Sicherheitsmodul Berg 2016 - JUBLA Schweiz


Publiziert von faebu95 , 23. August 2018 um 12:10.

Region: Welt » Schweiz » Nidwalden
Tour Datum:23 Juni 2016
Wandern Schwierigkeit: T4+ - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Bauen - Brisen - Bürgenstock   CH-NW   CH-UR 
Zeitbedarf: 4 Tage
Aufstieg: 1850 m
Abstieg: 2525 m
Strecke:Niederbauen - Oberbauenstock - Bi den Seelenen - Schwalmnis - Brisenhaus SAC - Brisen - Flüelenboden - Oberrickenbach
Zufahrt zum Ausgangspunkt:öV: SBB bis Stans, Postauto bis Emmetten
Zufahrt zum Ankunftspunkt:öV: SBB bis Wolfenschiessen, Postauto bis Oberrickenbach
Unterkunftmöglichkeiten:Biwak, Brisenhaus SAC
Kartennummer:www.map.wanderland.ch

Im Rahmen eines Weiterbildungsmoduls von Jungwacht Blauring durfte ich vier Tage in den Bergen verbringen. In diesen vier Tagen ging es vom Niederbauen nach Oberrickenbach.

Tag 1: Emmetten - Niederbauen - Oberbauenstock - Bi de Seelenen

Nachdem wir uns getroffen und vorgestellt haben ging es mit der Gondel ziemlich zackig rauf auf den Niederbauen. Von dort an ging's dann in den einzelnen Gruppen los. Wir haben einen tollen Tag erwischt, im Nachhinein stellte es sich als einer der heissesten Tage des Jahres heraus. Ideale Voraussetzungen für eine Gratwanderung... ;-)

Vom Niederbauen zuerst gemütlich über die Niederbauenalp geht es nach der Abzweigung Merlieggen ein erstes Mal in die Höhe. Nach kurzer Zeit kommen wir auf dem Plateau Oberbauen an. Von dort an folgt nun der heikelste Abschnitt auf dem Weg zum Oberbauenstock. Anfänglich relativ gemütlich über gute Wege und einzelne Schneefelder emporsteigend kommen im Schlussaufstieg zum Schwiren auch die Hände zum Einsatz. Oben angekommen heisst es zuerst Mittagsrast. Anschliessend machten wir uns auf den Schlussaufstieg zum Oberbauenstock.

Nachdem wir das Gipfelpanorama geniessen und einige Fotos machen konnten stiegen wir wieder ab nach Schwiren. Von dort aus ging's nun dem wunderschönen Grat entlang in Richtung Schwalmnis. Mit einzelnen theroetischen und praktischen Inputs konnten wir den wunderbaren Weg geniessen. Vorbei am Zingel, weiter hinauf auf den Gandispitz und den Jochlistock war die Wegfindung kein Problem. Das heisse Wetter machte sich jedoch bemerkbar und so wurden wir ziemlich durchgebraten. Auch gingen unsere Wasservorräte langsam aber sicher zu Ende. Für den Abstieg zum Vorder Jochli und weiter zum Biwakplatz Bi de Seelenen mussten wir ohne Wasser auskommen. So waren wir dann doch sehr erfreut, als wir beim Eintreffen eine Flasche Wasser gereicht bekamen. Nun hiess es einerseits die Zelte aufstellen aber auch zu kochen. So konnten wir einen herrlichen Sommerabend geniessen und untereinander noch ein wenig fachsimpeln...

