Pic du Canigou (2785 m) - auf GR 10 durch die Pyrenäen


Publiziert von ju_wi , 29. Januar 2009 um 00:07.

Region: Welt » Frankreich » Pyrénées
Tour Datum:18 Juli 2005
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: F 
Zeitbedarf: 3 Tage
Aufstieg: 3500 m
Abstieg: 2900 m
Unterkunftmöglichkeiten:Refugio Ras de la Carança Gite in Py Chalets de Cortalets

Auf unserem 4000km Trek Gibraltar-Basel in 2005 kommen wir nach 3,5 Monaten in die französichen Pyrenäen. 3 Tage nutzen wir dort den GR 10 (französichen Pyrenäenweg) von Planès bis Chalets de Cortalets. Ich unternehme einen Abstecher zum Pic du Canigou (2785 m), dem "Heiligen Berg der Katalanen", der der östlichste hohe Pyrenäengipfel ist und super Aussicht ins Roussillon und auf das Mittelmeer bietet.

Am 18. Juli brechen wir morgens von unserer Gîte in Planès (1560 m) auf. Von hier gelangen wir in den Wald und wandern über eine Schulter in ein erstes Tal, kreuzen einen Fluss und steigen steiler hinauf zum Col Mitja (2367 m). Hinter dem Col öffnet sich die Landschaft in das Tal von Carança, das sich im unteren Teil in einer bekannten Schlucht verengt. Wir wenden uns hingegen in der Flanke talaufwärts und steigen hinab zum oberen Talboden und zum kleinen Refugio Ras de la Carança (1731 m).
 
Das Refugio ist eine sehr einfache Hütte mit nur 30 Schlafplätzen und ohne Strom und fließendes Wasser. Zur Körperwäsche ist nur der eiskalte Fluß geeignet. Leider ist an diesem Julitag die Hütte völlig überfüllt. Es werden ca. 100 Abendessen in Schichten verteilt - und der Schlafsaal wird mit Leuten zugepflastert.

Am nächsten Tag brechen wir früh auf und steigen wieder durch Wald auf zum Col del Pal (2294 m) von dem wir in einem weiten Bogen einen sehr schönen Latschenhang hinabsteigen zum kleinen Örtchen Mantet (1460 m). Allerdings ist der Weg hinab schmal und nicht sehr gut zu folgen - wir verlaufen uns gar ein wenig in den Latschen. In Mantet kehren wir in ein Café ein und kommen mit einem holländischen, jungen Pärchen ins Gespräch, die auch in unserem Refugio übernachtet haben und die immerhin auch schon 3 Wochen mit Zelt auf dem GR 10 in den Pyrenäen unterwegs sind. Wir unterhalten uns gut, essen zusammen Baguettes und gehen den Rest der Tagesetappe gemeinsam über einen weiteren Col (Col de Mantet 1760 m) hinab nach Py (1024 m). Dort finden wir eine kleine, einfache Gîte zur Übernachtung.

Von Py wenden wir uns nach S, queren den Col de Jou und steigen auf schönem, steinigen Pfad kontinuierlich in einer langen Hangflanke auf das breite Massiv des Canigou zu. In den kommenden 6 Wanderstunden umrunden wir Stück für Stück den gesamten Berg auf der Südseite und steigen dabei - mit einigem Auf und Ab - bis auf 2300 m auf. Von hier zeigt ein Wegweiser 1h zum Chalet de Cortalets  - unserem Tagesziel - und 1,5 h zum Canigou-Gipfel an. Es ist nach inzwischen fast 8 Stunden Gehzeit schon 16 Uhr und ich kann Margit nicht mehr überreden, da noch hinaufzusteigen. Aber ich will unbedingt hinauf - und so bitte ich Margit zur Hütte allein vor zu gehen, verstecke meinen Rucksack im Gebüsch und jogge - gute 20 kg leichter - einfach in stetigem Berglauf den steinigen Pfad zum Gipfel hinauf. Der Berg ist an dem schönen Tag stark frequentiert - dennoch erreiche ich schon nach 40 Minuten den Gipfel auf 2785 m. Schnell ein paar Fotos und dann renne / springe ich wieder hinab zu meinem Rucksack (hinab 25 Minuten). Das letzte Stück zur Hütte kommt man noch an einem hübschen kleinen Gletschersee vorbei und erreicht die große nd sehr beliebte Berghütte Chalet des Cortalets (2150 m), in der wir noch Lagerplätze bekommen.

Vom Chalet haben wir am nächsten Tag einen herrlichen Blick auf das Roussillon und das Mittelmeer und steigen endgültig ab aus den Pyrenäen bis nach Baillestavy (585 m).

Tourengänger: ju_wi

Galerie


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Kommentare (2)


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ossi hat gesagt: canigou
Gesendet am 29. Januar 2009 um 18:35
Hi juwi

In der Gegend war ich auch mal: sehr schön. Besonders toll fand ich jeweils das allabendliche Bad in den vielen Thermen.

Gruss
ossi

ju_wi hat gesagt: RE:canigou
Gesendet am 29. Januar 2009 um 21:33
Hi ossi,
ja die Gegend ist klasse. Wir sind von dort weitergelaufen nach Carcassonne - der größten Festungsstadt Mitteleuropas.

In Thermen waren wir hier allerdings nicht.
Grüße, Jürgen


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