Versuch Piz Foraz - Von den Mutterkühen ausgebremst...


Publiziert von Ivo66 Pro , 15. August 2016 um 18:17.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Unterengadin
Tour Datum:15 August 2016
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR   Pisoc-Zuort-Gruppe 
Zeitbedarf: 4:30
Aufstieg: 670 m
Abstieg: 900 m
Strecke:Mingèr - Sur Il Foss - Alp Plavna - Tarasp
Kartennummer:1:25'000 S-charl

Es sollte eine langersehnte wilde Gipfelbesteigung im Unterengadin werden. Das Wetter passte, nachdem es in der Nacht zuvor ordentlich gewittert hatte, war die Luft reingewaschen und die Wolken verzogen sich mehr und mehr. Der Piz Foraz stand auf dem Programm; einer der schroffen Berge, welcher auf der Nationalparkgrenze liegt und somit von einer Seite bestiegen werden darf. Omega3 und 360 haben diese schöne Tour hier gut beschrieben.

Aber es kam anders. Nachdem wir den lieblichen Aufstieg durch das wildromantische Val Mingèr im Schweizerischen Nationalpark zurückgelegt hatten, wies das Schild unmittelbar hinter der Nationalparkgrenze darauf hin, wer hier das sagen hat: Die Mutterkühe bzw. vielmehr deren Besitzer, die immerhin schriftlich auf die tödliche Gefahr hinwiesen und dazu ermahnten, auf keinen Fall durch die Herde durchzugehen.

Wir folgten noch etwas dem Wanderweg Richtung Fuorcla Val dal Botsch, als wir schon nach wenigen Metern eben auf eine dieser Herden trafen. Hätten wir die Tour hier fortsetzen wollen, wäre uns nichts anders übrig geblieben, als eben mitten durch die Herde zu spazieren, da sich diese um den Wanderweg versammelt hatten. Eine Umgehung der Gefahr war nicht möglich, weshalb uns nichts anderes übrig blieb, als die Segel zu streichen und den Rückzug anzutreten. Andere Gipfel boten sich hier nicht an, so dass wir beschlossen, durch das wilde Val Plavna nach Tarasp abzusteigen - eine lange, aber auch sehr schöne Wanderung.

Letztlich verbrachten wir dennoch einen schönen Tag in der herrlichen Unterengadiner Bergwelt, mussten aber auch konsterniert feststellen, dass die Mutterkuhhaltung immer mehr Oberhand gewinnt und man sich als Bergsteiger oder Wanderer nebst den bekannten Gefahren immer auch auf die mögliche Anwesenheit von Mutterkuhherden richten muss. Im Tal deutet freilich nie etwas darauf hin - man wird im letzten Moment auf die Gefahr aufmerksam gemacht. Ein Ende dieses Wahnsinns ist nicht absehbar.

Immerhin hatten wir noch das Glück, dass wir umdisponieren konnten. Pecht hätte man gehabt, wenn man die Tour von der Ofenpassstrasse her geplant hätte mit Überschreitung der Fuorcla Val dal Botsch und dann nach dem schon langen Abstieg in diese Sackgasse getreten wäre...

Beschreibung der Tour Mingèr - Sur Il Foss
Von der Postautohaltestellt "Val Mingèr" und dem Parkplatz führt der nicht zu verfehlende Bergwanderweg durch den Nationalpark bis zur Passhöhe Sur Il Foss. Er darf nicht verlassen werden. Der Abstieg durch das Val Plavna nach Tarasp verläuft ausserhalb der Nationalparkgrenze, ist aber ebenfalls gut ausgeschildert. Es ergeben sich keine Wegfindungsschwierigkeiten.

Tourengänger: Ivo66, Lena, Maveric


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Kommentare (25)


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maex hat gesagt: Weg mit dem Vieh????
Gesendet am 15. August 2016 um 18:26
Die Mutterkühe waren schon hunderte Jahren vor den Wanderern und Bergsteigern hier oben!
Mein Rat: Nach dem Alpabtrieb nochmals hingehen.

Ivo66 Pro hat gesagt: RE:Weg mit dem Vieh????
Gesendet am 15. August 2016 um 19:18
Nein, nicht weg mit dem Vieh. Aber jeder Tierhalter muss seine Tiere so halten, dass sie Menschen nicht gefährden, also ganz einfach einzäunen und das Problem ist gelöst (und schon gar nicht auf Wanderwegen frei herumlaufen lassen...)

