Titlis Summit


Publiziert von Mo6451 Pro , 31. August 2016 um 19:45.

Region: Welt » Schweiz » Obwalden
Tour Datum:31 August 2016
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Hochtouren Schwierigkeit: L
Wegpunkte:
Geo-Tags: Titlis und Wendenstockgruppe   CH-BE   CH-OW 
Aufstieg: 258 m
Abstieg: 259 m
Strecke:2,38 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Basel - Luzern; ZB Luzern - Engelberg; Shuttlebus Engelberg - Titlis Talstation; Gondel Talstation - Stand - Klein Titlis
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Gondel Klein Titlis - Stand - Talstation; ZB Engelberg - Luzern; cff logo Luzern - Basel
Kartennummer:map.wanderland.ch

In all den Jahren, in denen ich in Luzern gewohnt habe, habe ich es nicht geschafft dem Titlis aufs Haupt zu steigen. Die Vorstellung, Bedingungen vorzufinden wie auf dem Pilatus oder der Kleinen Scheidegg waren für mich eine Horrorvorstellung. Einmal muss man jedoch die Vorstellung überwinden, der Titlis kann ja nichts dafür. Heute hatte ich mir vorgenommen all das hinter mir zu lassen und die fehlende Titlis Besteigung nach zu holen.

Die Tour, wenn man sie von Klein Titlis angeht ist nicht so lang ist, deshalb brauchte ich nicht so früh los zu fahren. Die Umsteigezeit in Luzern ist recht knapp, ein kurzer Sprint angebracht, fährt doch der Zug nach Engelberg nur stündlich. In Engelberg stieg ich dann in den kostenlosen Shuttlebus, der den kurzen Weg zur Talstation bedient.

Von der Talstation bis hinauf nach Stand fährt die Gondel kontinuierlich, was die Menschenmenge gut entzerrt. Ab Stand sieht es dann anders aus, da zwängen sich alle in die Rotair hinauf zum Klein Titlis. In dieser Gondel, so glaube ich war ich die Einzige aus der westlichen Hemisphäre.

Auf Klein Titlis angelangt, strömten alle hinaus in den Schnee. ich glaube in Indien schneit es nicht. Um den Gästen mit unzureichendem Schuhwerk den ersten Sturz zu ersparen, hat man am Ausgang den Schnee mit aufgerauhten Planen bedeckt. So sind zumindest die ersten Schritte sicher.

Vorbei an den vielen Gästen strebte ich dem von Rattracks planierten Weg zu. Spätestens in Höhe der gelben Leine war ich dann schon allein unterwegs. Rechterhand steilte das Schneefeld auf, dass musste mein Aufstieg sein. Deutliche Spuren waren nicht mehr auszumachen, so dass ich mir den Weg nach oben im ersten Teil selbst spurte. Später sah ich dann verblasste Tritte.

Der Schnee war recht gut zu begehen, noch fest, da die Sonne den Hang noch nicht beschien. Trotz allem legte ich die Microspikes an, ein langer Rutscher nach unten wäre nicht so gut. Der Weg zieht sich realtiv lang nach oben, immer wieder sind Felsen zu umgehen und in deren Bereich auch kleinere Eisfelder. Es dauert einige Zeit, bis das Triagulationsdreieck in Sichtweite kommt.

Das Schneefeld zieht sich, immer schmaler werdend bis an den Fuß der kleinen Gipfelpyramide. Diese ist schneefrei, allerdings sehr rutschig. Für den letzten Aufstieg sind als Hilfe Stahlseile montiert, die aber nur dann helfen, wenn man den letzten Weg auf allen Vieren zurück legt. Ich verzichte auf die Benutzung und steige auf guter Spur auf den Gipfel des Titlis.

Den habe ich ganz für mich allein. Die Sicht ist noch gut, obwohl Wolken im Anzug sind, für den Nachmittag ist Regen angesagt. Neben dem Triangulationsdreieck gibt es noch zwei Panoramatafeln, aktuell nur noch eine, von der anderen steht nur noch das Gestell.

Nah einigen Fotoaufnahmen mache ich mich wieder an den Abstieg, die Wolkenbildung wird stärker. Auf gleichem Weg geht es zurück, da der Schnee jetzt etwas aufgeweicht ist, kann ich im unteren Teil in direkter Falllinie absteigen.

Zurück über den präparierten Weg und die Menschenmenge hat mich wieder. Ich nehme mir noch die Zeit mein Picknick draußen zu verzehren, es ist warm und windstill. Dann mit der übervollen Gondel runter nach Stand mit Umsteigen in eine leere Gondel nach Engelberg.

Nun ist auch diese Pendenz erledigt.
Tour solo.



Tourengänger: Mo6451

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