bahnhof Erstfeld zu fahren. Für CHF 25.-- wird man hier als Einzelperson abgeholt und zum Bahnhof gefahren. Sind mehre Personen unterwegs kostet der Transport noch CHF 9.-- pro Person. In Zürich würde ein Taxifahrer für diesen Preis nicht einmal die Türe seines Fahrzeugs öffnen. Im Abstieg traf ich dann auf zwei äusserst nette Damen die sich anerboten mich in ihrem PW nach Erstfeld zu fahren. Am Bahnhof kann man eine Fahrbewilligung für diese Strasse für CHF 20.-- kaufen. Glücklicherweise hatte ich das Taxi noch nicht bestellt. Zu beachten gilt dass man in Bodenberg keinen Handyempfang hat. Etwas weiter oben wo Sichtverbindung nach Erstfeld besteht hat man jedoch Empfang.

Eine wirklich schöne Wanderung in wunderschöner Gegend. Einzig die Zeitangaben auf den Wegweisern sind etwas eigenartig. Auf der Homepage der Leutschachhütte sind für die Wanderung über den Leidseepass zur Kröntenhütte 4.5h angegeben. Auf dem Wegweiser vor der Hütte sind es dann noch 2h45. Ich benötigte für diese stellenweise doch recht anspruchsvolle Route 3h20.

Tourengänger: chaeppi


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Kommentare (2)


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former hat gesagt: Ergänzung.
Gesendet am 1. August 2018 um 22:04
Ich hab die Tour in Gegenrichtung gemacht - von der Bodenalp zum Arnisee, vor einigen Tagen. Der Tourenbericht ist sehr wertvoll und stimmt immer noch weitgehend.
Eine Anmerkung: Zwischen Hundtschingel und Leidseepass - nach der Stelle mit dem Abstieg mit Kette unmittelbar beim Hundtschingel kommt eine Passage von etwa 20m durchs Grün- die Farne drängen auf den Weg und es ist vermutlich oft feucht dort, und der Pfad etwas abschüssig- das ist für mich die Schlüsselstelle, die vorsichtig begangen werden muss, und keinesfalls bei Regen. Der Rest, wie erwähnt, gut abgesichert, manchmal steil, auch mal mit Kette an der man rauf/runter hangeln kann, aber immer gut gepflegt und gut machbar für erfahrene Wanderer.
Lg,
Former

chaeppi Pro hat gesagt: RE:Ergänzung.
Gesendet am 2. August 2018 um 10:38
Hallo Former
Freut mich dass dir die Wanderung in dieser wunderschönen und einsamen Gegend gefallen hat. Die Gegend beim Unter Älpli bleibt mir auch als überwuchert in Erinnerung.
Gruss
Chäppi


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