2Cool4You hat gesagt: RE:Weg mit dem Vieh????
Gesendet am 15. August 2016 um 19:33
Also ich seh das wie Ivo. Es wäre kein grosses Problem die Herden in kleineren Gebieten einzuzäunen, so dass Wanderer und Vieh aneinander vorbeikommen. Aber das Umzäunen ist halt ein Mehraufwand für die Landwirte, welche tendenziell sowieso eher abgeneigt sind gegen Wanderer und Biker.... Musste dieses Jahr auch schon 2 mal umkehren. Auf dem Bike und zu Fuss. Denke es muss noch 2-3 Tote geben, bis wirklich eine Änderung stattfindet. Gruss Roman

Ivo66 Pro hat gesagt: RE:Weg mit dem Vieh????
Gesendet am 15. August 2016 um 22:21
Vielen Dank Roman. Ja, Du hast wahrscheinlich Recht. Die bisherigen Todesfälle werden wohl als Einzelfälle abgebucht und es braucht noch einige zusätzliche (die allerdings sehr leicht zu verhindern wären...)

Gruss Ivo

bulbiferum hat gesagt:
Gesendet am 15. August 2016 um 20:11
Ich habe mit der Einstellung gewisser Landwirte auch meine liebe Mühe. Das mindeste was man tun könnte wäre, die Einschränkungen schon unten im Tal oder im Internet zu publizieren. Wenn dafür gleichviel Energie eingesetzt würde wie beim Fordern nach Subventionen, sollte das eigentlich kein Problem sein.

Ivo66 Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 15. August 2016 um 22:22
Danke Markus. Genau so ist es immer wieder: Die Warnschilder tauchen dann auf, wenn man bereits fast mittendrin ist... Es muss für Berggänger zumindest auch Umgehungsmöglichkeiten geben...

cresta hat gesagt:
Gesendet am 15. August 2016 um 21:46
Uns erging es heute beinahe ähnlich: auf dem Weg zum Areuapass stand genau so ein Schild, aber erst mal weit und breit keine Kühe zu sehen. Meine Neugierde siegte und ich tastete mich vorsichtig weiter. Bald war die gesamte Fläche vor dem Pass zu überblicken, die Viehtränke trocken und nirgendwo eine Kuh. Die heranziehenden Gewitter aus verschiedenen Richtungen bereiteten uns mehr Unbehagen. Aber trotzdem ein schöner Tag!

Ivo66 Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 15. August 2016 um 22:25
...auch ärgerlich. Man wird sich wohl damit arrangieren müssen wie im Winter mit der Lawinengefahr. Aber ich verstehe das ganze einfach nicht, denn das Problem wäre so einfach zu lösen mittels Einzäunen.

rkroebl Pro hat gesagt:
Gesendet am 15. August 2016 um 23:20
Ich glaube, wir haben ja nicht mit den Mutterkühen ein Problem, sondern eher mit deren Eigentümern. Wie wohl alle von uns, habe ich weite Umwege gemacht, fand mich nach "Mutterkuh-Tafeln" allein auf weiter Flur (gerade gestern am Piz Umbrail) und könnte dem Bauern, der den Bergweg zum Roggenstock mit Zick-Zack Zäunen mutwillig zur Schikane macht, den Hals umdrehen.

Geht halt nicht. Also arrangieren wir uns grummelnd. Dass Eure Tour von der Anlage her durch die Kuhgeschichte verunmöglicht wurde ist bitter, aber doch eher die Ausnahme, hoffe ich. Die von Dir erwähnte Möglichkeit, dass es erst nach grosser Anstrengung zur Sackgasse werden kann, ist noch bitterer, klar.

Lawinengefahr: Da fordere ich sowieso ein Gesetz dagegen! :-)

Nimm's easy, Ivo. Die Bauern haben halt ein ganz spezielles Verhältnis zu ihrem Eigentum (das es oft nicht ist) und leben das aus. Das sind oft kurlige Leute. Schau "Bauer, ledig, sucht Frau " am Donnerstag auf 3+. :-)

En Gruess us em Oberengadin!

Ray

Ivo66 Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 16. August 2016 um 05:11
Hallo Ray

Danke auch für Deine Rückmeldung, die beweist, dass das Problem weit verbreitet ist und immer noch zunimmt.

