Ruhiger Zufluchtsort Hoh-Brisen 2413m


Publiziert von Bikyfi , 19. Juli 2016 um 16:47.

Region: Welt » Schweiz » Nidwalden
Tour Datum:17 Juli 2016
Wandern Schwierigkeit: T4+ - Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: Bauen - Brisen - Bürgenstock   CH-NW   CH-UR 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 1681 m
Abstieg: 1662 m
Strecke:Niederrickenbach Bergstation - Brisenhaus - Peterslücke - Häldigrat - Brisen - Hoh Brisen - Glattigrat - Brisenhaus - Niederrickenbach Bergstation

Die in anderen Tourenberichten erwähnte Kletterstelle und der Grat mit T5 auf den Hoh Brisen kam mir gerade Recht bei meiner Planung zur Sonntagswanderung.

Diese führte mich zur Talstation Nierrickenbach wo ich gratis parkte und um 9:00 die Gondel benutzte um in das Bergdörfchen Niederrickenbach zu gelangen. Hin und Rückfahrt kosteten Sfr 20,50.

Das Wetter war super, strahlend blauer Himmel. Nach 10min Gondelfahrt startete ich nach GPS auf dem Pfad einer Tour von Mo6451 http://www.hikr.org/tour/post96201.html

Kurz nach der Bergstation führt mich Mo´s Tour direkt nach Links auf eine unscheinbare Treppe den Berg hinauf entlang eines Weidezauns. Ab diesen Zeitpunkt war ich schon der Einzige auf dem Weg. Das sollte aber im Verlauf der Tour nicht so bleiben. Ich hielt mich den Wegweisern entlang bis zum Brisenhaus und wich damit schon von Mo´s Route ab, die zwischenzeitlich ein paar Tiefenmeter beinhaltete die ich nicht machen wollte. ;)
Am Brisenhaus angekommen war es 20 nach 10. Hier gabelte sich der Weg, ich entschied mich für nicht für den Weg hinauf zum Brisen den irgendwie ALLE wählten, sprich Richtung Glattigrat sondern ich ging nach rechts den nach kurzer zeit alpin anmutenden wrw markierten Wanderweg Richtung Haldigrat/Peterslücke.

Wieder solo unterwegs an Rande eines Gesteinhangs unterhalb des Zwelfer ging es danach steiler zwischen Elfer und Zwelfer hinauf zum Fuße des Brisen der mit einer bereits schönen Aussicht auf Pilatus und Vierwaldstättersee gequert wird bis zur Peterslücke (2092m).
Hier tauchten, schon von weitem erkennbar, viele Wanderer auf, die den Haldigrat stürmten.
Ich erreichte den Sattel um 20 nach 11 und begab mich auf den Gipfelsturm angesichts auf dem Wegweiser angegebener 50min zum Ziel.

Pünktlich zum Mittag stand ich am Gipfel und suchte ein Plätzchen zum rasten, verweilen und vespern ... nach 10min war ich von dem Getöse gesättigt und brach meine Zelte nach einem kurzen Gipfelbucheintrag ab und flüchtete gen Hoh Brisen. Der Grat war schon bei hinauf laufen gut erkennbar, auffällig durch das fernbleiben von anderen Wanderern.

Ich erreichte den Grat und schaute auf den Hoh Brisen Gipfel ... ein einsamer Wanderer schaute zu mir herüber. "Ob er sich fragt ob ich weiter gehe oder er den Gipfel weiterhin für sich alleine hat" dachte ich mir kurz.
Ich schnallte meine Stöcke an den Rucksack und ging los. Der Tiefblick links und rechts des schmalen Grats war grandios, ein tolles Gefühl. Jetzt bloss nicht stolpern :)
Aber ein kurzes Vergnügen, eh ich mich versah stand ich an der Kletterstelle. Diese war wenig schwierig wenn man sich die Bilder aus anderen Tourenberichten ansieht. Ich wusste direkt wo ich abzusteigen hatte, die Tritte waren nicht übermässig hoch, ausreichend breit und nach vorsichter Prüfung auch stabil. Das allein reichte dann schon um nach einem kurzen Plausch mit dem anderen Gipfelstürmer satte 90 Minuten in schöner Stille das Panorama der angrenzenden Alpen zu genießen. Hin und wieder ging schmunzelnd ein Blick zum vollen Brisen hinüber. Vom Hoh Brisen ging es sogar noch ein Stück weiter auf die folgende Erhebung ohne Namen, von hier aus zeigte sich das Lauwelital in seiner ganzen Pracht mit einem tollen Tiefblick.

Ich beobachtete wie einst mein Vorgänger nachfolgende Wanderer, ob sie den Grat passieren würden. Die einen taten es, die anderen wiederum nicht. Um 14Uhr trat ich den Rückweg an. Der Abstieg Richtung Glattigrat ging rasch, knapp 35Minuten nach meinem Aufbruch erreichte ich diesen nachdem ich ein dickes zerborstenes Schneebrett oberhalb queren musste. Ein bisschen mulmig war mir dann schon, zum einen ob hier gleich nicht irgendwas ins rutschen kommt oder ob einer der klickernden Steine die man hin und wieder hörte nicht genau jetzt hier runter kommt. Einen Helm zu tragen wäre hier gar nicht mal unangebracht gewesen.

Auf dem Glattigrat noch ein tolles Panorama nach Osten genossen und dann abgestiegen zum Brisenhaus. Irgendwie war ich froh heute morgen nicht HIER aufgestiegen zu sein,sondern immer im Angesicht des Brisen über die Peterslücke. Dieser ewige Zickzack durch Grashügel ist nicht so meins.

Am Brisenhaus kehrte ich auf ein Alkoholfreies ein bevor ich mich zurück zum Lift machte der mich 16:30 zum Parkplatz zurück brachte.
Eine nette Tour die ich, übereinstimmend mit der Beschreibung in der Skala, auf maximal T4 (noch mit maximal einem kleinen +) einstufe ;)

Zeitbedarf ohne Pausen mit zügigen gehen: 6h


Tourengänger: Bikyfi


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