Chamechaude (2082 m) - per Kamin und Umrundung


Publiziert von ju_wi , 13. Februar 2009 um 23:50.

Region: Welt » Frankreich » Rhône-Alpes » Chartreuse
Tour Datum: 4 September 2005
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Klettersteig Schwierigkeit: WS+
Wegpunkte:
Geo-Tags: F 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 1400 m
Abstieg: 1400 m
Unterkunftmöglichkeiten:schönes Chambre d'hôte in Sappey-en-Chartreuse

Die Chamechaude (2082 m) ist der höchste Gipfel des Chartreuse - einer kleinen Alpen-Region in den französischen Préalpes de Savoie. Es ist ein sehr schöner Berg mit hellem Muschelkalk-Felsaufbau.

Gut 5 Monate sind wir im Herbst 2005 inzwischen zu Fuß unterwegs - gestartet  von Tarifa in Südspanien.  Langsam nähern wir uns der Schweiz - unserem Ziel. Nach Aufstieg von Grenoble in das Chartreuse nehmen wir in Sappey Quartier in einem sehr schönen Chambre d'hôte bei netten jungen Leuten und beschließen spontan noch eine 2. Nacht zu bleiben. Den Tag wollen wir mit einer Besteigung der Chamechaude, des höchsten Berg des kleinen Gebirges der französischen Voralpen, verbringen.

Morgens brechen wir von Sappey auf und steigen durch Wald zu einer Holzhütte hoch, in der uns einige jüngere Forstleute begrüßen, die offenbar hier übernachtet und gefeiert haben. Wir passieren sie und steigen auf kleinen Spuren -. bzw. weglos - zum Felsaufbau der weißen Kalkfelsen hinauf. Im linken Teil der Felsen gibt es einen senkrechten Kamin, der - unterstützt durch ein Eisenseil auf einer Art Klettersteig erklommen werden kann.

Natürlich haben wir auf dieser 6-Monats-Tour keine Klettersteig-Sets dabei. Der Anstieg ist jedoch überaus anstrengend und verlangt Armkraft. Soeben schaffen wir die Kletterei am Drahtseil. Am Rand steigen wir aus auf das Gipfelplateau, auf das von links der Normalweg hinaufführt, auf dem einige Leute hinaufkommen. Schnell haben wir - uns rechts wendend - den Gipfel erreicht und genießen den Rundumblick.

Dann steigen wir auf dem Normalweg einfach ab, bis an den unteren Rand der Felsen. Wir wollen den Tag weiter auskosten und beschließen noch eine Umrundung der Chamechaude, die laut einem Franzosen, mit dem wir sprechen, sehr reizvoll sein soll.

So umrunden wir auf Schotter und Grashängen auf kleinen Trittspuren den südlichen Rand des Felsens und passieren bald den Aufstiegskamin. In der Folge führt der Weg häufig sehr schmal auf den steilen Hängen unter den Felsen bis an die nördliche Ecke des Felsaufbaus. Dort gilt es, ein Stück Fels aufzuklettern, um hinter dem Plateau wieder etwas abzusteigen in die Felsen. Mitten in den Felsen folgt nun auf teilweise recht schmalen Bändern das schönste und ausgesetzte Wegstück, auf dem die lange Westseite der Felsen gequert wird.

Wo wir die Umrundung abgeschlossen haben, gehen wir den Normalweg nochmals - ein 2. Mal - hinauf zum Gipfel und steigen schließlich nach W ab und wandern auf anderem Weg zurück nach Sappey.

Ein langer, schöner Tag, der sicher ein Highlight unseres Sabbaticals darstellt.

Tourengänger: ju_wi

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