Und genau: Nichts gegen Kühe, auch nichts gegen Mutterkühe (ohne die, gäbe es ja irgendwann keine Kühe mehr;-)). Das Problem ist die Rücksichtslosigkeit einiger Halter. Ich habe manchmal den Eindruck, dass die ihre Herden möglichst auf den Wanderwegen platzieren wollen (Einzäunen ist sowieso kein Thema)...

Herzliche Grüsse aus dem Unter- ins Oberengadin. Geniesse es!

Ivo

Vielhygler Pro hat gesagt:
Gesendet am 16. August 2016 um 16:46
Wir in Bayern (oder im angrenzenden Tirol) haben das Problem (bisher) nicht, jedenfalls soviel ich weiß.

Wie du sagst: gar nicht auszudenken, wenn jemand aus der Gegenrichtung kommt (und es ist z.B. schon spät). Eine üble Falle...

Da, wo viele Wanderer unterwegs sind, wären wohl schnell Zäune da. Aber dort, wo sowieso nur wenige gehen, soll besser gleich gar keiner mehr sein und dafür nehmen die Almbauern sogar Unfälle in Kauf, die offenbar auch schon passiert sind? Das wäre ja zynisch.

Lassen die Gebietsgemeinden das denn so durchgehen? Gab es denn in der Presse bei Unfällen keinen "Aufschrei"?

Trotzdem tolle Touren und schöne Grüße aus Bayern
Andreas

Ivo66 Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 16. August 2016 um 18:17
Danke auch für Dein Statement, Andreas.

Ja, ich staune auch, dass der Aufschrei zumeist ausbleibt. Du siehst am ersten Kommentar, dass es in der Schweiz Stimmen gibt, die allen Ernstes sagen, weil die Kühe schon vor den Wanderern auf den Alpen waren, muss alles in Kauf genommen werden bis zu Todesfällen... Man könne ja auch ausserhalb der Alpzeit in die Berge gehen.

Eine Änderung ergäbe sich wohl nur, wenn es an den Geldbeutel geht. Aufgrund der strengen Tierhalterhaftung in der Schweiz ist der Halter einer solchen Kuhherde auf jeden Fall verantwortlich für Personenschäden, doch werden diese von der Haftpflichtversicherung übernommen und tun somit nicht weh.

Und mit dem Aufstellen eines Zauns verdient kein Bauer in der Schweiz auch nur einen Franken (Schweizer Landwirte sind faktisch Staatsangestellte und soviel ich weiss, nach Anzahl bewirtetem Land und Anzahl Tiere finanziert).

Viele Grüsse nach Bayern!

Ivo

PizPizza hat gesagt:
Gesendet am 16. August 2016 um 23:26
So jetzt hab ich mich hier extra registriert um dir auch mein Erlebnis mitzuteilen. Auch ich war nämlich die letzten Tage im Unterengadin. Am Montag machte ich eine Tour vom Piz Minschun zum Piz Nair und dann über die Alp (Champatsch?) wieder runter. Dort wurde ich ohne Vorwarnung von einer Kuh angegriffen.

Ich hielt vor einer Gruppe von Tieren, die um den Wanderweg verteilt waren, an, und überlegte gerade wie weiter, als ich aus dem Augenwinkel wahrnehmen konnte wie mich eine Kuh von der Seite her angreifen wollte. Mit gesenktem Kopf rannte sie mit Vollgas auf mich zu. Ich konnte mich gerade noch mit einem Satz nach hinten vor dem Aufprall retten, da war sie keinen halben Meter mehr von mir entfernt, hab laut geschrien und bin den Berg hochgerannt. Sie ist mir nicht gefolgt.

In der Gruppe hatte es jüngere Kühe, noch ein wenig kleiner als die Ausgewachsenen, aber ohne Expertin zu sein waren es definitiv keine Kälber mehr. Was den Angriff ausgelöst hat weiss ich nicht. Vielleicht war es auch nur ein Scheinangriff, da mir die Kuh ja nicht weiter gefolgt ist, aber wenn sie mich gerammt hätte dann... wahrscheinlich Ende Gelände bei meinen 60 kg und ihren 600 kg oder was auch immer.

