Wildspitze (3770m)


Publiziert von أجنبي , 31. Juli 2016 um 18:29.

Region: Welt » Österreich » Zentrale Ostalpen » Ötztaler Alpen
Tour Datum:18 Juli 2016
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Hochtouren Schwierigkeit: WS
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: A   A-T 
Aufstieg: 950 m
Abstieg: 1430 m
Strecke:Breslauer Hütte – Mitterkar – Mitterkarferner – Mitterkarjoch – Wildspitze – Wildspitze Nordgipfel – Mitterkarjoch – Mitterkarferner – Mitterkar – Breslauer Hütte – Tuiftal – Auf Stablein
Zufahrt zum Ausgangspunkt:-
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Sessellift ab Stablein
Unterkunftmöglichkeiten:Breslauer Hütte
Kartennummer:LK 1:25.000: 30/1 Alpenvereinskarte Ötztaler Alpen, Gurgl

Versteckte sich die Wildspitze bei unserem *Zustieg zur Breslauer Hütte am Vortag noch in dicken Wolken, sah es an unserem Gipfeltag wie erwartet deutlich besser aus. Entsprechend motiviert verliessen wir um 5.45 Uhr die Breslauer Hütte und wandten uns dem Mitterkar zu. Schon beim gemütlichen Warm-up im Moränenschutt stellten wir erfreut fest, dass sich sämtliche grossen Seilschaften noch hinter uns befanden und wir damit in der Schlüsselstelle weder Stau noch Steinschlag zu erwarten hatten.

 

Auf etwa 3300m zogen wir die Steigeisen an und nahmen für den steilen Zustieg zur Schlüsselstelle die Pickel zur Hand. Der Aufstieg zum Mitterkarjoch durch die Rinne wies noch genügend Schnee auf, was mich natürlich freute. Entsprechend zögerten wir am Einstieg zur Rinne (bzw. zum Klettersteig unmittelbar rechts davon) nicht lange und begannen, uns in die Höhe zu pickeln. An einer kurzen Stelle hatten wir etwas Felskontakt, was den Aufstieg insgesamt zur problemlosen Sache werden liess. Ausrutschen sollte man dort trotzdem nicht und mangelt es an Schnee, empfiehlt es sich den Klettersteig zu nehmen.

 

Kurz vor 8.00 Uhr erreichten wir das Mitterkarjoch. Vor uns befand sich einzig eine flotte Mädels-Seilschaft. Wir seilten an und wandten uns dem gemütlichen, kurzen Gletscheraufstieg zum SW-Grats der Wildspitze zu. Der einfache Grat, der sich gegen oben verjüngt, präsentierte sich ebenfalls noch gut eingeschneit, weshalb wir mit Steigeisen am kurzen Seil aufstiegen. Kurz vor dem Gipfel war nochmals volle Konzentration nötig, denn die paar Kraxelfelsen waren etwas vereist. Um 8.50 Uhr und damit gut drei Stunden nach Aufbruch erreichten wir den Gipfel.

 

Leider war die Aussicht nach Osten dürftig und es wehte ein kalter Wind. Unten auf dem Gletscher näherten sich weitere Seilschaften. So zogen wir am kurzen Seil über den relativ schmalen Übergang zum Nordgipfel weiter. Über dessen NW-Grat erreichten wir einen gerölligen Hügel und suchten nach einem geeigneten Abstieg zum Gletscher. In diesem Geschirrladen wäre etwas mehr Schnee sicherlich hilfreich gewesen. Nichtsdestotrotz gelang uns der steile Abstieg mit der nötigen Vorsicht ganz gut. Sind mehrere Seilschaften in diesem Geröllhang, ist unbedingt auf Steinschlag zu achten, denn es ist fast unmöglich, nichts von dem Gebrösmel talwärts zu schicken.

 

Auf dem gut eingeschneiten Gletscher gelangten wir schnell zurück zum Mitterkarjoch. Dort entschlossen wir uns für die Klettersteig-Variante, da der Schnee in der Rinne schon ordentlich weich war. Die Steigeisen behielten wir aus Bequemlichkeit an den Füssen und sicherten uns mittels Schlingen. Um 10.30 Uhr erreichten wir den Fuss der Schlüsselstelle und watschelten gemütlich bis auf ca. 3300m hinunter, wo wir uns der Steigeisen und Pickel entledigten und eine lange Rast hielten. Der Rückweg zum Kaiserschmarrn in der Breslauer Hütte (um 12.30 Uhr) war nur noch Formsache, ebenso der folgende Abstieg auf dem Wanderweg zum Stablein-Sessellift.


Tourengänger: أجنبي


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Geodaten
 31129.gpx Breslauer Hütte - Wildspitze - Auf Stablein

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