Tag 2: Bi de Seelenen - Schwalmis - Höch Stand - Brisenhaus SAC

Nach einer herrlichen Nacht und einem kräftigen Zmorge packten wir unsere sieben Sachen und machten uns bereit für den zweiten Tag. Mit dem Brisenhaus als Ziel hat sich unsere Gruppe für den Schwalmis als Tagesziel entschieden. So ging es nach sehr kurzem Einlaufen gleich wieder zur Sache und wir durften einige Höhenmeter vernichten. Auch hier waren noch einige Schneefelder vorhanden, welche jedoch problemlos zu begehen waren. So standen wir sehr schnell auf der Krete und brachten die letzten Meter zum Gipfel hinter uns. Für den Abstieg wählten wir den Weg über die Aren hinunter in Richtung Ober Büelhütte.
Der Abstieg gestaltete sich als sehr steil und kann durchwegs als T4 bezeichnet werden. Da es sich um eine Grasflanke handelt ist es nicht empfehlenswert, diesen Weg bei Nässe zu begehen. Nach vollendetem Abstieg genossen wir unsere Mittagspause in der Nähe des Sessellifts Chälen bevor wir den letzten Wegabschnitt hin zum Brisenhaus unter die Füsse nahmen. Dort angekommen konnten wir den Nachmittag einerseits bei der Planung des nächsten Tages, aber auch beim gemütlichen Zusammensein geniessen. Nach dem sehr leckeren Abendessen machten wir noch diverse Spiele bevor wir dann schlafen gingen.

Tag 3: Brisenhaus SAC - Brisen - Windegg - Flüelenboden

Der dritte Tag begann mit einem genialen Morgenessen im Brisenhaus. Der Blick nach draussen sah allerdings schon jetzt nicht vielversprechend aus. So war es ziemlich wolkenverhangen und Nieselregen war angesagt. Gemäss Hüttenwart war der direkte Aufstieg über das Steinalpler Jochli aufgrund einiger Schneefelder zu gefährlich. Über den Haldigrat sei der Brisen jedoch schneefrei zu erreichen und gut begehbar. So änderten wir unseren ursprünglichen Plan und haben beschlossen dem Brisen trotzdem einen Besuch abzustatten. Mit Abmarsch hörte es dann sogar auf zu nieseln und wir konnten trocken losmarschieren. Vorbei am Elfer und Zwölfer ging es sodann im Steinalper Tribet in wunderbarer Gegend hinauf mit dem Haldigrat als Ziel. Auf Höhe Heitibüel haben wir uns entschlossen, den Haldigrat über das Schneefeld in der Schutthalde unterhalb des Brisens direkt zu besteigen. So ging es steil nach oben und wir trafen bei der Abzweigung des Zickzackwegs auf den Grat. Die Wolken verdichteten sich langsam, wir entschlossen uns trotzdem an unserem Gipfelziel Brisen festzuhalten. So deponierten wir unsere Rucksäcke und nahmen die letzten Höhenmeter unter die Füsse. Ziemlich gleichzeitig mit Eintreffen auf dem Gipfel verdichteten sich die Wolken mehr und mehr. So war auch unser Aufenthalt von kurzer Dauer und wir stiegen wieder hinab zu unserem Depot. Von dort aus ging's über den Zickzackweg hinunter in Richtung Biwakplatz. Kurz vor Eintreffen machten sich die ersten Regentropfen bemerkbar welche sich dann länger je mehr verstärkten. So trafen wir als letzte Gruppe ein und durften unsere Zelte im Regen aufstellen. Wir konnten damit leben, haben wir doch dafür als einzige Gruppe den Brisen erreicht. Beim Wasserholen auf der Alp wurden wir prompt noch zu einem Kafi Schnaps eingeladen. So lauschten wir den Anekdoten des Älplers und mussten schauen, dass wir doch noch pünktlich aufs Nachtessen wieder beim Biwakplatz sind. Mit einem feinen Znacht ging der dritte Tag zu Ende.

Tag 4: Flüelenboden - Haghütte - Oberrickenbach

Für den vierten Tag wäre als Abschluss des Moduls der Chaiserstuel geplant gewesen. Das Wetter sowie die Schneeverhältnisse liessen dies leider nicht zu. Aus diesem Grund liessen wir die Zelte während unseres Morgenessens trocknen und versorgten diese anschliessend. Da wir den Chaiserstuel gestrichen haben, machten wir uns auf den direkten Weg in Richtung Oberrickenbach. Die Talstation der Luftseilbahn hinauf zur Chrüzhütte erreichten wir trocken. Zum Abschluss unseres Moduls warteten nun die Qualigespräche welche wir selbstverständlich mit Bravour meisterten. Mit dem Postauto ging's nun gemeinsam runter nach Wolfenschiessen, von wo aus wir mit dem Zug in Richtung Luzern weiterreisten. Hier trennten sich unsere Wege und ein tolles SiMo Berg mit vielen Eindrücken und neu gelerntem ging zu Ende.

Tourengänger: faebu95



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