Das Schild "Mutterkühe..." gabs dann südlich der Alp.
Da frag ich mich auch zum einen: was ist mit den Wanderern die von Norden kommen? Oder mal angenommen dass inzwischen jeder/jede weiss, dass man Mutterkühen mit Kälbern aus dem Weg gehen soll: Wusstet ihr dass es auch ohne Kälber gefährlich werden kann? War mir bisher nicht klar, respektive so was ist mir bisher schlicht noch nie passiert. Verwildern die Tiere da oben wenn sie kaum Kontakt zu Menschen haben?

Und auch hier dasselbe Thema: Die Alp ist RIESIG, es hat zwar auch sehr viele Kühe da aber ein Zaun für die Wanderer wäre kein Grasverlust für die Kühe. Ich finde es drum wichtig dass man solche Zwischenfälle meldet, man muss ja nicht immer warten bis es Tote oder Verletzte gibt, auch wenn mir ehrlich gesagt noch nicht ganz klar ist WEM ich das melden soll. Vorerst hab ich schon mal Scoul Tourismus angeschrieben, falls sie noch mehr solche Mails bekommen sponsoren sie ja vielleicht mal einen oder zwei Zäune...

Ivo66 Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 17. August 2016 um 10:42
Vielen Dank auch für Dein Statement. Es bestätigt sich immer mehr, dass in der Region Scuol sich die Art der Mutterkuhhaltung (nicht die Mutterkuhhaltung selbst) als grosses Problem entwickelt. Wie gesagt, es wäre völlig problemlos möglich, Tierhaltung und Bersteigen/Bergwandern parallel zu ermöglichen.

Danke auch, dass Du Scuol Tourismus informiert hast. Ev. mache ich das auch noch. Es gibt nur noch ganz wenige Bergtouren in dieser Gegend, bei denen diese unberechenbare Gefahr wegfällt. Eigentlich müsste man auch Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Gefährdung des Lebens einreichen. Doch diese wird wohl im Filz versanden...

Früher oder später wird sich die Region entscheiden müssen, zwischen Tourismus oder Fleischproduktion. Zur Zeit aber scheint man in der Schweiz auf Touristen nicht angewiesen zu sein - uns geht es einfach immer noch viel zu gut...

Viele Grüsse
Ivo

klemi74 hat gesagt: RE:
Gesendet am 17. August 2016 um 12:28
Was ich an der ganzen Sache recht interessant finde:
In den Salzburger Nockbergen, wo ich regelmäßig unterwegs bin, ist mir das noch nie passiert. Bei unserer letzten Hüttenwoche dort konnten wir beobachten, wie eine Wanderin sich einem ganz kleinen Kalb auf vielleicht 3Meter näherte um es zu fotografieren - Kuhmama schaute zwar interessiert zu, machte aber gar nix!
Auch bei einem nächtlichen Abstieg mit Stirnlampen sind wir an der Herde mit ein paar Kälbern vorbeigekommen, auch hier wurden wir nur gespannt beobachtet.

Kann es also sein, dass die unterschiedlichen Rassen verschiedene Aggressivität an den Tag legen? Schließlich waren wir in Österreich auch nicht in einer allzu belebten Wanderregion unterwegs?

Gruß,
Karsten

Dodovogel Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 17. August 2016 um 14:12
Ich glaube nicht, dass dies ein weit verbreitetes Problem in der Schweiz ist Es ist schwierig anhand von einzelnen Aussagen und aufgrund der hier berichteten Erfahrungen allgemeine Rückschlüsse zu ziehen.

Ich habe so etwas zum Beispiel noch nie erlebt obwohl ich schon öfters auf Kühe mit ihren Kälbern getroffen bin. Und so geht es wahrscheinlich Vielen, vielleicht einer grossen Mehrheit.

Trotzdem ist es angebracht sich über mögliche Massnahmen Gedanken zu machen, denn die potentiellen Folgen sind schwer und Lösungen könnten vergleichsweise leicht zu finden sein. Infosfern begrüsse ich diese Diskussion.

Ivo66 Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 17. August 2016 um 17:23
Es ist nicht in der ganzen Schweiz ein Problem; im Alpstein ist es z. B. inexistent... Aber ich rate jedem Bergbegeisterten davon ab, im Unterengadin Ferien zu verbringen. Hier scheinen Wanderer und Bergsteiger unerwünscht zu sein. Ausgenommen sind Touren, die zunächst durch Wald, und dann direkt in die Dolomitfelsen führen, wie z. B. der Piz Pisoc oder Nationalparkwanderungen. Man sollte immer auf sicher gehen, dass auf einer Tour die Anwesenheit von Kühen rein topografisch gesehen gar nicht möglich ist. Überall wo es hier aber Grünflächen in den Bergen hat, sind Mutterkuhherden anzutreffen; scheinbar ausnahmslos...

