Versuch Hundshore via Hundsflüe - Abbruch auf ca. 2710 m


Publiziert von Felix Pro , 9. August 2016 um 20:26. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Bern » Frutigland
Tour Datum:30 Juli 2016
Wandern Schwierigkeit: T5- - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE 
Aufstieg: 1385 m
Abstieg: 1385 m
Strecke:Griesalp, Parkplatz ~ 1395 m - Golderli - Wengweid - P. 1467 - Bürgli, Unterer Dürreberg - P. 1834 - Uf de Hüble - Obere Dürreberg - Sefinafurgga - P. 2618 - ~ 2710 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW via Konolfingen, Autobahn Kiesen - Spiez, Reichenbach und Kiental nach Griesalp
Kartennummer:1148

Für die Region Kiental - Griesalp wiesen die Meteos noch die besten Wetteraussichten (mindestens bis im Verlauf des frühen Nachmittages) aus, so dass das ein Versuch am Hundshorn in „die Kränze“ kam …

Immerhin war Ursula vor knapp 20 Jahren unter kundiger Führung unseres Bergkameraden Jumbo doch schon einmal von der Sefinafurgga aufgestiegen.

 

In unmittelbarer Nähe des Gamchibaches befindet sich auf  Griesalp der Parkplatz auf ~ 1395 m; hier starten wir, bei sehr „aamächeligen“ Wetterbedingungen mit blauem Himmel über uns, die heutige „Reise ins Ungewisse“. Erst queren wir den rauschenden Bach und steigen an zum seit damals bekannten  Golderli; danach gilt es im welligen Gelände an Steinerberg vorbei auf der Fahrstrasse weiterzumarschieren. Wenig ansteigend, stets auf guter Wegunterlage erreichen wir Bürgli, Unterer Dürrebode, wo nun der Bergwanderweg doch markant an Steigung zunimmt.

 

Auf dem ruppigen Fahrweg - zwei Älpler-4WD kommen uns gut besetzt entgegen - führt dieser endlich an die Sonne, deren direktes Licht wir auf der Schulter auf ~ > 1900 m, nach der Alp Uf de Hüble (mit kleinem, wohl zu mietenden Alphüttchen), zu geniessen bekommen.

Wenig Zeit verstreicht bis zur nächsten, der hier obersten, Alp, Obere Dürreberg; eine Zeitlang wandern wir anschliessend hoch über grüne Alpweiden weiter, hier, wie im anschliessenden, sich ausdehnenden Geröllabschnitt, finden sich viele farbenfrohe Blumen-Farbtupfer.

 

Gegen Ende des schuttigen Abschnittes - nun nahe den Geröllhalden und Felswänden von Hundsflüe und Hundshore - steilt der Pfad an. Auf den letzten Metern vor der ~ 50 m hohen Holztreppe ist ein Wegarbeiter daran, die nur noch schmale Spur auszubessern; jene leitet uns zwar steil, doch komfortabel, hoch zur Sonne (und Wind) auf der Sefinafurgga.

 

Nach einer Rast beginnt nun der „anregende“ Teil unserer Bergreise: erst bewältigen wir die Rinne unmittelbar beim Passwegweiser auf schmalem Band, und gewinnen so kraxelnd den südsüdöstliche Gratausläufer resp. dessen Felszahn. Wenige Dutzend Meter angenehmes Gehgelände - mit noch angenehmen Blicken zu beiden Seiten des Gratrückens - verbleiben, bis die klettertechnische Schlüsselstelle folgt: Ein eher schmaler Grataufschwung muss über eine sehr steil aufgerichtete Felsplatte auf Reibung erklommen werden - doch es geht, nach einigem Zögern …

Weiter folgen wir dem nun wieder breiten Gratrücken; dann biegen wir unterhalb eines beachtlichen Aufschwunges ab in die schuttigen WSW-Flanken von Hundshorn und -flüe. Die nachfolgende Querung bietet ein stetes Auf und Ab im stets steiler werdenden Gelände, zusätzlich werden die zu traversierenden Rinnen abschüssiger und anspruchsvoller, so dass wir endlich unsere Hoffnung auf einen möglichen Direktaufstieg setzen. Doch nach einigen Dutzend Metern Steilaufstieg in einem „unruhigem“ Kessel - mit Ausblick zu uns beobachtenden Gämsen, sowie über uns aufragenden steilen Felszacken - brechen wir diese Übung ab; eine kurze Stärkungspause legen wir ein, bevor wir den Rückweg im erst schwierig zu begehenden und etwas verwirrendem Gelände antreten - suchen …

Nun, wir finden zurück, unter den Abstürzen der Hundsflüe hindurch zum vergleichsweise unproblematisch zu begehenden Gratrücken - und zum „pièce de résistance“; dank einer guten oberen Griffmöglichkeit ist dieses relativ einfach abzuklettern. Die Schlusspassage (Rinne und Band) zur Sefinafurgga ist - nach den doch anspruchsvolleren vorgängigen Passagen - unschwierig; auf einem windgeschützteren Platz oberhalb des Überganges entspannen wir uns - und gönnen uns eine Stärkung. Nicht allzu lange verweilen wir: aus dem Westen ziehen rasch dunkle Wolkenfelder heran, eine sich nähernde Regenfront über dem Niesen wird deutlich erkennbar.

 

So ziehen wir im Eiltempo auf unserem Aufstiegsweg (erst über die hölzerne Leiter) los, durchqueren die gerölligen Abschnitte (mit Überholen einiger vor uns gestarteten Bergwanderer) zügig, und erreichen bald Obere Dürreberg.

Nur leichtes Nieseln begleitet uns über Uf de Hüble, vergleichsweise trocken steigen wir nach Bürgli ab, wo die „Flachpassage“ zurück beginnt.

 

Bald schwenken wir auf Steinerberg zur Linken ab zum Lädeli Alp Steinerberg; hier kaufen wir im sympathischen Alpbetrieb verschiedene Käse- und Fleischprodukte ein - echt empfehlenswert: wir würden sofort wieder diesen „Einkehrschwung“ machen …

 

Nur noch wenige Minuten erfordert der Marsch zum  Golderli, sowie hinunter zum Ausgangspunkt,  Griesalp, Parkplatz.

Wir versuche n's wieder ;-)

 

ñ 2 h 35 min (inkl. 5 min Pause) bis Sefinafurgga

 

ò „rassige“ > 1 ½ h ab Sefinafurgga bis Griesalp 


Tourengänger: Ursula, Felix


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Kommentare (2)


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amphibol Pro hat gesagt: Gratuliere!
Gesendet am 9. August 2016 um 21:19
Gschider einisch ds früeh umchere aus id Bredouille ds cho..
Trotzdem sehr anregende Idee!
Beste Grüsse
Raphael

Felix Pro hat gesagt: RE: Gratuliere!
Gesendet am 9. August 2016 um 21:27
vielen Dank für deinen treffenden Kommentar!

lg, Felix


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