Piz Tgietschen, von Vrin zur Greina


Publiziert von Kik Pro , 13. August 2016 um 00:56.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Surselva
Tour Datum: 8 August 2016
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR   Gruppo Piz Terri   Gruppo Pizzo Corói   CH-TI   Gruppo Piz Medel 
Aufstieg: 1300 m
Abstieg: 800 m

Um 8 Uhr morgens lud uns der Greina-Wanderbus in Vrin Puzzatsch ab. Auf dem Strässchen zur Alp Puzzatsch konnten wir uns gemütlich an die Mehrtagesrucksäcke gewöhnen. Bei Tegia Sut lagen die Schweinchen wohlig an der Sonne, auch diese Art Beschäftigung wäre hier nicht zu verachten. Der Alpweg hört bei Stavel sura auf. Immer wieder treffen wir auf vermeintliche Wegspuren. Sie stammen von den Rindern, die bis zum Fil da Ramosa hinauf weiden. In der Kehle unter der Fuorcla Ramosa liegt ein Schneefeld. Wir steigen auf einem grünen Rücken möglichst hoch. Knapp neben dem Schnee können wir eine schwache Spur im steilen Schutt benützen, dann braucht es doch noch ein paar Schritte im Schnee bis zur Fuorcla mit ihrem noch fast ganz zugeschneiten Seelein.

Aus der gebänderten Nordflanke des Piz Tgietschen schaut uns ein Steinbock zu. Sein Fell scheint im Gegenlicht ganz wollig. Nicht ganz so flink wie er folgen wir den Spuren im Schutt über die Nordflanke unseres Berges, hin und her lavierend zwischen Bändern von schwarzem Gestein, das höher oben durch gelbroten Schutt abgelöst wird. Die letzte Stufe wird einfach auf der Westseite erklommen.
Der Gipfel des Piz Tgietschen ist ein toller Aussichtspunkt, zum Beispiel nach Süden über die Greina bis zum Campo Tencia, aber auch hinab in die steilen Hänge und Runsen der verlorenen Alp Carpet. Auch beim Abstieg über den roten Südostrücken helfen Spuren, den angenehmsten Weg zu finden. Von der Fuorcla Cotschna ist der Diesrutpassweg rasch erreicht, wo wir uns für kurze Zeit in die Wanderkolonnen zur Terrihütte einreihen. Den direkten Weg zur Greina nehmen viel weniger.
 
Vom Crap la Crusch an und auf der Alpe di Motterascio studieren wir etwas zu lange mögliche Aufstiegsvarianten zum Pizzo Coroi. So bringen wir es fertig, in eine grosse Kuhherde zu geraten, die von einem Älpler mit gut erzogenem Hund Richtung Hütte getrieben wird. Nach einer etwas mühsamen Strecke wird sie von weiteren Alpleuten mit drei anderen Hunden in Empfang genommen. Das gibt uns Gelegenheit, aus den Tieren herauszukommen.
 
In der Capanna Motterascio geniessen wir einen wunderbaren Abend. Da ich den P. Marumo schon einmal links liegen lassen musste, und er, falls der Parc Adula zustande kommt, nicht mehr bestiegen werden darf, wollten wir ihn eigentlich am nächsten Tag vom P. Coroi her zur Capanna Scaletta überschreiten. Das sollte zeitlich vor dem Eintreffen der vorausgesagten Gewitter reichen. Die Hüttenwartin riet uns aber so strikte davon ab, dass wir keinen Widerspruch wagten. So zottelten wir morgens bei gelegentlichem Tröpfeln über die Greina, freuten uns an Blumen, Murmeltieren und Schafen, liefen in den seltsamen Zuckerdolomitfelsen herum und besuchten auch den Arco, bevor wir dann gegen 12 Uhr bei wirklich starkem Regen die Capanna Scaletta erreichten.

Tourengänger: Kik


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