Beste Grüsse
Ivo

Bertrand Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 24. August 2016 um 14:19
Habe auch die gleiche (schlechte) Erfahrung bei meiner letzten Tour bei euch gemacht. Überall wo auf der Karte grün war (Val Laschadura, Val Sampuoir, Val Tasna...) bin ich auf Mutterkühherde gestossen, mit zT mulmigen Momenten. In Österreich war das plötzlich kein problem mehr !

Ivo66 Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 24. August 2016 um 18:52
Danke Bertrand auch für Deinen Kommentar. Das Problem ist im Unterengadin wirklich weit verbreitet. Es wird auf Feriengäste überhaupt keine Rücksicht genommen. Österreich ist als gastfreundliches Land bekannt; sie leben vom Tourismus.

Viele Grüsse
Ivo

Ivo66 Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 17. August 2016 um 17:18
Keine Ahnung, ob es mit den Rassen zusammenhängt. Ich glaube aber eher, dass das Problem grösser ist, je weniger die Kühe mit Menschen Kontakt haben. Das ist vermutlich genau das Unberechenbare an der ganzen Sache...

Viele Grüsse
Ivo

PizPizza hat gesagt:
Gesendet am 17. August 2016 um 20:04
wie gesagt ist mir das vorher auch noch nie passiert, ich habe nie im Leben mit so einem Angriff gerechnet.

@ Ivo: Ja bitte auch an Scoul Tourismus schreiben. Je mehr Leute sich melden desto schneller wird man in dieser Sache nach einer Lösung suchen müssen. Auch "nur" schreiben zum sagen dass man wegen den Mutterkühen in Zukunft in andere Wanderregionen ausweichen wird ist ja eigentlich eine wichtige Info für die Tourismus-Leute, die man ihnen nicht vorenthalten sollte.

Ich bekam heute Bescheid dass solche Infos an den Bauernverband weitergeleitet werden. Gut so.

Ivo66 Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 18. August 2016 um 18:21
Danke. Allerdings: Den Bauernverband wird eine solche Meldung wohl nicht mehr als ein müdes Lächeln kosten, denn denen geht's nicht an den Geldbeutel. Der Ferienregion Scuol allerdings längerfristig schon...

Zaza hat gesagt:
Gesendet am 24. August 2016 um 15:15
Ciao Ivo

Was für eine mühsame Überraschung mit diesen Mutterkühen! Habt ihr denn die Möglichkeit geprüft, von Sur il Foss über den Gratrücken, also der Nationalparkgrenze entlang, aufzusteigen? Zumindest auf meiner älteren Karte ist ein Weg drin, der von diesem Rücken auf etwa 2500 m Richtung Mots da Nossa Donna führt.

LG, Manuel

Ivo66 Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 24. August 2016 um 18:54
Hallo Manuel

Ja, diese Ausweichmöglichkeit haben wir auch kurz in Erwägung gezogen. Die Kuhherde war aber sehr gross und zog sich bis auf den Grat hinauf. Wir haben uns einfach nicht getraut...

Ich kann nur allen Bergwanderern empfehlen, das Unterengadin zu meiden. Bergsteiger finden noch einige wenige Alternativen, der Piz Pisoc ist so eine...

LG Ivo

Patrik69 hat gesagt: RE:
Gesendet am 15. September 2017 um 21:34
Die Mutterkühe sind eine Sache, die mich auch ziemlich nervt,da man ja einen Korridor für die Wanderer machen könnte. Aber es wird ja immer noch besser, jetzt gibt es auch noch die Schutzhunde für die Schafherden!!
Irgendwann müssen sich die Alpkantone nicht mehr wundern, wenn die Touristen weg bleiben! Und im übrigen, bekommen die Bauern ja auch noch Geld dafür, dass Wanderwege über ihr Land Gehen! Man sollte denen auch gerade mal die Subventionen streichen für diesen Teil! Die Schweiz ist nun mal nicht so gross wie Kanada!!
Aber die Touristen schikanieren, nur weiter so!


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