Hochtour Eiger, Mönch, Fiescherhörner, Grosses Grünhorn, Finsteraarhorn und Schreckhorn


Publiziert von BeggBasel , 4. August 2016 um 07:45.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Jungfraugebiet
Tour Datum:26 Juli 2016
Hochtouren Schwierigkeit: S-
Klettern Schwierigkeit: IV (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE   CH-VS 
Zeitbedarf: 5 Tage 9:00
Aufstieg: 6290 m
Abstieg: 8412 m
Strecke:49.8 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Jungfraubahn bis Station Eismeer

Konditionell gut Vorbereitet traffen wir uns bei gutem Wetter in Grindelwald und fuhren am Morgen mit der ersten Jungfraubahn über die Kleine Scheidegg bis zur Station Eismeer.

1. Tag
Beim Stollenausgang der Station Eismeer liefen wir auf dem Challifirn bis zur 2. Schneerinne unter dem Grossen Turm. Dort stiegen wir in leichter Kletterei in den Fels und traversierten aufsteigend durch die Südostwand zur Mittellegihütte. Da diese heute Morgen zum ersten Mal in diesen Sommer mit der Hüttenwartin angeflogen wurde, stiegen wir gleich weiter. Alles dem Mittellegigrat entlang kletterten wir nun über den guten Fels und benutzten die angebrachten Fixseile nur wenig. Im oberen Teil war der Grat mit grossen Schneewechten bestückt die wir mit Vorsicht und dem nötigen Abstand nordseitig umgingen. Nach ca.6 Std. Aufstieg genossen wir trotz Nebel als erste in diesem Sommer auf dem Gipfel des Eigers 3970m zu stehen. Da sich nun das Wetter verschlechtert hatte machten wir uns sogleich auf den langen Abstieg. Mit dem überklettern der Eigerjöcher und dem Abstieg über das "Obers Ischmeer" erreichten wir bei Blitz und Donner unser sicheres Ziel, die Mönchsjochhütte auf 3624m.
2. Tag
 
Da laut Wetterprognose bereits für 12.00 Uhr mit Schneefall zu rechnen war, planten wir nur eine kurze Tour auf den Mönch. So kletterten wir über den Südwestgrat auf den 4107m hohen Gipfel. Der Abstieg erfolgte über die Normalroute dem Südarm des Ostgrates zurück zur Mönchsjochhütte.
3. Tag
In der Nacht gab es rund 10cm Neuschnee. Da der Altschnee am Vortag sehr durchnässt und weich geworden ist, verhinderte der Neuschnee dessen Verfestigung. So wateten wir knietief von der Mönchsjochhütte auf dem Ewigschneefäld unter dem Walchergrat mit grösstem Kraftaufwand auf das Grosse- und später Hintere Fiescherhorn. Weiter gingen wir dem sehr brüchigen Grat entlang in 5 Stündiger abenteuerlicher Kletterei (bis IIII) zum Grossen Grünhorn. Zwischen Grossem Grünhorn und Grünegghorn Suchten wir dann sehr lange die eingerichtete Abseilpiste der Ostwand. Nach langen suchen, fanden wir endlich den ersten Munihaken und seilten uns in Fallrichtung ca. 23m ab. Dann fing wieder das Suchen des nächsten Munihakens an. Es war nichts zu finden. Mittels einer Bandschlinge seilten wir uns die zweite Seillänge ab. Dabei fanden wir auch die weiteren Munihaken. Diese sahen wir nicht, weil wir beim ersten Hake in Fallrichtung abgeseilt haben, und nicht von Oben gesehen nach Links! Als wir dann endlich auf dem Fiescherfirn ankamen  liefen wir im Regen und ziemlich erschöpft zur Finsteraarhornhütte wo wir um 19.00Uhr abends ankamen.
Um 03.15
4. Tag
Um 03.15 Uhr stiegen wir von der Finsteraarhornhütte ohne Probleme über den Hugisattel zum Finsteraarjoch.
Der Abstieg erfolgte über die drei Steilstufen des Nordwestgrates zum Agassizjoch. Die letzte Steilstufe war durch die vielen losen Steine und den brüchiger Fels die schwierigste. Besser als erwartet erwies sich der Abstieg durch die Ostrinne ab dem Agassizjoch.
Wir hielten uns leicht nördlich, da es dort weniger lose Steine hatte und der Fels fester war. So kletterten wir seitlich durch diese Rinne hinab zum Finsteraarjoch. Weiter hinab immer rechts haltend auf dem mit vielen Spalten durchzogenen Gletscher "Obers Ischmeer" zur Schreckhornhütte.
5. Tag
Um 02.15 Uhr starteten wir von der Schreckhornhütte auf der Normalroute ohne besondere Schwierigkeiten zum Schreckhorn. Nach 4.5Std Aufstieg erreichten wir den Gipfel. Der Abstieg mit zahlreichen Abseilstellen erfolgte auf derselben Route. Nach einem kurzen Hüttenstopp mit leichter Verpflegung liefen wir sogleich auf dem langen Hüttenweg nach Grindelwald wo wir ziemlich Erschöpft aber Glücklich und Zufrieden ankamen.


Tourengänger: BeggBasel


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Kommentare (2)


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dominik hat gesagt:
Gesendet am 4. August 2016 um 09:03
Wow, coole Runde! Gratulation!

tricky Pro hat gesagt: sehr schön
Gesendet am 4. August 2016 um 12:30
Kann ich mich nur anschliessen, Gratuliere zu dieser schönen Runde


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